Schubert und Schornberg für Kanuslalom-WM gerüstet

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Bereit für die WM: Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert.

DEEP CREEK -  Um 18 Uhr deutscher Zeit bereitet Sebastian Schubert gerade das Mittagessen für sich und Jasmin Schornberg zu. Es gibt Spaghetti Bolognese – nachdem der 26-Jährige die Nudeln nach einem Moment der Unachtsamkeit vor dem Überkochen retten muss. „Alles gut gegangen“, sagt der Hammer Slalom-Kanute lächelnd, um dann zum Wesentlichen zu kommen. „Mittlerweile habe ich ein ganz gutes Gefühl. Die Weltmeisterschaft kann beginnen.“

Seit dem 2. September bereiten sich Schubert und Schornberg, die beiden Weltklasse-Slalom-Kanuten des Kanuring Hamm, auf der WM-Strecke im amerikanischen Deep Creek (Maryland) auf den Saisonhöhepunkt vor, der am Donnerstag mit der Männer-Qualifikation beginnen wird. Und diese Zeit, so ist sich Schubert mittlerweile sicher, haben sie dringend gebraucht, um optimal vorbereitet in den Kampf um die Medaillen gehen zu können. „Die Strecke ist gewöhnungsbedürftig – nicht die schönste der Welt zum Paddeln – aber wenn man sich darauf eingestellt hat, wie das Wasser läuft, geht es“, sagt er. „Allerdings hat es bis dahin schon ein wenig Nerven gekostet. Die vielen zackigen Steine im Wasser sorgen für wechselhafte Strömungen.“ Die WM-Strecke ist zwar künstlich angelegt worden, vermittelt durch das Einsetzen zahlreicher Steine aber den Eindruck eines Naturkanals. „Da musst du die Ideallinie schon sehr genau beobachten.“

Auch Schornberg hatte ihre Probleme mit dem Wildwasserkanal in Deep Creek. „Aber ich taste mich langsam an die Strecke heran“, sagt sie und sieht sich nach zwölf Trainingstagen vor Ort gut gerüstet. Je eine Einheit pro Tag war den deutschen Athleten erlaubt, und die nutzten sie so gut es ging. „Das letzte Training war am Dienstag“, so Schornberg, „und dann gilt es Mittwoch und Donnerstag noch zu überbrücken, wenn wir nicht mehr auf die Strecke können und nur noch ein bisschen auf dem Flachwasser herumpaddeln können.“´J  güna

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