Kanu-Ring mit Medaillenhoffnungen zur DM nach München

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Seit Wochenbeginn bereitet sich das Team des Kanu-Rings Hamm in München auf die Deutsche Meisterschaft vor.

Hamm - Mit insgesamt zehn Aktiven hat sich der Kanu-Ring Hamm auf den Weg zum Saisonhöhepunkt nach München gemacht. Dort werden von Mittwoch bis Sonntag auf der Olympia-Regattastrecke von 1972 die 94. deutschen Kanu-Rennsportmeisterschaften ausgetragen. Insgesamt kämpfen Athleten aus 115 Vereinen um die Medaillen.

Durch ihre guten Leistungen bei der westdeutschen Meisterschaft haben sich Hanna Schönrath, Matthias Gauch, Martijn Balder und Jana Unterkötter für die NRW-Auswahlmannschaft qualifiziert. Sie werden damit neben ihren Starts im K1 in den Renngemeinschaftsbooten des Kanu-Landesverbandes an den Start gehen. Vor allen Dingen in diesen Booten hofft Stützpunkttrainer Manuel Matzka auf gute Platzierungen seiner Schützlinge. „Auch wenn vereinzelt die Hoffnung da ist, wird es im K1 für unsere Sportler sehr schwer sein, ganz vorne mitzufahren. Die Konkurrenz in Deutschland ist sehr stark. Doch die Mannschaftsboote laufen wirklich super. Wenn alle fit sind und die Sportler ihre Leistungen abrufen, sind hier durchaus Medaillen möglich.“

Hanna Schönrath wird in diesem Jahr sogar in einem weltmeisterlich besetzen K4 an den Start gehen. Mit Anna Kowald und Katharina Köther (beide Essen) sitzen gleich zwei U 23-Titelträgerinnen im Vierer. „Das Boot läuft einfach geil“, sagt Schönrath und schürt mit diesen Worten große Hoffnungen auf einen Medaillenrang. Der Endlauf für den K4 ist am Sonntag um 11.08 Uhr. Auch Matthias Gauch sitzt gleich in mehreren Mannschaftsbooten mit einem Bronze-Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaft (Lennart Wermers aus Emsdetten) zusammen. „Sowohl im K2 und K4 über die 1000 m als auch im K4 über 200 m werden hier ganz klar die Medaillenränge anvisiert“, sagt Trainer Matzka.

In der jüngsten Altersklasse (Schüler A) gibt es keine Boote des Verbandes NRW. Hier haben sich vom Kanu-Ring mit Vanessa Bülow, Inga Meyer, Neele Gerwin, Louisa Potthoff und Dominik Fink gleich fünf hoffnungsvolle Nachwuchstalente für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Sie werden sowohl im K1 als auch in den Mannschaftsbooten die Trikots des Kanu-Rings tragen. Sie alle haben in den Sommerferien Extraschichten eingelegt und sich gut auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. Sie sind die ersten Aktiven des KR Hamm, die sich ins Wettkampfgeschehen stürzen. Ihre Vorläufe sind für Mittwoch angesetzt. Der Rest des Teams steigt am Donnerstag mit den Vorläufen ein. Die Finals werden von Freitag bis Sonntag ausgetragen. Die Langstreckenrennen (2000 und 5000 m) finden am Schlusstag statt.

Die Trainerinnen Laura Müller und Sarah Biedert sind zuversichtlich, dass ihre Schützlinge in Topform sind, wenn der erste Startschuss fällt. „Erfahrungsgemäß sind aber vor allem in der jüngsten Altersklasse aufgrund besserer Fördermöglichkeiten andere Bundesländer schon deutlich weiter in der Entwicklung ihrer Sportler“, dämpfen sie die Erwartungen. „Es geht für unsere Jüngsten darum, Erfahrungen zu sammeln und einen Eindruck von der deutschlandweiten Konkurrenz zu bekommen“, relativiert auch Matzka die Ziele und fügt hinzu: „Der Spaß am Sport und der eigenen Leistung soll hier zunächst einmal ganz klar im Vordergrund stehen.“ Dennoch hoffen natürlich auch alle insgeheim auf die eine oder andere Überraschung.

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