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Kein „Rehbein“ - SVE Heessen und SG Bockum-Hövel sagen Hallenturniere ab

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Von: Rainer Gudra

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Das Corona-Virus wird auch den Budenzauber in der Winterpause beeinflussen. In Hamm wurden jetzt zwei große Hallenfußballturniere abgesagt.

Hamm - Der SVE Heessen hat das Anton-Rehbein-Gedächtsnisturnier zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Und auch die SG Bockum-Hövel meldete, dass die im Januar und Februar vorgesehenen Hallenfußball-Veranstaltungen in der Sophie-Scholl-Halle abgesagt worden sind.

Das Ja des geschäftsführenden Vorstands für das Aus des traditionellen Budenzaubers in der Sachsenhalle – geplant vom 26. bis zum 31. Dezember – bestätigte SVE-Geschäftsführer Konstantin Rühl am Freitag. „Wir wollen die Verantwortung in der jetzigen Corona-Situation nicht weiter tragen“, sagte er.

Zudem sei ja bereits klar gewesen, dass das Turnier nicht in der gewachsenen Form hätte stattfinden können: „Nachdem Rhynern und Wiescherhöfen bereits abgesagt hatten, war auch der sportliche Wert infrage gestellt.“ Rühl: „Und eigentlich ist es ja auch ein Treffpunkt für die gesamte Hammer Szene. Unter den gegebenen Umständen würde da ebenfalls der Spaß verloren gehen.“ Auch der finanzielle Aspekt spiele eine Rolle.

Duelle in der Sachsenhalle - wie hier zwischen Bockum-Hövel und Pelkum - wird es auch in diesem Winter nicht geben.
Duelle in der Sachsenhalle - wie hier zwischen Bockum-Hövel und Pelkum - wird es auch in diesem Winter nicht geben. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Sanierungsarbeiten ohne Einfluss

Die Sanierungsarbeiten im Foyer und dem Thekenbereich in der Sachsenhalle hätten keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, sagt der Geschäftsführer: „Da hatten wir schnell ein neues Konzept.“ Überhaupt sei die Vorbereitung auf das 2021er Turnier nicht vergebens gewesen: „Das, was wir da erarbeitet haben, ist zukunftsweisend und macht das Turnier vielleicht sogar noch eine Ecke besser.“

Die SG Bockum-Hövel verschickte am Donnerstag die Absagen an die Vereine, die bereits zugesagt hatten. „Uns ist das Risiko für alle Beteiligten zu groß, zumal wir nur eine Tribünenseite haben und sich Teilnehmer und Zuschauer mischen“, sagt der 2. Vorsitzende Mischa Faesing. Und für Geschäftsführer Holger Blank ist „in diesem Fall auch 2G keine Option. Das sind geschlossene Räume“. Außerdem, sagt Faesing: „Wir können nicht jedes Turnier vier, fünf Wochen lang vorbereiten und wissen am Ende nicht, wie sich das Virus entwickeln wird.“ Die SG wollte ursprünglich am ersten Wochenende im neuen Jahr mit den Senioren starten und bis in den Februar hinein Turniere für alle Altersklassen anbieten.

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