Schubert und Schornberg hoffen auf EM-Medaillen

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Jasmin Schornberg und Sebastian peilen bei der EM Edelmetall an. Schubert

WIEN - Die Bilanz der vergangenen Jahre ist beeindruckend. Seit 2001 hat der Kanu-Ring Hamm in der Disziplin Kanu-Slalom in jedem Jahr bei einer wichtigen internationalen Meisterschaft zumindest eine Medaille errungen. Und geht es nach dem Wunsch von Cheftrainer Jürgen Schubert, dann soll sich diese Erfolgsserie schon am Wochenende bei den Europameisterschaften in Wien fortsetzen.

Denn mit Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert gehen auf dem neu geschaffenen Kanal der österreichischen Landeshauptstadt, der mit Donauwasser geflutet wird, zwei Spitzenathleten an den Start, die sich in den vergangenen Jahren in der Weltklasse etabliert haben und mit zum Favoritenkreis gerechnet werden können. „Ich setze mich nicht unter Druck, doch es wäre schön, wenn ich endlich auch einmal eine EM-Einzelmedaille bei den Senioren gewinnen könnte“, meinte Schornberg, die sich wie Schubert schon seit dem vergangenen Freitag in Wien vorbereitet. Schließlich müssen sich alle erst an die neue Strecke gewöhnen. „Sie ist kleiner und enger als andere Kurse“, meint Schubert. „Man fährt nur etwa 80 Sekunden. Da wird jeder kleine Fehler sofort bestraft.“ Der Heessener, der 2013 bei der EM in Krakau Einzel-Bronze gewann, möchte auch in diesem Jahr wieder auf das Podest: „Die Strecke in Wien liegt mir, weil sie der von Markkleeberg sehr ähnelt.“ Neben dem Einzelwettbewerb bietet sich Schubert eine weitere Chance mit der Herren-Mannschaft. Er wird gemeinsam mit den Augsburgern Alexander Grimm und Fabian Dörfler an den Start gehen. „Hier müsste eigentlich eine Medaille drin sein“, meinte auch Coach Jürgen Schubert, der in Tschechien, Frankreich und Polen die größten Konkurrenten sieht.

Nicht ganz so zuversichtlich gab sich in dieser Hinsicht Jasmin Schornberg, die mit Ricarda Frank aus Bad Kreuznach und der Augsburgerin Melanie Pfeifer um einen Platz auf dem Podest kämpfen wird. „Ich hoffe, dass es gut läuft, doch in dieser Besetzung sind wir noch nie zusammen gefahren.“

Erst einmal geht es für beide Slalom-Asse des Kanu-Rings darum, die Qualifikation am Freitag zu überstehen. Die besten 30 Herren qualifizieren sich für das Halbfinale am Samstag, die ersten Zehn erreichen das Finale. Dies wird wie die Mannschafts-Entscheidung der Herren ebenfalls am Samstag ausgetragen. Die Medaillenvergabe bei den Damen erfolgt dagegen erst am Sonntag.

Die Hammer Nachwuchsfahrer Stefan Hengst, Lukas Stahl, Luc Schulz und Vincent Hachmann gehen am Wochenende bei den Ranglistenrennen des Deutschen Kanu-Verbandes in Lofer an den Start. - P. Sch.

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