Rollhockey-Bundesliga

Karschaus Ausfall schmerzt SKG: Herringen unterliegt mit schwacher Penalty-Bilanz in Cronenberg

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Cronenberg - Diese Auswärtsreise hat sich die SK Germania Herringen anders vorgestellt. Beim RSC Cronenberg unterlag der Meister der Rollhockey-Bundesliga mit 2:3 nach Verlängerung und Penaltyschießen. Eine schwache Penalty-Bilanz brachte die Herringer auf die Verliererstraße.

Bereits nach sechs Minuten lagen die Herringer durch Tore von Bürki und Ruth mit 0:2 in Rückstand. Nach diesem Rückschlag kam mehr Konzentration ins Herringer Spiel. Neuzugang Christoph Rindfleisch erzielte in der 13. Minute zunächst den Anschlusstreffer, glich das Ergebnis in der zweiten Halbzeit mit einem platzierten Schuss in den Torwinkel aus (32.)

Kurz zuvor (30.) hatte die Germania bereits per Penalty die Möglichkeit zum Ausgleich. Diese ließ sie jedoch ungenutzt. Es war der erste von insgesamt acht (!) vergebenen SKG-Penaltys der SKG. 

Zunächst hatte Robin Schulz den Ball in der 35. Minute auf dem Punkt liegen, scheiterte jedoch ebenfalls am Keeper. Die Chance zum Führungstreffer war damit vergeben - weitere Tore brachte die reguläre Spielzeit nicht. Dies galt auch für die zehnminütige Verlängerung. So ging es ins Penalty-Schießen, in dem sich zumindest die Herringer Feldspieler - aber auch die Cronenberger - nicht mit Ruhm bekleckerten. 

"Da muss man die Torhüter hervorheben"

Beide Mannschaften scheiterten mit den ersten fünf Schüssen. "Da muss man vor allem die starke Leistung beider Torhüter hervorheben", betonte der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. 

Cronenbergs Spielertrainer Jordi Molet schaffte es als erster und einziger Penaltyschütze, den Ball im Tor unterzubringen. Denn auf Herringer Seite scheiterte im Anschluss auch Lukas Karschau und besiegelte damit die Niederlage der Gäste.

Ein Leistungsträger hinterlässt große Lücke

Auf Herringer Seite machte sich der Ausfall von Leistungsträger Kevin Karschau, der am Donnerstag mit leichten Schmerzen passen musste und am Freitag ins Krankenhaus kam, wo ihm eine Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert wurde, bemerkbar.

Robin Schulz kam nach einer Verletzungspause erst vor einer Woche zurück ins Training, konnte seine volle Leistung ebenfalls nicht aufs Feld bringen.

Die Analyse des 1. Vorsitzenden

"Wir konnten das Spiel nicht wie gewohnt aus der Abwehr in Ruhe aufbauen. Gegen diese junge Truppe sind wir immer direkt in einen offenen Schlagabtausch geraten. Beide Mannschaften hatten gute Chancen, auf unserer Seite lagen mehr Spielanteile", meinte Brandt: "Vor der Halbzeit hätten wir ausgleichen müssen. Mit den Penaltys während der regulären Spielzeit hätten wir den Sack zumachen müssen."

Die Herringer hätten gewusst, dass die Cronenberger anders auftreten würden als noch in der Vorsaison. "Sie haben sehr gute Nachwuchsspieler und werden diese Saison gute Chancen haben, oben mitzuspielen", meinte der SKG-Boss.

"Das wird im Training bestimmt ein Thema sein"

Zu der schlechten Penalty-Ausbeute sagte Brandt: "Wenn man von acht Penaltys keinen einzigen reinmacht, spricht das nicht für die Schützen. Das wird im Training bestimmt ein Thema sein. Heute hat sich einfach bemerkbar gemacht, dass mit Kevin Karschau ein sicherer Schütze gefehlt hat."

Auf Kevin Karschau wird die SKG voraussichtlich vier Wochen verzichten müssen. Somit wird er wohl auch im kommenden Spiel, in dem es gegen den neuen Tabellenführer aus Remscheid geht, schmerzlich von der SKG vermisst werden.

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