Yakup Köse und Aaron Vasiliou zentrale Neuverpflichtungen für HSV und Rhynern

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Einer für den Spielaufbau: Neuzugang Yakup Köse (links) beim Trainingsauftakt der Hammer SpVg.

Hamm - Ein großer Stoßstürmer und ein Mittelfeld-Stratege mit Spielmacher-Qualitäten – die Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern und Hammer SpVg präsentierten zum Start in die Saisonvorbereitung zentrale Neuverpflichtungen: Aaron Vasiliou und Yakup Köse.

Der 10. Mai war ein sonniger Tag, auch wenn das freundliche Äußere nicht auf HSV-Trainer Oliver Gottwald abstrahlte. Es gab auch keinen Grund zur Freude, denn sein Team war soeben vom SC Roland Beckum abgewatscht worden. Ein Grund, warum die Beckumer mit 5:1 gewonnen hatten, war Yakup Köse.

Der quirlige Mittelfeld-Stratege hatte von der Sechersposition aus meisterhaft das Angriffsspiel seines Teams gesteuert. „Ich habe in der Liga selten so einen genialen Fußballer gesehen“, schwärmte Gottwald nach der Partie. Künftig darf er Köse sehr viel häufiger zusehen, denn der 32-Jährige aus Recklinghausen trägt in der neuen Saison das Trikot der HSV.

Mit der Erfahrung von mehr als zehn Jahren in der Regional- und Oberliga soll er helfen, dem Spiel der Hammer SpVg Struktur zu geben. Dass er das aus dem defensiven Mittelfeld heraus tun wird, ist wahrscheinlich, aber kein Muss. Auf der Position vor der Abwehr spielt er erst seit zwei Jahren. Der ehemalige Beckumer Trainer Ismail Atalan, jetzt SF Lotte, zog den bis dahin meist offensiver aufgestellten Köse zurück. „Die Sechs ist jetzt meine Lieblingsposition. Es liegt mir, die Bälle von hinten heraus zu verteilen“, sagte er beim Trainingsauftakt am Montag.

Genau das soll Köse als Nachfolger seines Freundes Mesut Özkaya, der zum Westfalenliga-Aufsteiger YEG Hassel wechselte, bei der Hammer SpVg tun. Er könnte die Strippen aber auch von der Zehnerposition aus ziehen, die in der vergangenen Saison eine ständige Baustelle war. „Yakup bringt alles mit“, sagt Gottwald. Für Köse ist die Positionsfrage zweitrangig: „Ich will einfach Gas geben und mit der HSV einen guten Platz belegen.“

Gas geben will auch Aaron Vasiliou, auch wenn Geschwindigkeit nicht die Qualität ist, warum Rhynern ihn haben wollte. Der 24-jährige Dortmunder mit dem Gardemaß von 1,92 Metern soll als vorderster Passadressat und Ballverteiler das Angriffsrepertoire des SV Westfalia erweitern. Rhynerns Offensivspiel wurde in der vergangenen Saison von schnellen, quirligen, technisch starken Akteuren geprägt.

Die Oberliga ist für Vasiliou kein Neuland. Auch wenn er weniger spielte, als er sich das erhofft hatte. Schuld daran ist eine Verletzungsserie. Früh in seinem ersten Senioren-Jahr zog er sich im Trikot der Hammer SpVg, damals Westfalenligist, seinen bereits zweiten Kreuzbandriss zu. In der Folgesaison, wieder bei seinem Stammverein Spvgg. Erkenschwick, blieb er zwar von Verletzungen verschont, doch an Torjäger Stefan Oerterer kam er nicht vorbei. Bei RW Ahlen verhinderte ein Mittelfußbruch im ersten Pflichtspiel, dass er durchstartete. Kaum war Vasiliou wieder einsatzfähig, riss kurz vor der Winterpause das rechte Kreuzband. Er war rechtzeitig zur Vorbereitung auf die vergangene Saison wieder fit, doch nach Ahlens Traumstart kam er nicht mehr zum Zuge und musste sich mit Kurzeinsätzen begnügen.

Das soll sich am Papenloh ändern. „Ich will so viele Spiele wie möglich machen und helfen, dass Rhynern ähnlich erfolgreich ist wie in der vergangenen Saison“, sagt Vasiliou. „Und es ist mir wichtig, dass ich verletzungsfrei bleibe. Die Ackerei in der Reha hat in den letzten Jahren viel Energie und Kraft gekostet.“

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