Hammer SpVg verliert in Sprockhövel mit 2:3

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Sprockhövels Ülker (links) schirmt den Ball gegen Akdag ab.

SPROCKHÖVEL - Die Hammer SpVg hat ihre Serie unglücklicher Auftritte fortgesetzt. Der Fußball-Oberligist verlor die vorgezogene Partie bei der TSG Sprockhövel am Freitagabend mit 2:3 (0:1) – und zwei Spieler. Damir Kurtovic sah die Rote Karte, Dursun Akdag Gelb-Rot.

„Das ist ein Wahnsinn“, sagte Hamms Trainer Goran Barjaktarevic, dessen Team zum vierten Mal in Folge ohne Sieg geblieben war, kurz nach der Partie. Er ärgerte sich vor allem über die Szene in der 62. Minute, als Schiedsrichterin Kathrin Heimann beim Stand von 1:1 Kurtovic vom Platz stellte, nachdem dieser laut Assistent Marcel Brinkpeter seinem Gegenspieler mit der flachen Hand auf den Kopf geschlagen hatte. Mitbekommen hatten das die wenigsten im Baumhof-Stadion, selbst viele TSG-Akteure nicht. „Gerade in der Phase, in der die Führung für uns in der Luft lag, kommt sowas. Da kannst du nur den Kopf schütteln“, sagte Barjaktarevic, der sich allerdings erst ein Video der Szene ansehen möchte, bevor er weiter urteilen will.

Seine Spieler hatten in der ersten Halbzeit zwar meist den Ball, doch große Räume überbrückten sie damit nicht. Meist schoben sie ihn sich in der eigenen Hälfte zu. Sobald es über die Mittellinie ging, wuchs der Widerstand der bis dahin sieglosen Sprockhöveler schlagartig. Mit Ausnahme eines leidlich gefährlichen Schusses von Semih Yigit (28.) blieb die HSV harmlos.

Anders die Gastgeber. Die versuchten es immer wieder über ihre schnellen Außen Berkant Canbolat und Hasan Ülker. Letzterer staubte nach einem Flankenlauf von Aldin Hodzic zum 1:0 ab (21.). Vorausgegangen war ein Fehlpass von Kevin Kisyna. Der Torschütze hatte in der Folge Chancen, auf 2:0 zu erhöhen. Zweimal nutzte er seine Tempovorteile gegen Michael Kaminski und Kurtovic und brachte sich in gute Schussposition, doch beide Male (26., 29.) vergab er. Bis zum Pausenpfiff gab es neben vielen Foul-Unterbrechungen nur noch einen Aufreger im Strafraum – als Sprockhövels Philipp Rößler der Ball an die Hand sprang. Das zumindest reklamierten Hamms Spieler. Heimann ließ aber weiterlaufen.

Barjaktarevic reagierte auf den neuerlichen Rückstand – der fünfte im fünften Saisonspiel. Er brachte zur zweiten Halbzeit die Offensivkräfte Seyit Ersoy und Emre Demir für Kisyna und Dennis Jungk. Das hatte bald Erfolg. Demir zog inmitten der HSV-Drangphase zum 1:1 ab (53.). Diese endete jäh in der 62. Minute mit der Roten Karte gegen Kurtovic und den Elfmeter für Sprockhövel. Die HSV-Spieler konnten die Entscheidung nicht fassen – und mussten zu allem Überfluss mit ansehen, wie Alexander Meister den Strafstoß sicher zum 2:1 versenkte (65.). Die Hammer Offensive erlahmte, Sprockhövel kam auf – und in der 81. Minute zum 3:1 durch Rößler (81.). Die Gäste steckten nicht auf, drängten in Unterzahl auf den Anschluss. Den schafften sie auch; Yigit erzielte ihn in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Die letzte HSV-Aktion der Partie war jedoch eine unerfreuliche: Akdag sah nach einem Foul an Hodzic Gelb-Rot. - sst

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