Handball

Kampfsieg für den ASV Hamm-Westfalen gegen TuS Ferndorf

Der ASV bezwang den TuS Ferndorf mit 32:30
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Jo Gerrit Genz

Am Ende war es die erwartet unangenehme Aufgabe: Mit 32:30 (15:13) setzte sich der ASV Hamm-Westfalen im Duell der 2. Handball-Bundesliga gegen den TuS Ferndorf durch. Ein hart erkämpfter Erfolg gegen einen Gast, der zuvor sechs Wochen lang in Quarantäne verbracht hatte.

Aber auch ASV-Coach Michael Lerscht musste neben dem langzeitverletzten Sören Südmeier mit Kreisläufer Jan Brosch (Finger ausgekugelt) und den Rückraumlinken Marian Orlowski (Fingerkuppe überdehnt) zwei weitere wichtige Säulen des Teams ersetzen. Beide hatten sich die Verletzungen unter der Woche im Training zugezogen. David Spiekerman hatte zudem mit Knieproblemen zu kämpfen und kam erst ab Mitte der ersten Halbzeit in die Partie.

Im Vergleich zu den Gästen war das Team der Gastgeber aber noch gut aufgestellt. Denn der TuS bestritt sein erstes Meisterschaftsspiel nach einer sechswöchigen coronabedingten Pause. Zudem waren acht Spieler des aktuellen Kaders noch nicht wieder dabei. weil sie zum Teil noch nicht spielberechtigt waren oder TuS-Manager Mirza Sijaric sie nach der langen Trainingspause „nicht verheizen“ wollte. Stattdessen trat Ferndorf mit einigen Akteuren aus dem Oberligateam an, die zuletzt mit dem verbliebenen Kader den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten hatten.

Und die machten dem ASV in Halbzeit eins das Leben schwer. Mit viel Enthusiasmus und Engagement stemmten sie sich gegen die im Vorfeld von der sportlichen Führung in Kauf genommene mögliche Niederlage. Auf der anderen Seite musste sich der ASV selbst erst einmal in ungewohnter Formation finden. Für Orlowski agierte zunächst Markus Fuchs im linken Rückraum. Das Wechselspiel zwischen Orlowski und Merten Krings auf Rückraum Mitte fehlte den Gastgebern aber.

Dennoch kontrollierten sie die Partie in der Anfangsphase. Drei Treffer des TuS in Folge zum 4:6 ließen allerdings nicht nur Lerscht neben der Hammer Spielerbank die Stirn runzeln. Ferndorf machte es gut, Torben Matzken setze seine Neenleute von Rückraum Mitte aus gut ein, und auch Niklas Diebel - von Erstligist HBW Balingen-Weilstetten mit Zweitspielrecht verpflichteter Rückraumlinker - machte den Hammern zwischenzeitlich das Leben schwer.

Doch Krings, Kreisläufer Jakob Schwabe sowie Rechtsaußen Jan Pretzewofsky drehten das Ergebnis mit drei Treffern in Folge schnell wieder zu ASV-Gunsten zum 7:6. Eine Führung, die sie auch mit Hilfe von fünf Knallern durch Jo Gerrit Genz zwischenzeitlich auf drei Tore ausbauten (12:9/23.). BIs zur Pause blieben davon zumindest zwei Treffer übrig (15:13). Eine gute Basis für eine erfolgreiche zweite Hälfte.

Die die Gastgeber nach dem Wechsel noch bis auf 20:16 ausbauten (37.). Als dann Felix Storbeck einen Tempogegenstoß parierte und im Gegenzug Krings einen Siebenmeter herausholte, den Huesmann sicher zum 21:16 verwandelte, standen alle Signale auf Sieg. Die Abwehr um Fuchs und Schwabe gewann zudem an Sicherheit, und Ferndorf wirkte zunehmend müder. Als Genz seinen achten Treffer der Partie per Heber über Ferndorfs KeeperTim-Dominik Hottgenroth ins Netz legte (42.), war für Gästecoach Robert Andersson der Zeitpunkt gekommen, um per Team-Timeout noch einmal nachzujustieren.

Aufgeben war offensichtlich nicht Teil seines Matchplans. Denn Ferndorf kämpfte sich in der Folge noch einmal zurück - auch mit Hilfe von Jan-Niklas Broszinski, der jetzt zwischen den Pfosten stand und einige Bälle abwehrte. Näher als bis auf drei Tore kam der Gast zwar zunächst nicht heran (24:21/46.) - es reichte aber, um die Spannung für die Crunchtime aufrecht zu erhalten.

Und Torben Matzken machte es mit dem Treffer zum 27:25 noch einmal spannend (54.). Ein Druck, dem der ASV aber bis zum Schluss mit Kampf und Willen Stand hielt. Als Fabian Huesmann in der 60. Minute per Siebenmeter zum 31:28 traf, war die Partie entschieden - und die Erleichterung im ASV-Lager groß.

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