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Kantersieg für den ASV Hamm-Westfalen in Dormagen

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Von: Günter Thomas

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Hinten wie vorne eine Bank: ASV-Neuzugang Benny Meschke erzielte vier Treffer.
Hinten wie vorne eine Bank: ASV-Neuzugang Benny Meschke erzielte vier Treffer. © Heinz J. Zaunbrecher

Die wenigen mitgereisten Hammer Fans unter den 574 Zuschauern im Bayer Sportcenter feierten schon Minuten vor Spielschluss ausgelassen, während unten auf dem Spielfeld die Partie der 2. Handball-Bundesliga zwischen Ligaschlusslicht TSV Bayer Dormagen und dem Ligafünften ASV Hamm-Westfalen in den letzten Zügen lag. Spannend war es da schon lange nicht mehr. Der ASV feierte einen ungefährdeten 34:24 (17:14)-Sieg.

ASV-Trainer Michael Lerscht hatte im Vorfeld der Partie gewarnt, dass Gastgeber Dormagen besser sei als es der derzeitige letzte Tabellenrang aussagt.  „Dieser Kader ist in der Vorsaison Siebter geworden. Da steckt viel Qualität drin. Und das Verletzungspech der Hinserie spielt jetzt auch nicht mehr so eine Rolle“, sagte er. Zudem hatten sich die Gastgeber vor einer Woche mit Rückraumspieler Mislav Grgic verstärkt, der vom Drittligisten SV Anhalt Bernburg gekommen war.

Bis der Mitte der ersten Halbzeit erstmals die Platte betrat, hatten sich die Gäste bereits einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Nach torreichen ersten zehn Minuten (7:7) half dabei vor allem eine optimal genutzte Zeitstrafe gegen die Gastgeber, in der Jo Gerrit Genz und Matej Mikita, der dieses Mal im linken Rückraum auch offensiv begann, aus dem knappen 9:8 einen 11:8-Vorsprung machten (16.).

Hamm blieb danach vorne, baute seinen Vorsprung sogar durch den sehr gut aufgelegten Genz (allein sechs seiner insgesamt neun Tore im ersten Durchgang) sogar noch auf 14:10 aus (23.). Doch der Tabellenletzte, bei dem Jakub Sterba in der 25. Minute verletzt das Feld verlassen musste, kämpfte entschlossen gegen die drohende Niederlage an. Allen voran der agile Spielmacher Ian Hüter, der den Gästen im Angriff Probleme bereitete. Und Andre Meuser. Der lange Schlacks kam oft in gute Wurfpositionen und war mit vier Toren in Durchgang eins daran beteiligt, dass die Hammer nur mit einem 17:14-Vorsprung in die Kabinen gingen.

Entscheidung fällt früh nach dem Wechsel

Nach der Pause verkürzte TSV-Kreisläufer Aron Seesing direkt auf 17:15. Doch Genz knüpfte an seine starke Vorstellung der ersten Halbzeit an. Ein Treffer aus dem Rückraum, ein Siebenmeter - dazu ein weiteres Tor durch Neuzugang Benny Meschke ins leere Tor - und es hieß erstmals fünf Tore vor für Hamm (20:15/34.). Der ASV hatte die Partie unter Kontrolle.

Zumal auch Keeper Felix Storbeck nach paradefreien ersten zehn Minuten immer heißer lief und wie schon in Ludwigshafen viele Bälle abwehrte. Außerdem wurde es mit zunehmender Spielzeit immer schwerer für die Dormagener Angriffsreihe, sich gegen die nach der Pause wesentlich kompaktere Hammer Deckung aus dem gebundenen Spiel heraus in Szene zu setzen.

So hielten die Gäste den TSV durchgehend auf Abstand - auch ohne ihren Kapitän Fabian Huesmann, der sich in der 28. Minute am Oberschenkel verletzt hatte und danach nicht mehr zum Einsatz gekommen war.

Nach 50 Minuten betrug der Vorsprung nach einem Treffer durch Jan Brosch erstmals sechs Tore (21:27). Es lief alles nach Plan für den Tabellenfünften. Auch wenn der Torschütze direkt danach eine Zeitstrafe kassierte.

Als dann Tim Wieling sowie zweimal Dani Baijens mit Tempo und Kempa-Trick drei weitere Hammer Treffer in Folge markierten und auf der anderen Seite Storbeck seine Anzahl der Paraden auf 14 schraubte, war die Partie entschieden (22:30).

Dormagen probierte es noch einmal mit einer offeneren Deckung - an der Dominanz der Gäste änderte das aber nichts mehr.

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