Fußball

Knifflige Partie für die Hammer SpVg in Paderborn

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Einsatz fraglich: Marius Kröner

Vor einer wichtigen Partie steht Fußball-Oberligist Hammer SpVg am Sonntag bei der U21 des FC Paderborn.

Stürmische Zeiten für die Hammer SpVg: War es am vergangenen Sonntag noch Tief „Eberhard“, das dafür sorgte, dass die Partie zwischen der HSV und dem FC Eintracht Rheine in der Fußball-Oberliga mehr vom Wind als von den beiden Mannschaften bestimmt wurde, so sind für Sonntag ebenfalls wieder heftige Winde ab Stärke 8 zu erwarten, wenn die Hammer ihre Partie beim SC Paderborn II (16 Uhr) bestreiten sollen.

Mit dem Druck, den sein Sturm in den vergangenen Begegnungen auf dem Platz entfacht hat, war René Lewejohann durchaus zufrieden. Allein der Ertrag sorgte beim HSV-Coach für schlechte Laune. Denn die Treffer-Ausbeute seit dem 4:2-Sieg gegen den ASC Dortmund war mäßig. Aus den drei Spielen in Herne (0:2), gegen den FC Gütersloh (1:2) und gegen Rheine (0:0) gelang der HSV gerade ein Treffer, und es wurde nur ein Punkt auf dem Habenkonto des Tabellen-12 verbucht. „Wir spielen einen guten Fußball, erarbeiten uns viele Chancen“, sagt Lewejohann. „Aber Fakt ist, dass wir ein Problem haben, den Ball über die Linie zu drücken.“

Die Maßnahme, sein Spielsystem wie zuletzt gegen Rheine von 4-1-4-1 auf ein 4-4-2 umzustellen, hat dem Coach gefallen. Ob er dabei auch in Paderborn bleiben wird, mochte er allerdings nicht sagen. „Mit zwei klaren Spitzen haben wir eine andere Präsenz in der Box“, sagt Lewejohann. „Das Nachschieben funktioniert besser, wir sind flexibel. Aber ich lege auch Wert darauf, dass wir während des Spiels unser System umstellen können.“

In Paderborn trifft die Mannschaft nun auf einen direkten Tabellennachbarn. Das Spiel wird erst um 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Trainings- und Leistungszentrums des SCP ausgetragen, weil zuvor die Paderborner A-Jugend an gleicher Stelle um Meisterschaftspunkte spielt.

Den Gegner sieht der HSV-Trainer als „spielstarke, junge Mannschaft, eine typische U21, die laufstark und taktisch gut ausgebildet ist. Dass sie da unten in der Tabelle steht, ist dem Lernprozess geschuldet, aber sie bringt eine Menge Qualität mit.“

Dass auch er auf die Tabelle sehen muss, weiß der Trainer. „Dass wir im Abstiegskampf stecken, ist uns bewusst, aber wir nehmen den Kampf an“, betont Lewejohann, der die mittlerweile offiziell verkündeten Wechsel von Pascal Schmidt zu RW Ahlen und Ralf Schneider zum FC Iserlohn (WA berichtete) zur neuen Saison nicht als störend empfindet: „Wir hätten sie gern gehalten. Aber das ist das Geschäft.“ Vielmehr sei es Plan der HSV-Verantwortlichen, ohnehin in Zukunft vermehrt auf die Jugend zu bauen. „Wir haben viele Spieler bei uns in der Mannschaft, die in der Entwicklungsphase sind“, versichert Lewejohann. „Wir haben angefangen, die spielen zu lassen. Und auch in Zukunft setzt die HSV vermehrt auf Jugend und junge Leute, in einer guten Mischung mit erfahrenen Säulen.“

Akteure wie Joel Grodowski (21 Jahre) oder Damian Lubak (18), die zuletzt bereits das Stürmerduo der HSV gegen Rheine bildeten, gehören dazu, und von beiden ist der Trainer überzeugt: „Obwohl wir uns im Abstiegskampf befinden, sehen wir da eine Weiterentwicklung.“ Seine Philosophie ändern will Lewejohann daher nicht. „Hammer SpVg ist immer noch ein Respekt einflößender Name in der Oberliga“, sagt er. „Die Mannschaft ist nur im Moment nicht in der Verfassung, um durch die Liga zu marschieren. Aber wenn wir in Paderborn eine unserer Torchancen nutzen, dann platzt auch der Knoten.“

Der langzeitverletzte Volkan Ekici kann dabei der Mannschaft weiterhin nicht helfen, und auch bei Innenverteidiger Marius Kröner, der gegen Rheine aufgrund eines grippalen Infekts ausgefallen ist, ist der Einsatz fraglich.

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