Knörnschild lässt Rhynern II im Derby gegen Lohauserholz jubeln

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Trafen beim 1:0-Derbyerfolg der Westfalia im Mittelfeld aufeinander: Hölzkens Kevin Hillebrand und Rhynerns Marius Michler (rechts).

Hamm - Lange sah es im Bezirksliga-Topspiel zwischen Westfalia Rhynern II und dem TuS Germania Lohauserholz nach einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden aus. Kurz vor Schluss staubte Patrick Knörnschild aber zum 1:0 ab und bescherte Rhynern zum Ende der Hinrunde einen recht glücklichen Derbysieg.

„Über ein 0:0 hätte sich am Ende keine der beiden Mannschaften beschwert“, gab Westfalia-Trainer Thomas Schneider nach Spielschluss zu, freute sich aber über die neue Kaltschnäuzigkeit seiner jungen Truppe: „In der vergangenen Saison war das noch nicht so, dass wir in solchen Spielen getroffen haben. Momentan zeichnet uns einfach unsere Effektivität aus.“ TuS-Coach Michael Scheffler ärgerte hingegen die Art und Weise, wie der späte Gegentreffer zustande gekommen war. „Das ist ziemlich unglücklich gelaufen. Erst der Ballverlust, dann ein noch bekloppteres Foul, das zum Freistoß geführt hat. Heute hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen.“

Beide Teams starteten konzentriert in die Partie und standen defensiv sicher. Bis auf einen Kopfball von Serkan Adas, den Rhynern-Keeper Maximilian Eul entschärfte, waren in der gesamten ersten Hälfte gefährliche Szenen Mangelware (9.). Die Gäste setzten Rhynern früh unter Druck und hielten den Gegner so vom eigenen Tor fern. Deshalb waren die Hausherren gezwungen, immer wieder neu aufzubauen.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Gäste. Ein platzierter Schuss des umtriebigen Daniel Riemer klatschte allerdings nur an den Pfosten (47.). Im Anschluss an die beste Szene der Germanen arbeitete sich die Westfalia zurück in die Partie und übernahm mit zunehmender Spieldauer das Kommando. Hatten sich die Hausherren im ersten Durchgang noch überhaupt keine nennenswerte Möglichkeit herausgespielt, so arbeiteten sie ab der 50. Minute deutlich zielstrebiger daran, Marcel Klemmer im TuS-Tor in Bedrängnis zu bringen. Erst legte Georgios Gkikas den Ball aus guter Position in den Strafraum, wo allerdings nur drei Hölzkener warteten. Wenig später kullerte ein Schuss des freistehenden Felix Böhmer am Gehäuse von Klemmer vorbei (56.). Trotz stärker werdendem Druck der Rhyneraner blieb der TuS gerade mit langen Bällen auf Timo Hilse gefährlich. In der 81. Minute war es allerdings Abwehrturm Lukas Hulboj, der sich ein Herz fasste und die Führung nur um Millimeter verfehlte.

Kurz vor Schluss sah alles nach einem Remis aus, doch dann foulte der kurz zuvor eingewechselte Klodian Kola Mergim Deljiu am Strafraum. Den fälligen Freistoß von Andrei Lorengel ließ Klemmer nach vorne abprallen. Dort lauerte Rhynerns Joker Patrick Knörnschild und netzte zum späten 1:0 für den Tabellenzweiten ein (88.). Scheffler reagierte, brachte Rudi Bieche und Julian Kropp für Irfan Uzungelis und Dennis Hübert und beorderte fast seine gesamte Mannschaft nach vorne. Rhynern überstand die zwei Minuten Nachspielzeit jedoch unbeschadet und durfte so den dritten Derbysieg in Folge feiern.

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