Klarer Sieg des ASV über die SG Leutershausen

Kay Rothenpieler

HAMM Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ist mit einem klaren Sieg in den Mai getanzt: Das Team von Trainer Kay Rothenpieler besiegte am Abend in eigener Halle die bereits als Absteiger feststehende SG Leutershause mit 34:26 (17:17). Die Gäste hatten lediglich im ersten Durchgang Paroli bieten können.

Während die Spieler des ASV Hamm-Westfalen nach dem am Ende deutlichen 34:26 (17:17)-Erfolg über die SG Leutershausen müde ihre Ehrenrunde in der Westpress-Arena drehten, klatschte Franz Dressel zufrieden die Offiziellen am Rande des Spielfeldes ab.

„Der Trainer hat der Mannschaft in der Halbzeit nicht gesagt, was sie machen soll, sondern, was sie nicht machen soll“, sagte der Geschäftsführer des ASV Hamm-Westfalen zufrieden. „Mit der entsprechenden Betonung, versteht sich – und dann geht so ein Spiel nach so einer ersten Hälfte noch so deutlich aus.“30 Minuten zuvor war Dressels Laune wesentlich schlechter, hatte er doch einen ersten Durchgang lang Handball zum Abgewöhnen mit ansehen müssen. Mit drei starken Minuten startete der Tabellenzehnte in die Begegnung gegen den Liga-Vorletzten, lag schnell mit 4:1 in Führung (7.). Doch es schien, als hätte dieser Auftakt den Gastgebern statt dem nötigen Selbstvertrauen nur eine zu große Portion Sorglosigkeit verliehen. Die Mannschaft verlor zunehmend den Faden, ließ die Gäste, die zwar ohne Linkshänder, dafür aber mit vielen taktischen Varian- ten im Angriff angereist waren, immer besser ins Spiel kommen. „Da haben wir einfach in der Deckung schlecht gestanden, waren einen halben Schritt zu spät und haben den Kreisläufer nicht bearbeitet“, analysierte ASV-Coach Kay Rothenpieler. „Und vorne haben wir gedacht, dass jeder mal so einen Schuss nehmen kann und es schon irgendwie gehen wird.“

Dem war nicht so. Nach 16 Minuten und drei Treffern in Folge lag der bereits als Absteiger feststehende Gast beim 8:9 erstmals in Führung, nach 26 Minuten waren es gar zwei Tore für die zwar tapfer kämpfenden, aber keinesfalls überragenden Leutershausener (14:16). „Das Ergebnis der ersten Halbzeit war mit dem 17:17 für uns nicht ganz so zu erwarten“, war Gästecoach Marc Nagel zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden mit der Vorstellung seines Teams. „Es waren sogar noch mehr Möglichkeiten da, um die erste Halbzeit zu gewinnen. In der zweiten haben wir aber nicht mehr geschafft, was wir uns als Hauptaufgabe vorgenommen haben – nämlich die zweite Welle der Hammer zu stören. Das brachte dann die einfachen Tore, und dann war es bei 27:20 auch schnell entschieden.“

Dass dieser 10:3-Lauf der Hammer zu Beginn des zweiten Durchgangs überhaupt möglich war, lag daran, dass der ASV ab Minute 31 vor allem in der Defensivarbeit deutlich anzog. Der ballführende Spieler wurde jeweils aggressiv angegangen, die Defensive um Abwehrchef Jakob Macke rückte weiter vor und ließ der SGL kaum noch Verschnaufpausen. Die Folge: Der ASV erzielte nun zahlreiche Treffer über die zweite Welle oder Tempogegenstöße. Eine Serie, die auch durch Felix Storbeck ausgelöst wurde, der ab der 20. Minute für Tomas Mrkva zwischen die Pfosten gerückt war und in der 34. mit einem gehaltenen Siebenmeter (Spielstand: 19:18) für die Initialzündung des Hammer Sturmlaufs sorgte. „Da ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, und es war plötzlich wieder Stimmung in der Halle“, sagte Rothenpieler. „Man muss sagen, dass die Mannschaft da Charakter gezeigt und sich selbst aus der Situation wieder herausgeholt hat.“

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