Ems will bei EM in Brandenburg ins Finale

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Der Hammer Jonas Ems strebt am Wochenende auf dem Beetzsee in Brandenburg eine vordere Platzierung bei der EM an.

Brandenburg - Die Blicke der Renn-Kanuten richten sich an diesem Wochenende auf den Beetzsee in Brandenburg, wo von Freitag bis Sonntag die größte Europameisterschaft (EM) aller Zeiten ausgetragen wird. Mit dabei ist der Hammer Jonas Ems, der seine Klasse im 200-m-Einerkajak beweisen möchte.

Insgesamt 39 teilnehmende Nationen mit ihren rund 850 Aktiven bedeuten für die Organisatoren einen neuen Teilnahmerekord bei diesen kontinentalen Meisterschaften. „Wir sind natürlich hoch erfreut darüber, dass sich diese EM im Ausland eines großen Interesses erfreut“, betont auch Thomas Konietzo, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes. Mit 40 Aktiven ist der Deutsche Kanu-Verband (DKV) bei dieser Heim-EM dabei.

Doch einfach nur dabei sein ist für die erfolgsverwöhnte deutsche Flotte nicht alles, das macht auch Chef-Bundestrainer Reiner Kießler klar: „Wir möchten uns bei der EM zu Hause natürlich schon ordentlich präsentieren und dabei auch möglichst gut abschneiden. So gesehen, kann man diese EM schon ein bisschen als Generalprobe für die WM betrachten.“

Seinen Beitrag zu einer positiven Bilanz der deutschen Flotte leisten möchte natürlich auch der Hammer Jonas Ems. Für ihn heißt es dann, sich wie schon bei den Weltcups, im 200-m-Einerkajak zu beweisen. Nach vielen Jahren im Zweier tritt er erstmals wieder bei einer internationalen Meisterschaft als Solist an.

„Er hat in der letzten Vorbereitung in Kienbaum noch einmal einen kleinen Sprung in die richtige Richtung gemacht“, erklärte Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch kurz vor der Abreise von Kienbaum ins nur 80 Kilometer entfernte Brandenburg. Und betont, wie eng es in der Weltspitze im Sprint geworden ist. Die bei dieser EM bis auf zwei Nicht-Europäer auch komplett vertreten ist. Womit diese kontinentalen Titelkämpfe zugleich auch schon ein exzellenter Maßstab für den globalen Vergleich sind. Das A-Finale zu erreichen, ist das hochgesteckte Ziel für Ems. Dazu wurde in Kienbaum speziell noch einmal an der Frequenz gearbeitet, mit positivem Ergebnis, wie Hanisch betont.

Den ersten Auftritt hat Ems am Samstagmorgen in einem von vier Vorläufen. Eine direkte Qualifikation für das Finale ist nicht möglich; die Plätze werden am frühen Sonntagmorgen vergeben. Jeweils die ersten drei aus drei Halbfinals ziehen in den EM-Endlauf am späten Vormittag ein. Wenn alles gut läuft – auch mit Ems. Seine Erinnerungen an die letzte EM 2009 in Brandenburg dürften die besten sein. Dort wurde er im 200-m-Einerkajak und in der 4x 200-m-Staffel jeweils Vize-Europameister. - uf

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