Fußball

Kevin Messner: So schwört sich der SVE auf die Relegation ein

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Das Kribbeln vor dem Relegationsspiel um den Bezirksliga-Aufstieg: Kevin Messner vom SVE Heessen.

Wenn der SVE Heessen am Sonntag (17 Uhr beim FC TuRa Bergkamen) im Relegationsspiel gegen die SG Massen mit einem Sieg den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga schaffen sollte, dann wird sich für Kevin Messner ein Kreis schließen – für den 27-Jährigen Grund genug, anschließend seine Karriere zu beenden.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga des SVE Heessen vor sieben Jahren hatte Kevin Messner das Team aus dem Marienstadion verlassen und war für vier Spielzeiten zum SV Westfalia Rhynern gewechselt. Dort spielte er anfangs in der Reserve, später gehörte er auch zum Oberliga-Kader der Papenloh-Elf, ehe es ihn wieder in seine Heimat nach Heessen zurückzog. 

„Wenn wir jetzt am Sonntag mit dem SVE in die Bezirksliga zurückkehren, werde ich mich anschließend mit ein paar Bierchen in unser Vereinsheim setzen und allen erzählen, wie das mit dem Ab- und jetzt mit dem Aufstieg war“, sagt Messner – und fügt hinzu: „Mein Entschluss, danach Schluss zu machen, steht. Ich bin da mit mir absolut im Reinen, zumal ich im Sommer ja auch Vater werde.“

Vorher aber will er mit dem SVE noch die angepeilte Rückkehr in die Bezirksliga perfekt machen. Die Meisterschaft in der Kreisliga A, die die Heessener vor zehn Tagen mit dem Sieg über den VfL Mark gefeiert hatten, war nur der erste Schritt und hat lediglich für verhaltene Jubelstürme gesorgt. 

"Haben den Aufstieg noch nicht in der Tasche"

„Klar haben wir gut gefeiert, aber unser Ziel war nun mal von Anfang an der Aufstieg. Und den haben wir noch nicht in der Tasche“, betont Messner, der sich genauso wie manch anderer darüber ärgert, dass er und seine Teamkollegen nach dem Titelgewinn nicht auf direktem Weg den Sprung in die Bezirksliga machen durften, sondern zumindest noch ein, vielleicht sogar auch zwei weitere Entscheidungsspiele bestreiten müssen.

Die erste Chance haben die Heessener am Sonntag ab 17 Uhr gegen die SG Massen, die sich bis zum Ende in der Kreisliga A 2 mit dem TSC Kamen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatte und sich bei Punktgleichheit (jeweils 75) am vergangenen Wochenende nur aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Meisterschaft sicherte. 25 Siege bei drei Niederlagen hatte die SG eingefahren – es kommt also eine schwere Aufgabe auf den SVE zu. „Wie stark Massen ist, kann ich gar nicht einschätzen, weil man nicht weiß, wie die Qualität der Parallelstaffel ist“, meint Messner. „Wir müssen uns mit unserer Statistik jedenfalls nicht verstecken. Wir sind im Jahr 2019 noch ungeschlagen – und das wollen wir am Sonntag auch bleiben.“

Messner sieht sich und SVE bestens aufgestellt für die SG Massen

Entscheidend, so meint Messner, wird aber nicht nur das fußballerische Können sein, sondern „die Erfahrung und der Charakter“ werden nach Meinung des SVE-Routiniers die wichtigste Rolle spielen. Und mit Akteuren wie Rouven Meschede, Keeper Cedric Packheiser, Innenverteidiger Dominik Giffey und sich selber sieht er seine Heessener Mannschaft bestens aufgestellt für das Duell mit der SG Massen. „Ich denke, wir haben da die richtigen Leute, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden“, meint Messner, der in dieser Woche den Schalter in den Wettkampfmodus legen muss.

Denn während andere Teams ausgiebig ihrer Meisterschaften oder den Klassenerhalt gefeiert haben und nun die Füße hochlegen können oder nach Mallorca geflogen sind, steht für den SVE die wichtigste Phase der Saison noch an. „Klar war nach dem Sieg über die Mark und dem Titelgewinn die Spannung etwas weg“, gesteht Messner ein. „Aber jetzt fiebern wir alle der Begegnung am Sonntag entgegen. Bei uns ist wieder Feuer drin, man spürt schon, wie es kitzelt.“

Bei einer Niederlage zwei weitere Entscheidungsspiele gegen Bielefelder Klub

Sollten die Heessener über die SG Massen triumphieren, wäre der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Sollte der SVE verlieren, hat er anschließend in zwei weiteren Partien gegen den FC Türk Sport Bielefeld, den Zweiten aus der Kreisliga A Bielefeld, eine weitere Chance, den Sprung perfekt zu machen. „Wir wollen hoch. Am liebsten direkt am Sonntag, zur Not über die zweite Runde“, sagt Messner. 

„Wichtig ist am Ende nur, dass wir es schaffen. Denn wenn man dieses Ziel verpasst und weiter in der Kreisliga spielen muss, dann ist das sehr schwer. Das haben wir alle vor ein paar Jahren beim VfL Mark gesehen, der es nach seiner tollen Saison auch verdient gehabt hätte, in die Bezirksliga aufzusteigen, es aber leider nicht geschafft hatte.“

Der SVE Heessen ist Meister der Kreisliga A 2019

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