Fußball

So kommt das neue Flutlicht bei den Spielern des TSC Hamm an

Beim TSC fand am Donnerstag im Unionstadion das erstes Training unter Flutlicht statt.
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Beim TSC fand am Donnerstag im Unionstadion das erstes Training unter Flutlicht statt.

Die Heimspielstätte des Fußball-A-Kreisligisten TSC Hamm, das Unionstadion, ist seit Dienstag um eine Attraktion reicher. Jetzt fand das erste Training unter Flutlicht statt.

Hamm - Nachdem der Verein vor etwa drei Jahren einen neuen Rasenplatz erhalten hatte, folgte nun der nächste große Schritt. Per Spezialhelikopter wurde die lang ersehnte Flutlichtanlage fertiggestellt, die dem TSC ganz neue sportliche Möglichkeiten verspricht.

„Wenn man sieht, wie das Unionstadion vor zehn Jahren aussah, macht uns das natürlich wahnsinnig stolz“, sagt TSC-Trainer Erdal Akyüz. Bislang musste der Verein gerade in den Wintermonaten auf umliegende Plätze ausweichen. Teilweise wurden sogar Ligaspiele aufgrund der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen. „In den letzten Jahren haben wir am Jahnstadion trainiert, unsere Jugend musste in die Soccerhalle. Das sorgt für unnötigen Stress, da man Bälle, Hütchen und andere Trainingsutensilien ständig selbst mitbringen muss. Auch die Organisation und Planung waren nicht immer einfach“, erklärt Akyüz. 

Diese Szenarien gehören nun der Vergangenheit an. Hinzu kommt, dass der Kreisligist aus dem Hammer Westen jetzt auch Testspiele auf heimischem Rasen austragen kann. „Es gab Phasen, da haben wir drei Monate nicht auf unserem Platz gespielt. Das macht sich dann natürlich zum Saisonauftakt bemerkbar“, so der TSC-Coach. Ein erster Kontrahent ist laut Akyüz bereits gefunden: „In der kommenden Woche steht ein Freundschaftsspiel gegen den Lüner SV an. Den genauen Termin legen wir noch fest. Sportlich haben wir gegen den Westfalenligisten eher geringe Chancen, aber es geht ja auch primär darum, die Anlage einzuweihen.“ Weitere Testspiele sollen folgen.

Am Donnerstag beorderte Akyüz seine Mannschaft zur ersten Trainingseinheit auf den hell erleuchteten Rasen an der Augustastraße. Die Euphorie war allen Beteiligten deutlich anzumerken. „Das war einfach ein geiles Gefühl. Innerhalb von zwei Minuten fahren die Lichter hoch, und du denkst, du spielst plötzlich unter Profi-Bedingungen“, zeigt sich der Trainer zufrieden, „die Atmosphäre ist hervorragend. Das gibt den Spielern zusätzlich Motivation.“ Nach einer kurzen Ansprache des Vorstands, fand unter Flutlicht das erste kurze Trainingsspiel zwischen der ersten Mannschaft und den Alten Herren statt.

Enten und Schwäne auf dem Rasen

Das Unionstadion ist bereits seit 2002 die Heimspielstätte des TSC Hamm. Nachdem der Platz jedoch aufgrund einer abgerutschten Drainage ständig unter Wasser stand, wurde vor knapp drei Jahren neuer Rasen verlegt. „Teilweise schwammen Enten auf unserem Platz. Einmal durften wir sogar Schwäne bestaunen“, beschreibt Akyüz die damaligen Problem. Der Umbau zog sich über einen langen Zeitraum hinweg und gefährdete aufgrund der hohen finanziellen Belastung sogar die Existenz des gesamten Vereins.

Derartige Probleme gab es beim Bau der Flutlichtanlage nicht – von der Planung bis zur Fertigstellung dauerte es knapp zwei Jahre. „Die Stadt hatte auch Interesse an einer schnellen Lösung, nach den ersten Gesprächen haben wir uns um Sponsoren gekümmert und den Auftrag ausgeschrieben“, beschreibt Akyüz das Vorgehen und lobt Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann: „Ich möchte mich im Namen des Vereins bei ihm bedanken, da er sich der Sache persönlich angenommen hat.“ Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf schätzungsweise 54 000 Euro und werden zu gleichen Teilen von Verein und Stadt getragen.

Zur Pflichtspielpremiere empfängt der TSC Hamm den TuS Wiescherhöfen II (9. Februar, 15 Uhr). Im Nachholspiel der Kreisliga A muss sich die Akyüz-Elf dann wohl keine Gedanken mehr über einen vorzeitigen Spielabbruch machen.

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