Für die HSV zählt gegen Bielefelds Reserve nur ein Sieg

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Das Durchsetzungsvermögen von Hugo Magouhi ist im Heimspiel gegen Bielefeld gefragt.

Hamm - Mit der 2:5-Niederlage beim Spitzenreiter in Sprockhövel ist Fußball-Oberligist Hammer SpVg erstmals in diesem Jahr auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Daher steht die Mannschaft am Gründonnerstag zur ungewohnten Anstoßzeit von 16.30 Uhr gegen die zweite Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld bereits mit dem Rücken zur Wand.

Weil in der Evora Arena eine Flutlichtanlage fehlt, musste diese Begegnung so früh angesetzt werden. „Es ist natürlich schade, dass wir nicht am Abend spielen können. Gerade in dieser Situation braucht die Mannschaft die Unterstützung der Zuschauer“, meint David Odonkor, Sportlicher Leiter der Rot-Weißen. Doch der Ex-Nationalspieler will an diesem Tag alles dem Erfolg unterordnen. „Eigentlich ist es völlig egal, wann wir spielen. Es geht auch nicht darum, schönen Fußball zu bieten. Gegen Bielefeld geht es einfach nur darum, die drei Punkte einzufahren. Und da ist in erster Linie Kampf gefragt. Die Mannschaft ist gallig und weiß, dass sie alles raushauen muss.“ Personelle Probleme gibt es derzeit nicht.

Beim Spitzenreiter in Sprockhövel hielten die Hammer trotz der am Ende deutlichen Niederlage über weite Strecken der Begegnung gut mit. „Die Mannschaft hat eigentlich ganz ordentlich gespielt. Wir haben aber unsere großen Chancen einmal mehr nicht genutzt. Zudem gab es am Ende zu viele individuelle Fehler. Diese müssen wir unbedingt abstellen, damit endlich wieder etwas Zählbares auf unserem Konto landet“, betont Odonkor.

Mit 21 Punkten aus 20 Spielen sieht die Bilanz der Rot-Weißen nicht gerade rosig aus. Im neuen Jahr hat das Team von Trainer Ferhat Cerci bei drei Spielen erst einen Punkt durch das 1:1 im Heimspiel gegen den SuS Neuenkirchen errungen. Beim Blick auf die Tabelle fällt nur positiv aus Sicht der HSV auf, dass sie von allen Teams aus dem Tabellenkeller die wenigstens Spiele absolviert hat.

Sorgen, dass das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz die Truppe zusätzlich belasten wird, hat Odonkor aber nicht. „Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass die Mannschaft den Ligaverbleib schaffen wird. Das Team hat das Potenzial, da unten auch wieder rauszukommen.“ Für die HSV könnte zudem die Erfahrung im Kampf um den Klassenerhalt sprechen. „Die Mannschaft war es in den vergangenen Jahren doch gewohnt, gegen den Abstieg zu kämpfen“, betont Odonkor. Die akute Abstiegsgefahr beeinflusst derzeit auch die Planungen für die kommende Saison. Schließlich weiß Odonkor derzeit nicht, in welche Richtung es gehen wird. „Unsere Planungen sind aber schon sehr weit fortgeschritten. Ich gehe weiterhin davon aus, dass wir auch in der kommenden Saison eine gute Mannschaft in der Oberliga stellen werden.“

Mit der zweiten Garnitur des Zweitligisten aus Bielefeld kommt übrigens die schwächste Auswärts-Mannschaft in die Evora Arena. Die Ostwestfalen haben in der laufenden Saison auf fremden Plätzen erst fünf Punkte errungen. Doch Vorsicht, die Bielefelder befinden sich offenbar im Aufwärtstrend. Am vergangenen Sonntag feierten sie immerhin einen knappen 2:1-Erfolg über den TuS Ennepetal. Mit 24 Zählern liegen sie derzeit auf dem 13. Tabellenplatz.

Die Hammer könnten also mit einem Heimsieg zumindest nach Punkten mit Arminia gleichziehen. Wenn der nicht gelingt, stehen harte Wochen an.

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