Ab dem 15. Juni

So kehren die Hammer Vereine in die Hallen zurück

Martin Vatheuer macht sich bereit: Der Vorsitzende und die Tischtennisspieler des TTC GW Bad Hamm dürfen ab kommender Woche wieder in die Halle.
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Martin Vatheuer macht sich bereit: Der Vorsitzende und die Tischtennisspieler des TTC GW Bad Hamm dürfen ab kommender Woche wieder in die Halle.

Auf diese Nachricht aus dem Büro des Oberbürgermeisters haben die Hammer Vereine gewartet. Ab dem 15. Juni wird der Betrieb in den städtischen Sporthallen für den Vereinssport frei gegeben.

Hamm - Täglich ab 16 Uhr können die Klubs dann wieder ihrem Sport nachgehen – allerdings unter Einhaltung der jeweils geltenden Corona-Einschränkungen.

Obwohl für die Handballer jetzt eigentlich die trainingsfreie Zeit beginnt, hat Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ein Konzept erarbeitet, mit dem am kommenden Montag der Re-Start in der Halle vollzogen werden kann – zumindest für den Nachwuchs. „Wir fangen mit dem Jugendbereich wieder an, damit hier der soziale Aspekt abgedeckt wird“, sagt ASV-Koordinator Christof Reichenberger. „Bereits in dieser Woche sind wir auf dem Sportplatz, ab der nächsten geht es dann für die A- bis D-Jugend in die Halle, damit sie vor den Sommerferien wenigstens noch ein-, zweimal den Ball aufs Tor werfen können.“

Hygieneschulung mit den Trainern

Um den Regelkatalog umsetzen zu können, wurden die ASV-Übungsleiter darin unterwiesen, welche Maßnahmen sie umzusetzen haben. „Wir haben eine Hygieneschulung mit den Trainern gemacht, haben uns aus den Vorgaben des Deutschen Handball-Bundes, des Handballverbands Westfalen und der Stadt die Unterlagen gebaut, die die Regeln für die Spieler dokumentieren werden. Da haben wir ein paar Stündchen an Arbeit reingesteckt“, sagt Reichenberger, der die Handhabung der Nachbarstädte und Gemeinden als Richtlinie nutzen konnte, „aufgrund der Tatsache, dass in den Nachbarstädten alle schon viel weiter sind.“ Denn die Lockerungen in der Corona-Pandemie handhabt jede Stadt anders. Hamm ist da eher spät dran.

Die Zahl der Trainierenden wird zunächst auf zehn Aktive pro Hallenhälfte reduziert sein. Diese dürfen dafür auch wieder Kontakt haben, sprich in die Zweikämpfe gehen. „Dass das Training Mann gegen Mann möglich sein wird, ist schon einmal ein Schritt nach vorne“, freut sich Reichenberger. Es darf jedoch immer nur eine Mannschaft während der Übungseinheit in der Halle sein. Nach dem Training müssen alle benutzten Geräte gereinigt werden, die Duschen dürfen nicht genutzt werden, und die nächste Mannschaft darf die Halle erst betreten, wenn die vorherige sie verlassen hat.

Für die Spielerinnen und Spieler der Seniorenteams wird sich nichts ändern. Die Saison ist beendet und die Aktiven werden erst zur Vorbereitung in die Hallen kommen. „Wann das sein wird, ist abhängig davon, wie die Spielpläne aussehen werden und wann der Saisonstart vorgesehen ist“, erklärt Reichenberger.

Beim Hammer SC kehrt der Großteil nach den Ferien zurück

Ganz besonnen reagiert der Hammer SC 08, mit über 5000 Mitgliedern der größte Sportverein der Stadt, auf die Hallenöffnungen. „Wir haben es unseren Abteilungen freigestellt, ob sie Angebote machen wollen oder nicht“, sagt Geschäftsführer Kai Hegemann. „Der Großteil will erst nach den Sommerferien starten, lediglich einige Turn- und Gymnastikgruppen, die derzeit schon in unserem Sportpark draußen trainieren, wollen jetzt auch in die Halle.“ Wie Hegemann erklärt, seien für einige Sportarten die Hygieneregeln nur sehr schwer umsetzbar. „Die Kampfsportarten fallen schon weg, da man barfuß nicht in die Halle darf“, so der Geschäftsführer. „Auch was das Schwimmen angeht, ist es problematisch. Ins Lehrschwimmbecken der Dietrich-Bonhoeffer-Schule dürfen auf Grund der Größe gerade einmal vier Leute. Was sollen wir da anbieten?“, fragt Hegemann.

Einige Abteilungen mehr werden beim TuS 59 den Weg zurück unters Hallendach finden. „Wir wollen mit möglichst vielen Mitgliedern wieder starten“, sagt Geschäftsführerin Tina Wilke. Bis kommenden Montag arbeite der Verein noch an der Feinabstimmung, nachdem den Hammer Klubs am Dienstag ein Schreiben vom Stadtsportbund (SSB) mit Verhaltensregeln zugestellt worden ist. „Fitnessübungen werden sicher stattfinden können. Natürlich mit Abstand. Bei Kontaktsportarten wie Taekwondo und Ju-Jutsu stehen zunächst Einzelübungen auf dem Programm“, sagt Charline Cordes aus der Kursverwaltung. Die Halle des Märkischen Gymnasiums, Heimat der HammStars, bleibt aufgrund von Renovierungsarbeiten vorerst geschlossen. „Die Nachwuchs-Basketballer würden gerne starten“, so Cordes. „Vielleicht können sie auch draußen trainieren.“ So wie es die Leichtathleten im Jahnstadion handhaben.

Der TTC GW Bad Hamm freut sich schon

Die Tischtennis-Spieler des TTC GW Bad Hamm nehmen ab sofort mittwochs bis freitags ihren gewohnten Trainingsbetrieb in der Hammonense- und Friedensschule-Halle auf. „Unsere Mitglieder freuen sich. Wir sind gut vorbereitet“, sagt GW-Vorsitzender Martin Vatheuer, zugleich Corona-Beauftragter des Vereins. Über ein Online-Meldesystem des Deutschen Tischtennis-Bundes buchen die Spieler ihre Tische zu festen Zeiten. Die Bälle werden gekennzeichnet. Jeder Akteur soll nur mit seinem Spielgerät in Kontakt kommen. „Doppel werden wir nicht spielen“, betont Vatheuer. Und: „Natürlich gibt es Routinen wie die Hand am Tisch abzuwischen oder den Ball zu fangen. Aber das wird sich einspielen.“

Beim VfL Mark kümmern sich die einzelnen Abteilungen um die Beschaffung der notwendigen Hygienemittel. Online-Formulare, die es auszufüllen gilt, sammelt der Vorsitzende Jörg Wedekind und leitet sie dann an die Stadt weiter. Wedekind betont: „ Wir halten uns weiter daran, was die Stadt uns vorgibt.“

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