Lennard Kleine fühlt sich in Rhynern richtig wohl

+
Lennard Kleine

HAMM - Das erste Jahr war zum Reinschnuppern, das zweite zum Akklimatisieren – und im dritten startet Lennard Kleine nun richtig durch. Der 21 Jahre alte Angreifer des SV Westfalia Rhynern stand bislang in allen elf Spielen in der Anfangsformation des Fußball-Oberligisten, hat schon sieben Treffer erzielt, sechs Tore vorbereitet und damit seinen Teil dazu beigetragen, dass die Papenloh-Elf auf Tabellenplatz drei rangiert.

„Es passt einfach bei uns. Es macht einen riesengroßen Bock, in dieser jungen Mannschaft zu spielen“, erklärt Kleine, der in Hamm Sport und Gesundheitstechnik studiert.

Mit drei Jahren hatte er beim SV Westfalia mit dem Fußballspielen angefangen und hat seinem Heimatverein seitdem immer die Treue gehalten. „Als ich in der Jugend war, hatte ich immer das Ziel vor Augen, in der ersten Mannschaft aufzulaufen“, erinnert er sich. Dieser Wunsch ging vor drei Jahren in Erfüllung, als er von den A-Junioren direkt den Sprung in den Oberliga-Kader schaffte. In seiner ersten Seniorensaison war er allerdings meist nur ein Mitläufer – mittlerweile ist er aus dem Team überhaupt nicht mehr wegzudenken. „Ich brauche immer etwas länger, um anzukommen und um mich wohlzufühlen“, erklärt er. „Das ist bei mir eine Kopfsache.“ Dass Trainer Björn Mehnert in der Sturmspitze in jeder Partie auf ihn setzt, hat das Selbstvertrauen und damit auch die Leistungsfähigkeit bei dem Angreifer gesteigert – eine Entwicklung, die in Rhynern mit großer Zufriedenheit zur Kenntnis genommen wird. Denn nach dem Abgang von Top-Torjäger Stanislaw Iljutcenko zum Drittligisten VfL Osnabrück im Sommer 2013 verfügt die Westfalia nun wieder über einen äußerst gefährlichen Angriff.

Dass Kleine, dessen Vertrag im Sommer 2015 ausläuft, am Ende der Spielzeit einen ähnlichen Schritt wie Iljutcenko wagen könnte, ist für ihn derzeit aber noch kein Thema. „Wenn mir ein entsprechenden Angebot vorliegen würde, weiß ich nicht, wie ich reagieren würde“, sagt der Student – und fügt gleich die Erklärung hinterher: „Ich fühle mich hier doch wohl. Mein Studium ist mir wichtig, und den Riesenehrgeiz, Profi zu werden, habe ich auch nicht.“ - –pad–

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare