Zittersieg der Eisbären nach einer klaren Führung

Dustin Demuth erzielte das 3:1 für die Eisbären.
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Dustin Demuth erzielte das 3:1 für die Eisbären.

Hamm Die Eisbären haben ihre Erfolgsserie in der Endrunde der Eishockey-Regionalliga fortgesetzt und kämpfen nun am Sonntag ab 18.30 Uhr im Spitzenspiel vor eigenem Publikum gegen die Ratinger Ice Aliens um die Tabellenführung. Gegen die Lauterbacher Luchse feierten die Hammer am Freitagabend vor 311 Zuschauern mit dem 6:5 (2:1, 2:0, 2:4) den dritten Sieg in Folge.

„Dass wir nach einer 4:1-Führung noch so in Bedrängnis geraten, war unnötige“, ärgerte sich Eisbären-Coach Ralf Hoja. „Am Ende war es ein glücklicher Sieg.“

Hoja durfte schon vor dem ersten Bully tief durchatmen, denn die personelle Situation war nicht so schlecht wie befürchtet. Kamil Vavra hatte seinen Infekt rechtzeitig auskuriert. Andre Kuchnia biss trotz Schulterbeschwerden auf die Zähne. Da auch Til-Lukas Schäfer zur Verfügung stand, konnten die Hammer mit sechs Verteidigern auflaufen. Es fehlte lediglich der beruflich verhinderte Tim Pietzko.

Warum Hoja die Lauterbacher als unangenehmen Gegner bezeichnet hatte, war schon im ersten Drittel deutlich zu sehen. Die Gastgeber fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Die Luchse agierten kompakt und versuchten, die Scheibe immer wieder vor das Hammer Tor zu bringen. Als Ibrahim Weißleder auf der Strafbank saß, erzielte Lauterbach in der letzten Sekunde des Überzahlspiels das 0:1 durch Kenny Matheson (5.). Doch die Freude der Gäste währte nicht einmal eine Umdrehung des Sekundenzeigers. Postwendend gelang Ibrahim Weißleder nach Vorarbeit von Kevin Trapp der Ausgleich. Hamm ließ danach weitere gute Chancen aus, durfte dann aber doch mit einer knappen Führung in die erste Pause gehen. Lauterbachs Schlussmann Tim Stenger ließ 28 Sekunden vor der Sirene einen harmlosen Distanzschuss von Kevin Thau abprallen, Dustin Demuth war zur Stelle und schob zum 2:1 ein.

Dieser Treffer hatte offenbar Wirkung, denn Stenger kam nicht mehr auf das Eis zurück. Im zweiten Abschnitt stand Sebastian Grunewald zwischen den Lauterbacher Pfosten. Zunächst wurde aber sein Gegenüber Sebastian May nach einem Solo von Emanul Grund geprüft, doch der Hammer Goalie reagierte prächtig. Anders als Grunewald, der maßgeblich am äußerst kuriosen 3:1 der Eisbären in der 32. Minute beteiligt war. Nach einem langen Pass von Martin Köchling, den Demuth noch leicht abfälschte, fuhr er aus seinem Tor heraus und griff mit der Fanghand am Puck vorbei, der ins Netz trudelte. Nur kurz darauf sah er beim Distanzschuss von Mike Ortwein zum 4:1 (33.) ebenfalls nicht gut aus.

Mit einem Doppelschlag durch Marius und Philipp Maier kamen die Gäste zu Beginn des letzten Drittels auf 4:3 heran. Das 5:3 durch Michel Maßen (48.) beantworte der EC mit zwei weiteren Toren durch Philipp Maier und Grund zum Ausgleich (51. und 52.). Kevin Trapp gelang schließlich fünf Minuten vor dem Ende der Treffer zum 6:5 für die erneut in der Defensive enttäuschenden Hammer Eisbären.

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