Kanuslalom: Zweiter Weltcup für Schubert und Schornberg

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Sebastian Schubert

KRAKAU - Der Jubel von Jasmin Schornberg über den Weltcup-Sieg auf ihrer Lieblingsstrecke in Prag ist noch nicht ganz verhallt, da geht es für die Slalom-Kanutin und ihren Teamkollegen Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm schon mit dem nächsten Rennen weiter.

Im polnischen Krakau wird ab Freitag der zweite von fünf Wettbewerben um den Sieg im Gesamt-Weltcup ausgetragen. Und beide Hammer Spitzenathleten sind zuversichtlich, dass sie eine gute Rolle spielen können – allerdings aus verschiedenen Gründen. Denn während Schornberg in Prag ihre größten Erfolge feiern durfte, bezeichnet Sebastian Schubert Krakau als seinen Lieblingskurs. „Jetzt kommt Sebastians Strecke – ich bin gespannt, wie das Rennen für ihn laufen wird“, hofft Schuberts Heimtrainer und Vater Jürgen Schubert auf positive Kunde aus Polen. „In Krakau begann seine internationale Karriere, dort hat er vor zwei Jahren im Einzel EM-Bronze gewonnen. Und dort fühlt er sich einfach wohl.“

Wichtig wird es für den Hammer sein, seine Rennen konzentriert und ohne große Patzer herunterzufahren. „Bislang hatte er immer einen guten Einstieg“, sagt sein Heimtrainer. „Aber irgendwo war immer ein kleiner Blackout auf der Strecke, weil er es zu gut machen wollte – und dann kam der Fehler.“

Schornberg zieht dagegen aus dem fast schon sensationellen Coup von Prag neue Motivation und Selbstbewusstsein. „Jasmin ist jetzt natürlich oben auf“, freut sich Jürgen Schubert für die Lippstädterin. „Sie hat ja selbst nicht damit gerechnet, dass sie auf einmal wieder ganz oben stehen würde – dieser Erfolg ist beflügelnd und sie wird vor Selbstvertrauen strotzen.“ Was vor allem nach dem hauchdünnen Scheitern in der WM-Qualifikation enorm wichtig war. „Damit hat sie, sollten ihr weitere Erfolge im Wettbewerb gelingen, gute Karten, eine wichtige Rolle im Kampf um den Gesamtweltcup zu spielen. Zudem wird sie das mit in die Olympia-Vorbereitung nehmen.“

Der Kurs in Krakau wurde 2013 umgebaut, bietet eine künstlich angelegte Strecke, die von der Weichsel gespeist wird. „Das ist eine sehr schöne, anspruchsvolle Anlage mit sehr viel Wasserdruck“, sagt Jürgen Schubert. „Sie ist vergleichbar mit dem Kurs in Markkleeberg, sieht man einmal davon ab, dass Markkleeberg in U-Form gebaut und diese Strecke gerade ist.“

Bereits seit Sonntag bereiten sich die beiden Kanu-Ring-Fahrer auf das Rennen vor, wobei gestern ein Training nicht mehr möglich war, da die Strecke ausgehängt wurde.

Die Qualifikation findet amFreitag statt. Halbfinale und Finale der Männer sind am Samstag, die der Frauen für Sonntag angesetzt. - güna

Der Zeitplan

Samstag

10.50 Uhr Halbfinale, Herren Kajak

13.02 Uhr Finale, Herren Kajak

Sonntag

9.30 Uhr Halbfinale, Damen Kajak

12.02 Uhr Finale, Damen Kajak

Live-Results: www.canoeliveresults.co

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