HSV-Trainer Gottwald rechnet in Siegen mit Geduldsspiel

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Die HSV kann in Siegen wieder auf Faysel Khmiri zurückgreifen.

Hamm Allein schon der Blick auf das Torverhältnis des Kontrahenten gibt einen deutlichen Hinweis darauf, was die Mannschaft des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg am Sonntag ab 15 Uhr im Siegener Leimbachstadion bei den Sportfreunden erwartet.

Mit erst sechs Treffern nach acht Spieltagen stellen die Gastgeber zwar den schwächsten Angriff der Klasse, gleichzeitig aber auch mit nur sechs Gegentoren die beste Abwehrreihe. Allein vier davon kassierten die Sportfreunde bei der 0:4-Niederlage beim Tabellenführer TSG Sprockhövel.

Das wird also morgen wohl eine äußerst zähe Angelegenheit für die Rot-Weißen aus dem Hammer Osten, da die Siegener auch nicht gerade dafür bekannt sind, dass sie vor eigenem Publikum die Sterne vom Himmel kicken. „Das wird ein Geduldspiel“, meint HSV-Trainer Oliver Gottwald, der einen Gastgeber erwartet, der sich in erster Linie auf die Defensivarbeit konzentriert, dabei aber immer versuchen wird, den Gegner mit feinen Nadelstichen aus dem Konzept zu bringen.

„Auch wir müssen aufpassen, dass wir konzentriert agieren, dürfen die Siegener nicht zum Kontern einladen“, betont Gottwald. „Wenn wir an die Leistung anknüpfen, die wir zuletzt bei unserem Sieg in Bielefeld gezeigt haben, dann bin ich durchaus zuversichtlich, dass wir auch aus dem Siegerland etwas mitnehmen werden.“ Ob Gottwald dann am Ende auch mit einem Punkt zufrieden sein wird, muss erst der Verlauf der Begegnung zeigen. „Vor dem Anpfiff will man natürlich immer einen Dreier. Mit dieser Einstellung gehen wir erst einmal an die Aufgabe“, sagt der HSV-Coach.

Und die beginnen die Hammer durchaus mit breiter Brust, sind sie auf fremden Plätzen noch ungeschlagen. Immerhin erkämpften die Rot-Weißen auswärts zwei Drittel ihrer aktuellen zwölf Punkte. Die gleiche Anzahl an Punkten weisen übrigens auch die gastgebenden Sportfreunde auf. Deshalb ist die Partie durchaus für beide Teams ein Schlüsselspiel. „Wer gewinnt, der beißt sich erst einmal im oberen Drittel fest“, sagt Gottwald. „Mit ein oder zwei Niederlagen findest du dich aber auch schnell in den unteren Regionen wieder. In der Oberliga geht es in dieser Saison sehr eng zu.“

Mit der Leistung beim 2:1-Pokalerfolg auf Landesebene in Brackel war der Coach durchaus zufrieden, vor allem mit der ersten Hälfte, in der seine Mannschaft ein sehr hohes Tempo ging und ein gutes Passspiel zeigte. Auch in Siegen rechnet er damit, dass sein Team mehr Ballbesitz als der Gegner haben wird, zumal die Umstellung auf das 4-4-2-System bei der HSV zuletzt immer besser funktionierte. Personell sieht es für das Wochenende gut aus. Bis auf die langzeitverletzten Emre Demir und Roman Maciejak stehen alle Akteure wieder zur Verfügung. Amadeus Piontek hat seinen Muskelfaserriss ebenso auskuriert wie Faysel Khmiri seine Erkältung. Gottwald bieten sich damit, was die Aufstellung angeht, wieder mehr Alternativen.

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