Schulzki bleibt Trainer in der Mark

Schulzki bleibt VfL treu - trotz einige Angebote

Auf Platz eins stand der VfL Mark (weiße Trikots), als die Kreisliga-A-Saison im Oktober abgebrochen wurde.
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Auf Platz eins stand der VfL Mark (weiße Trikots), als die Kreisliga-A-Saison im Oktober abgebrochen wurde.

Es hat ein wenig länger gedauert. Doch nun hat Kevin Schulzki doch seine Zusage gegeben, auch in der kommenden Saison den Fußball-A-Kreisligisten VfL Mark zu trainieren. „Ich habe richtig Bock auf das nächste Jahr“, sagt der 29-Jährige, der damit beim VfL in seine dritte Spielzeit als Coach gehen wird.

Hamm – Gründe, warum die weitere Zusammenarbeit erst jetzt vermeldet wurde, gibt es gleich mehrere. So hatte Schulzki im Winter und Frühjahr ein paar Anfragen von höherklassigen Vereinen, die ihn durchaus interessiert hätten. Aber dann war lange Zeit nicht klar, ob die Saison noch fortgesetzt oder abgebrochen wird, so dass die Ligazugerhörigkeit des möglichen neuen Klubs ungewiss war.

Zudem hatte der VfL als Tabellenführer der Kreisliga A selbst noch Hoffnung, bei einer Fortführung der Spielzeit in die Bezirksliga aufzusteigen. Und zu guter Letzt hat Schulzki Anfang April einen neuen Job angetreten und muss jetzt erst einmal schauen, wie er Beruf und Sport unter einen Hut bekommt. „Daher habe ich dann dem VfL zugesagt und bin da geblieben, wo ich weiß, was ich habe und wo es Spaß macht“, erklärt er.

Zwei Topplatzierungen in Folge

Vor zwei Jahren hatte er im Hammer Osten die Nachfolge von Leon Schmitz angetreten, nachdem er aufgrund von drei Kreuzbandrissen seine Spielerkarriere beenden musste. In seiner ersten Saison hatte er den VfL hinter dem SVE Heessen auf Platz zwei geführt. In der aktuellen Spielzeit hatte Mark beim Abbruch Ende Oktober 2020 auf Rang eins gelegen und sich große Chancen ausgerechnet, den anvisierten Sprung in die Bezirksliga zu schaffen. „Leider können wir uns für diese guten Platzierungen nichts kaufen“, sagt der Coach.

Das Versäumte würde Schulzki nur zu gerne mit seinen Schützlingen im kommenden Jahr nachholen, doch er weiß selbst, wie schwer diese Aufgabe sein wird. „Wir werden wieder eine sehr junge Mannschaft ins Rennen schicken. Ich traue den Jungs zu, in einem Spiel jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen. Aber ob wir am Ende die nötige Konstanz haben und mit einem übermächtigen VfL Kamen mitzuhalten, bleibt abzuwarten“, peilt Schulzki daher erst einmal eine Platzierung in den Top drei oder vier an.

Kevin Schulzki bleibt Trainer beim VfL Mark.

Eigengewächse in den Startlöchern

Zudem werden einige der routinierten Spieler gar nicht mehr oder nicht mehr in dem gewohnten Umfang zur Verfügung stehen. So wird Leon Schmitz nach Köln ziehen, andere Akteure müssen noch abwägen, wie viel Zeit sie noch für den Fußball investieren können und wollen. „Diese Jungs waren aber auch schon zuletzt nicht mehr unsere tragenden Säulen“, betont der Coach, der sich mit Patrick Südhoff, Simon Kaule, Leon Wenglorz und Simon Heyna wieder auf spielstarke Eigengewächse aus der A-Jugend freut, mit denen er in der kommenden Saison zusammenarbeiten kann.

Zudem stößt aus der U19 der Hammer SpVg Til Blank zum VfL. „Diese Jungs sind alle motiviert und fit. Das ist in der Kreisliga A, wenn bei anderen Teams ab der 70. Minute die Kräfte schwinden, nicht zu verachten“, so Schulzki, der auch noch mit ein, zwei externen Neuzugängen in Kontakt ist.

Um die Nachwuchskräfte entsprechend zu fördern und zu fordern, wird er – so weit es sein Job erlaubt – in der nächsten Spielzeit wieder dreimal pro Woche mit seinem Team trainieren. „Die Jungs sind alle sehr wissbegierig und ziehen gut mit. Die älteren Spieler zeigen mir da zwar ab und an schon mal den Vogel, aber die jüngeren verlangen das quasi“, erklärt er und setzt natürlich weiterhin auf den guten Zusammenhalt in der Mark, wo sich die Jungs nicht nur zum Fußballspielen treffen.

„Dieses Familiäre zeichnet den VfL einfach aus. Als ich nach meinem ersten Seniorenjahr von Rot-Weiss Ahlen hierhin gekommen bin, habe ich erleben dürfen, dass in der Mark alle beste Freunde sind, die freitags und samstags was zusammen machen“, erklärt Schulzki.

B-Lizenz für alle Fälle

Dennoch kann er sich vorstellen, sich in absehbarer Zukunft auch einem höherklassigen Verein anzuschließen. So plant er, die Trainer-B-Lizenz zu absolvieren, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. „Klar würde ich irgendwann gerne ein Stück weit höher trainieren“, sagt er. Doch jetzt gilt seine ganze Konzentration der kommenden Saison beim VfL – und wer weiß, vielleicht schafft er ja mit seinen Markern den Sprung in die nächsthöhere Liga.

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