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Knackiger Start für ASV Hamm-Westfalen II nach der Winterpause

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Von: Günter Thomas

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Lars Kooij steht auf Abruf für die niederländische Nationalmannschaft bereit.
Lars Kooij steht auf Abruf für die niederländische Nationalmannschaft bereit. © Reiner Mroß

Mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht TV Bissendorf-Holte startet der ASV Hamm-Westfalen nach sechs Wochen Winterpause am Samstag (18 Uhr/Stein-Halle) wieder in die Meisterschaftsrunde der 3. Handball-Bundesliga.

Hamm – Seit dem 5. Dezember haben die Handballer des ASV Hamm-Westfalen II kein Meisterschaftsspiel mehr in der 3. Liga bestritten – um so ambitionierter ist der Start nach der Winterpause. Denn das Team von Trainer Dirk Schmidtmeier beginnt gleich mit einer englischen Woche. Den Auftakt macht am Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums das Heimspiel gegen den TV Bissendorf-Holte, am Mittwoch geht es zu GWD Minden II (20 Uhr) und am Samstag kommt es in Hamm zum Derby gegen die Ahlener SG (19.30 Uhr).

„Nutzt nix, wir müssen und werden das wupppen“, nimmt Schmidtmeier die Herausforderung an – zumal er froh ist, dass bei einmal mehr angespannter werdenden Corona-Lage überhaupt gespielt wird. Corona und die neue Variante Omikron spielten beim ASV bislang keine Rolle. Während der knackigen Vorbereitungsphase – seit dem 3. Januar befindet sich der Drittligist wieder im Mannschaftstraining – sind die Hammer von weiteren Infektionen und möglichen Quarantänen verschont geblieben. Und auch verletzungstechnisch ist die Mannschaft weitgehend gut durch die Zeit gekommen. Ausnahmen bleiben Rückraumakteur Matthias Zimny, der aufgrund seines Kreuzbandrisses in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird, und Lars Kooij. Der Niederländer ist im Training am Mittwoch umgeknickt, sollte aber am Samstag auflaufen können.

Lars Kooij auf Abruf für die niederländische Nationalmannschaft

Kooij ist auch ein Grund dafür, dass Schmidtmeier die Entwicklung bei der niederländischen Nationalmannschaft derzeit genau beobachtet. Denn der Kreisläufer des ASV II steht im erweiterten EM-Aufgebot von Holland-Nationaltrainer Erlingur Richardsson – und auf Abruf für das Turnier in Ungarn und der Slowakei. Nachdem am Samstag bereits Ephrahim Jerry (Rückraum links) positiv getestet worden war, folgte am Sonntag auch für Mittelmann Florent Bourget das coronabedingte EM-Aus. Für ihn wurde der Lemgoer Mittelmann Niko Blaauw nachnominiert. „Für die Holländer und für uns hoffe ich natürlich, dass da nichts mehr passiert und Lars bei uns bleiben wird.“

Alle anderen Spieler des Kaders sind fit für die Partie gegen Bissendorf, die aus Sicht von Schmidtmeier trotz der aktuellen Tabellenkonstellation – Bissendorf ist mit nur einem Sieg (2:26 Punkte) Tabellenletzter – weit davon entfernt ist, ein Selbstläufer zu sein. „Das ist eine gefährliche Aufgabe“, sagt der Coach, dessen Mannschaft gewarnt sein sollte, weil es auch Ende November beim Liga-Vorletzten in Cloppenburg verloren hat. „Das war aber unter ganz anderen Voraussetzungen. Jetzt sind wir voll fokussiert auf die nächsten drei Spiele, aus denen wir wie in der Hinrunde sechs Punkte holen wollen.“

Schöner Handball - aber zu viele technische Fehler

Bissendorf schätzt Schmidtmeier als Mannschaft, die „einen schönen Handball spielt, sich aber viele technische Fehler leistet – deswegen verlieren sie meistens“. Das allerdings oft knapp, wie die jüngsten Ergebnisse in Cloppenburg (34:35), gegen Ahlen (31:36 oder Minden II (26:28) belegen. Allerdings zeigen diese Spiele auch, dass es im Angriff beim TVB durchaus ordentlich läuft. Mit 403 erzielte Toren ist die Mannschaft damit besser als vier andere Teams. 489 Gegentore sind dagegen der schlechteste Wert der Liga.

Während für die Gäste aus dem Osnabrücker Umland der Sprung ans rettende Ufer nur noch theoretisch ist, wollen die Hammer auf der anderen Seite unbedingt vermeiden, in den letzten acht Begegnungen der Hauptrunde noch in die Abstiegsrunde zu rutschen. Ein Szenario, das nach dem überraschenden Sieg des Tabellensiebten GWD Minden II beim TuS Spenge (3./32:29) ein Stück näher gerückt ist. „Unser Vorsprung beträgt nur noch drei Punkte“, sagt Schmidtmeier. „Allerdings war der auch nie größer als fünf.“

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