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Kräfteverschleiß für die Hammer Eisbären zu groß

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Von: Dirk Dörmann

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Chris Schutz markierte für die Eisbären beim 4:6 in Herford den letzten Treffer der Partie.
Chris Schutz markierte für die Eisbären beim 4:6 in Herford den letzten Treffer der Partie. © Robert Szkudlarek

Hamm verliert beim 4:6 in Herford das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen in der Eishockey-Oberliga und bleibt abgeschlagen Tabellenletzter.

Hamm - Ein gutes Mitteldrittel reichte den Hammer Eisbären am Sonntagabend beim Herforder EV nicht, um ihre Niederlagenserie in der Eishockey-Oberliga zu beenden. Die Mannschaft von Trainer Jeff Job unterlag dem ostwestfälischen Konkurrenten mit 4:6 (0:2, 2:2, 2:2) und ziert weiter mit lediglich sieben Punkten aus 17 Spielen das Tabellenende. „Am Ende hat man dann doch gesehen, dass uns die Körner ausgegangen sind. Drei Spiele innerhalb von sechs Tagen mit unserem dünnen Kader hinterlassen da doch Spuren. Deshalb war der Sieg der Herforder auf jeden Fall verdient“, sagte Eisbären-Manager Jan Koch anschließend.

Wie schon am Freitagabend bei der 1:5-Niederlage in Rostock musste Trainer Jeff Job auch in Herford auf die drei Langzeitverletzten Daniel Filimonow im Tor, Maximilian Otte und Victor Beck sowie auf Kapitän Michel Maaßen und Jesse Roach verzichten. Lediglich Igor Furda kehrte wieder in den 15-köpfigen Feldspieler-Kader zurück.

Schlechter Beginn

Das Match begann für die Eisbären denkbar schlecht. Schon nach 1:29 musste Torhüter Marvin Nickel, der bei dieser Aktion nicht ganz so gut aussah, das erste Mal den Puck passieren lassen. Björn Bombis brachte die Gastgeber mit einem Schuss von außen mit 1:0 in Front.

Auch in der Folge verstanden es die Hammer nicht, etwas Zählbares auf dem Eis herauszuholen. Im Gegenteil. Die Gastgeber machten weiter Druck und erspielten sich weitere gute Möglichkeiten. In dieser Phase zeigte Nickel des öfteren sein Können und bewahrte die Eisbären vor einem höheren Rückstand. In der 11. Minute war er allerdings machtlos, als Rustams Begovs auf 2:0 für den HEV traf. „Da waren wir einfach völlig unsortiert und hatten nur auf die Scheibe, nicht aber auf die gegnerischen Spieler geachtet“, erklärte Koch den Gegentreffer. Die Eisbären berappelten sich dann aber und zweimal Chris Schutz und Samuel Dotter mit einem abgefälschten Schuss vergaben gute Gelegenheiten zum Anschlusstreffer.

Ausgeglichenes zweites Drittel

Der sollte aber zu Beginn des Mitteldrittels fallen. Nach einem Schuss von Mike Ortwein schnappte sich Thomas Lichnovsky den Rebound und verkürzte auf 1:2 aus Hammer Sicht (24.). Doch die Freude wärte nur kurz, denn drei Minuten später stellte Ralf Rinke den alten Abstand nach einem Konter wieder her. „Das war zu einfach und für uns sehr ärgerlich“, monierte Koch. Michal Spacek machte aber in der 33. Minute mit einem schönen Handgelenkschuss in den Winkel bei Hammer Überzahl das Spiel erneut spannend. Doch als Fabian Calovi wegen Beinstellens auf der Strafbank saß, fiel das vierte Tor der Ostwestfalen (35.). „Da hatten wir einfach einen Spieler vergessen“, beklagte Koch das Abwehrverhalten bei den Eisbären.

Goalie Marvin Nickel zu oft alleine gelassen

Als Herford nach noch nicht einmal einer Minute im Schlussdurchgang auf 5:2 durch Elvis Biezais erhöhte , gingen die Köpfe bei den Eisbären runter. „Dieser schnelle Treffer hatte uns dann die Moral genommen“, stellte Koch fest. Nach dem 6:2 durch Bombis (55.) sah es erneut nach einer deutlichen Niederlage aus, doch Artjom Alexandrov (58.) und Schutz (59.) gestalteten das Ergebnis am Schluss noch einigermaßen erträglich. „Mir tat in dieser Partie unser Goalie leid, der doch in einigen Situationen von seinen Mitspielern allein gelassen wurde. Aber er hat seine Sache wirklich gut gemacht“, hob Manager Koch die Leistung von Marvin Nickel nach Spielende noch einmal hervor.

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