Kein Protest aus Rostock: ASV-Unentschieden offiziell

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Jan Brosch

HAMM - Die Handball-Partie der 2. Bundesliga zwischen dem HC Empor Rostock und ASV Hamm-Westfalen hatte einige Aufreger zu bieten. Angefangen beim Treffer der Gastgeber zum 24:24-Endstand in letzter Sekunde bis hin zu den vier Roten Karten. Doch am Ende der Begegnung gab es nur noch ein Gesprächsthema, das die Beteiligten auch am Tag danach noch beschäftigte: das „Phantomtor“.

In der fünften Minute hatten die Gäste durch Jan-Lars Gaubatz einen Treffer zum 1:4-Zwischenstand erzielt, die Zeitnehmer diesen jedoch innerhalb von zehn Sekunden gleich doppelt eingegeben (1:5). Doch statt diesen Fehler zu korrigieren, wurde die Begegnung normal fortgesetzt (Wa berichtete). Noch nach Spielschluss hatten die Verantwortlichen des HC Empor in Person ihres Vorsitzenden Jens Gienapp angekündigt „auf jeden Fall Protest“ gegen die Wertung der Partie einlegen zu wollen. Von diesem Vorhaben nahm der HC Empor tags drauf allerdings Abstand, da nach WA-Informationen von den Verantwortlichen der Handball Bundesliga (HBL) allenfalls eine Neuansetzung der Partie in Aussicht gestellt worden sei, falls dem Protest vor dem Sportgericht stattgegeben werde.

„Ob es zu einem Wiederholungsspiel gekommen wäre, weiß ich nicht“, sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Aber in der Pause gab es ja bereits eine Diskussion zwischen Schiedsrichtern, Zeitnehmern und den Offiziellen. Und die Unparteiischen waren nicht bereit, das amtlich eingegebene Ergebnis in irgendeiner Weise zu korrigieren. Sie haben uns zu verstehen gegeben, dass der Spielstand korrekt ist. Das war eine Tatsachenentscheidung.“ Und Trainer Kay Rothenpieler ergänzte, dass das Thema für ihn keines mehr sei: „Empor hat keinen Protest eingelegt. Dann ist das so – zumal die Rostocker Bank ja auch in der Situation sofort hätte reagieren müssen, als es ihr aufgefallen ist.“ - güna

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