Schubert und Schornberg kämpfen um Tickets

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Gruppenbild in Markkleeberg: (von links): Stefan Hengst, Jasmin Schornberg, Sebastian Schubert, Lukas Stahl und Trainer Jürgen Schubert.

MARKKLEEBERG - Wenn Jürgen Schubert über das kommende Wochenende spricht, dann schwingt in seinen Worten jede Menge Vorfreude und noch mehr Optimismus mit. „Wir“, sagt der Kanu-Slalom-Cheftrainer des KR Hamm, „haben ja vier Eisen im Feuer.“ Darunter das eine oder andere ganz heiße, wenn am Samstag und Sonntag der zweite und entscheidende Teil der Qualifikation für die Welt- und Europameisterschaften in Markkleeberg bei Leipzig ansteht.

Aber Schubert weiß auch: „Sicher darf man sich nie sein. Es kann immer noch einiges passieren.“ Und so weiß Schubert nur zu genau, dass auch sein Sohn Sebastian voll konzentriert bleiben muss, sich noch nicht in Sicherheit wiegen darf – trotz eines bärenstarken Auftritts am vergangenen Wochenende in Augsburg. Dort feierte er einen Sieg und sicherte sich zudem einen dritten Rang, sodass er in der Gesamtwertung im Kajak-Einer derzeit Zweiter hinter Fabian Dörfler ist, aber deutlich vor Hannes Aigner und Paul Böckelmann liegt. „Sebastian muss auf jeden Fall noch ein richtig gutes Rennen hinbekommen“, sagt Jürgen Schubert mit Blick auf die beiden Auftritte am Samstag und Sonntag. Ein zweiter Platz – und eins der drei Tickets für die Titelkämpfe wäre Sebastian Schubert nicht mehr zu nehmen. „Aber“, erklärt Jügen Schubert, „man kann nicht mit angezogener Handbremse fahren und allein auf die Platzierung schielen. Er fährt auf Sieg.“ Zumal dem 25-Jährigen die Strecke in Markkleeberg liegt, dort hat er immer wieder herausragende Erfolge eingefahren.

Auch Jasmin Schornberg fühlt sich im Kanupark vor den Toren Leipzigs wohl. Was sie unter anderem vor zwei Jahren eindrucksvoll unterstrich, als sie in Markkleeberg nervenstark die Olympia-Qualifikation perfekt machte. Und vor drei Wochen sicherte sich die 28-Jährige den Sieg im Kajak-Einer beim ICF-Weltranglistenrennen. Doch Schornberg steht ein wenig mehr unter Zugzwang als ihr Teamkollege, ist nach dem Auftakt in Augsburg „nur“ Dritte hinter Ricarda Funk und Melanie Pfeifer. Und möchte noch mindestens einen Platz im Ranking klettern. Denn auch wenn drei Tickets vergeben werden – der „Bronzeplatz“ bedeutet noch nicht automatisch die WM- beziehungsweise EM-Qualifikation. Stattdessen muss die Drittplatzierte in eine Nachqualifikation – ein Zugeständnis des Verbandes an die derzeit verletzte Leipzigerin Cindy Pöschel. Somit sind nur die beiden Erstplatzierten am Sonntag bereits sicher durch, und um diese abzufangen, wäre ein Sieg für Schornberg am Samstag oder Sonntag mehr als hilfreich. „Den traue ich ihr aber auch zu“, sagt Jürgen Schubert. „Aber es wird ganz eng im Kampf um die beiden Tickets.“

Allenfalls noch Außenseiterchancen besitzt derweil Stefan Hengst beim Ringen um einen Platz im Kader für die U23-EM. Derzeit ist er Vierter, doch der Rückstand auf Rang drei ist zur „Halbzeit“ bereits gewaltig. Geradezu sensationell liest sich derweil die Zwischenbilanz von Lukas Stahl. Der 14-Jährige – gerade erst aus der Schülerklasse aufgerückt – grüßt derzeit das Juniorenfeld von der Spitze. Würde er eine der beiden Fahrkarten für die Junioren-EM in Skopje ergattern, wäre das eine große Überraschung. „Wir müssen es jetzt hinbekommen, dass er nicht zu viel nachdenkt und nicht zu nervös wird“, sagt Jürgen Schubert – hat aber im Training festgestellt, dass Stahl sich relativ cool präsentierte und „gute Ansätze“ zeigte. - fh

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