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Keine rosigen Aussichten für Westfalia Rhynern

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Von: Patrick Droste

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Einsatz fraglich: Rhynerns Marvin Joswig (links).
Einsatz fraglich: Rhynerns Marvin Joswig (links). © Reiner Mroß/Digitalbild

Auswärts, ungewohnter Kunstrasen, definitive Ausfälle, einige Fragezeichen und ein gut in die Saison gestarteter Gegner – es sind nicht unbedingt die rosigsten Aussichten beim SV Westfalia Rhynern vor der Partie der Fußball-Oberliga am Sonntag beim wiedererstarkten TuS Erndtebrück (14.30 Uhr, Pulverwaldstadion).

Hamm - Michael Kaminski lässt sich von diesen schlechten Vorzeichen aber in keiner Weise beeindrucken. „Jammern ist nicht mein Ding. Wir haben keinen Druck, die Jungs sollen befreit aufspielen“, sagt der Trainer und zeigt sich betont gelassen vor der weiten Fahrt in den Kreis Siegen-Wittgenstein.

Fragezeichen hinter einem Quartett

In der Tat haben die Gastgeber die lange Corona-Pause gut genutzt, um ihre Mannschaft neu zusammen zu stellen. Denn der TuS hat bei einem weniger absolvierten Spiel als die Westfalia 15 Zähler auf dem Konto und kann durch einen Sieg mit den Rhyneranern gleichziehen. „Das wird eine schwere Aufgabe“, betont Kamsinski, der mit großen personellen Sorgen zu kämpfen hat. Neben den Langzeitverletzten wie zum Beispiel Lennard Kleine stehen hinter den Einsätzen von Marvin Joswig (Prellung), Christopher Stöhr (Zerrung), Jan Kleine (krank) und Hakan Sezer (muskuläre Probleme) dicke Fragezeichen. „Es kann sein, dass alle vier ausfallen“, sagt Kaminski, der am Donnerstag beim Training lediglich 14 Feldspieler zur Verfügung und am Dienstag sogar selbst bei der Übungseinheit mitgewirkt hatte. „Dann kommen eben die Jungs zum Einsatz, die zuletzt hinten dran standen. Denen gehört auch mein Vertrauen“, nimmt er die Personalsituation aber gelassen zur Kenntnis. „Letztlich erwarte ich von jedem Spieler, der bei uns aufläuft, dass er an seine Leistungsgrenze geht und 100 Prozent bringt. Nur wenn das gegeben ist, können wir siegreich sein.“

Allerdings war die Westfalia in dieser Saison auf des Gegners Platz erst einmal erfolgreich – und zwar vor vier Wochen bei den Sportfreunden Siegen (3:0). Alle anderen Auswärtsspiele gingen verloren. In Sprockhövel gab es mit 0:5 eine deutliche Klatsche, in Ennepetal (2:3), in Wattenscheid (2:3) und in Gütersloh (1:2) waren die Rhyneraner nur knapp unterlegen. „Die Bilanz spricht nicht unbedingt für uns. Aber wenn man sieht, wie unglücklich wir dreimal einen Zähler verpasst haben, dann weiß man, dass wir auch in Erndtebrück nicht chancenlos sind“, betont Kaminski. Denn der Coach weiß nur zu gut, wie wichtig ein weiterer Punktgewinn für seine Mannschaft wäre, wenn sie sich weiter im vorderen Drittel der Tabelle festsetzen und vor allem den Platz in der Aufstiegsrunde sichern will. „Wenn wir da bleiben wollen, wo wir derzeit stehen, wäre es schon wichtig, etwas Zählbares mitzubringen.“

In Siegen ging der Matchplan auf

In Siegen war dies seinem Team auf beeindruckende Weise gelungen. Da hatte die Westfalia ein bisschen tiefer gestanden und dann bei Ballgewinn mit viel Tempo die Platzherren vor Probleme gestellt. „Ob das wieder unser Matchplan sein wird, weiß ich noch nicht. Ich muss erst einmal abwarten, welche Spieler uns zur Verfügung stehen“, sagt der Coach, hätte aber nichts dagegen, wenn das, was in Siegen funktioniert hatte, auch am Sonntag im 30 Kilometer entfernten Erndtebrück klappen würde.

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