Kampfbetonte Partie: Rhynern nur 0:0 gegen Erkenschwick

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Eine der beiden großen Chancen für Westfalia Rhynern: Lennard Kleine eilt auf Erkenschwicks Torwart Marcel Müller zu, sucht aber nicht den direkten Torabschluss.

HAMM - Björn Mehnert und Magnus Niemöller sind nicht unbedingt die besten Freunde. Die beiden Trainer des SV Westfalia Rhynern und der SpVgg Erkenschwick haben sich in den vergangenen Jahren schon manches hitzige Wortduell an der Seitenlinie oder auch in der anschließenden Pressekonferenz geliefert.

Am Sonntagnachmittag nach dem 0:0 im Oberliga-Duell auf dem schwer zu bespielenden Platz am Papenloh waren die beiden Coaches aber lammfromm und lieferten – friedlich vereint – die gleiche Beurteilung der Partie ab.

„Das war ein kampfbetontes Spiel, bei dem am Ende beide Mannschaft mit dem Unentschieden leben können. Ich bin jedenfalls zufrieden“, sagte Mehnert Und sein Gegenüber betonte: „Wir sind mit dem 0:0 ebenfalls zufrieden. Hier werden noch andere Teams Punkte liegen lassen.“ Bei den Platzherren hatte es bei der Aufstellung zwei kleine Überraschungen gegeben. Niklas Rieker, in der Hinrunde wochenlang verletzt, lief als zweiter Innenverteidiger neben David Schmidt auf – und machte seine Sache gegen den torgefährlichen Stefan Oerterer überaus gut. „Wir haben das aber auch die ganze Woche trainiert, wie wir gegen ihn spielen. Einer von uns beiden Innenverteidigern hat immer diagonal gestanden und abgesichert, wenn der andere im Zweikampf mit Oerterer war“, sagte der Defensivspezialist. Zudem kam auch Burak Yavuz, der verletzungsbedingt nicht die komplette Vorbereitung mitgemacht hatte, von Anfang an zum Einsatz.

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Fußball Oberliga Westfalen Westfalia Rhynern - SpVgg Erkenschwick 0:0

Die ersten Minuten der Partie gehörten aber vor allem dem Tabellenzweiten, der den Aufstieg in die Regionalliga West im Visier hat. Doch zuerst schoss Christopher Weißfloh nach Zuspiel von Sebastian Westerhoff knapp vorbei (5.), dann traf Oerterer nur das Außennetz (14.). Dann aber fanden Rhyneraner immer besser in die Partie – und kamen ebenfalls zu zwei überaus guten Möglichkeiten. Die erste besaß Mahmut Yavuzaslan, der über die rechte Seite Richtung Gästetor zustrebte. Doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte er noch einmal quer auf Lennard Kleine, dessen Versuch aber abgeblockt wurde (17.). Und in der 31. Minute war dann Kleine zu zögerlich, suchte ebenfalls einen besser postierten Mitspieler, obwohl er freie Schussbahn hatte (31.).

Ansonsten waren die Rhyneraner bemüht, in der Defensive kompakt zu stehen, den spielstarken Erkenschwickern keine Räume für ihren gefürchteten Kombinationsfußball zu geben. Und das gelang der Westfalia im ersten Durchgang sehr gut,anschließend nicht mehr ganz so perfekt. Denn in der zweiten Hälfte, die aufgrund eines tiefens Lochs auf dem Spielfeld mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen wurde, bestimmte die Spielvereinigung immer mehr das Geschehen, wurde in ihren Aktionen zwingender und gefährlicher. Die beste Chance hatten die Gäste in der 57. Minute, als der freistehende Oerterer an Dennis Wegner scheiterte, und Dustin Wurst den anschließenden Schuss von Deniz Fahri Batman von der Linie kratzte. Zudem wehrte Wegner noch einen Ball von Stephan Nachtigall zur Ecke (82.) und parierte einen Fallrückzieher von Westerhoff. „Letztlich war ich überrascht, wie viele Torchancen sich beide Mannschaften auf diesem Platz herausgespielt hatten“, staunte Niemöller. „In der zweiten Halbzeit sind wir ein bisschen mehr Risiko gegangen, mussten aber immer auf die Konter der Rhyneraner aufpassen.“

Mehnert ärgerte sich derweil über den „fehlenden Mut“ seiner Offensivspieler im ersten Durchgang. „Bei den beiden Möglichkeiten muss man als Stürmer auch mal egoistischer sein. Denn wenn man auf diesem Platz mit 1:0 führt, dann hat man auch gute Chancen, das Spiel zu gewinnen“, meinte der Coach. „Aber wir sind zufriedenen. Wir wissen jetzt, dass wir fir sind.“

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