Kein großer Umbruch bei Aufsteiger SVE Heessen – Sahin zum TSC

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Für das SVE-Trainergespann Marian Christel (Bildmitte) und Frank Sadowsky war das Aufstiegsspiel gegen Hombruch eine emotionale Berg- und Talfahrt.

Hamm - Zum Glück gibt es im ägyptischen Hotel W-Lan. Am Dienstag fliegt Marian Christel in den Urlaub, an diesem Tag endet auch die Wechselfrist im Amateurfußball. Und es gibt für den Trainer des SVE Heessen noch so viel zu klären. Die Frage nach der Liga-Zugehörigkeit allerdings nicht mehr. Die beantworteten seine Spieler am Sonntag mit einem irren 5:0-Sieg nach Verlängerung über den Hombrucher SV II.

Wenn sie sich am 13. Juli zum lockeren Trainingsauftakt wiedersehen, bereiten sie sich auf die Bezirksliga vor, nicht mehr auf die Kreisliga A. Christel hatte nach dem Schlusspfiff des exzellenten Schiedsrichters Armin Sieber (Haltern) und der emotionalen Berg- und Talfahrt des entscheidenden Aufstiegsspiels ein paar Minuten gebraucht, um seinen Tunnelblick wieder zu weiten und die Gedanken zu sortieren. Bei den Feierlichkeiten am Marienstadion ließ es der 46-Jährige am Abend ruhig angehen. Bei seinen Spielern war er sich da nicht so sicher: „Meine Jungs sind später noch weitergezogen“, sagte Christel am Tag danach.

„Meine Jungs“ – das passt. Als Christel den SVE vor drei Jahren nach dem Abstieg in der Kreisliga A übernahm, musste er das Team neu aufbauen. Er holte Benedikt Vogel, Konstantin Rühl, Marvin Dick, Alessandro Palermo, Philipp Barmführer, Daniel Horak, Marvin Böhme und Andreas Betke zum Teil aus der Jugend. Sie alle gehören zur Aufstiegsmannschaft. „Ich habe dem Vorstand damals gesagt: Ich brauche drei Jahre, um an die Tür zur Bezirksliga zu klopfen“, sagte Christel. Jetzt, genau drei Jahre später, klopfte der SVE an. Und trat ein.

Die Spieler haben ihre Aufgabe erledigt. Jetzt sind die Verantwortlichen dran. Wegen des späten Termins der Aufstiegsrunde und dem nahenden Ende der Wechselfrist traf sich Christel schon direkt am Montag mit dem Sportlichen Leiter Oliver Gutsche, um sich über Personalien abzustimmen. Umkrempeln wollen sie den Kader nicht: „Riesengroß verstärken werden wir uns nicht“, sagt der Trainer, für den es in der nächsten Saison nur um den Klassenerhalt geht. Ein wichtiger Baustein bricht den Heessenern weg. Abdullah Sahin, der in der Winterpause vom Landesligisten Hammer SpVg II kam, um die Effizienz im Angriff zu erhöhen, wird den Club verlassen und sich dem künftigen Liga-Rivalen TSC Hamm anschließen. „Das ist für uns ein Riesenverlust“, so Christel.

Neu zum SVE stößt Torwart Christoph Graf (Fortuna Walstedde), dazu werden zwei A-Junioren aus dem eigenen Nachwuchs zu den Senioren aufrücken. Wer noch kommt, soll sich möglichst bald entscheiden. „Wir müssen schnell handeln“, sagt Christel. Zum Glück gibt es im ägyptischen Hotel W-Lan.

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