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Justin Krausch als torgefährlicher Abwehrgarant

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Von: Patrick Droste

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Justin Krausch (rechts) hat großen Anteil an der stabilen Defensive der SG.
Justin Krausch (rechts) hat großen Anteil an der stabilen Defensive der SG. © Szkudlarek

Der Innenverteidiger hat mit fünf Treffern wesentlichen Anteil am Höhenflug der SG Bockum-Hövel in der Fußball-Landesliga.

Hamm - Eigentlich ist Justin Krausch bei der SG Bockum-Hövel dafür verantwortlich, dass hinten die Null steht. Der 20 Jahre alte Student ist in der Innenverteidigung des Fußball-Landesligisten gesetzt und hat großen Anteil daran, dass das Team aus dem Adolf-Brühl-Stadion mit nur 13 Gegentoren die zweitbeste Defensive der Liga stellt. Doch Krausch hat in dieser Spielzeit noch eine andere Qualität entdeckt: Mit fünf Treffern – drei davon mit dem Fuß, zwei mit dem Kopf – ist er nach Mittelstürmer Mergim Deljiu der zweiterfolgreichste Torjäger der Bockum-Höveler. „Das ist für mich eine eher ungewohnte Situation“, sagt Krausch und hofft nun, dass sich seine Qualitäten nicht so schnell in der Landesliga herumsprechen: „Es wäre schön, wenn sich das noch ein bisschen herauszögert und die Gegner das nicht so auf dem Schirm haben.“

Wichtiger ist ihm aber sowieso, dass er hinten die Abwehr des Tabellenzweiten zusammenhält. In zwölf Spielen hatten es Krausch und seine Defensivkollegen sechs Mal geschafft, dass sie kein Gegentor kassiert haben – ein Grund, warum die SG am Sonntag nicht nur mit 4:0 im Spitzenspiel in Ahaus triumphierte, sondern mittlerweile auf Platz zwei vorgerückt und damit ärgster Verfolger des souveränen Spitzenreiters IG Bönen ist. „Das hat für mich einen größeren Wert als meine fünf Treffer“, sagt der Innenverteidiger, der in Ahaus für das 1:0 gesorgt hatte.

SG schwimmt auf einer Euphoriewelle

Es sind derzeit einige Dinge, die in Bockum-Hövel zusammen kommen und dafür sorgen, dass das Team auf einer Euphoriewelle schwimmt. So meint Krausch, dass einige „Moralsiege“ dazu beigetragen haben, dass die SG eine Menge Selbstvertrauen gesammelt hat. Dabei erinnert er zum Beispiel an den 3:2-Sieg über den VfL Senden nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand. „Da haben wir den Siegtreffer erst in der Nachspielzeit erzielt. Ich denke, ohne so was hätten wir zuletzt auch nicht Altenrheine und Ahaus so klar bezwungen“, betont er und fügt hinzu: „Das, was wir am Sonntag in der ersten Halbzeit in Ahaus gezeigt haben, war das beste, was ich von unserem Team bislang gesehen habe.“

Neben der Abwehr harmonieren aber auch die Offensivkräfte immer besser. Über die Außenpositionen sorgen Leon Müsse und Rafael Lopez Zapata für viel Druck, und im Angriffszentrum passt die Abstimmung zwischen Deljiu und Simon Schroth, der als hängende Spitze agiert, immer besser. Aber auch der derzeit verletzte Spielertrainer David Schmidt hat nach Meinung von Krausch einen großen Anteil am momentanen Erfolg. „Er spricht uns Mut zu und gibt uns Selbstvertrauen, so dass wir immer auf unsere Qualitäten bauen können. Das hilft uns schon sehr“, stellt er klar.

Sieben Punkte aus den nächsten drei Partien wären ideal

Wohin der Weg der SG in dieser Saison noch führen soll, weiß Krausch noch nicht, will auch nicht so weit nach vorne denken. Vielmehr denkt er erst einmal an die Partien, die bis zur Winterpause noch auf dem Programm stehen – und die werden seiner Meinung nach mehr als schwer genug: „Vorwärts Wettringen, Borussia Münster und Westfalia Gemen sind Gegner, die sich eher hinten reinstellen als dass sie mitspielen. Und so etwas liegt uns überhaupt nicht. Ich hoffe, wir holen aus diesen Partien sieben Punkte. Dann hätten wir 33 Zähler auf dem Konto, das wäre ideal.“

Krausch selbst macht sich auch über seine eigene Karriere derzeit nicht allzu viele Gedanken. Vor eineinhalb Jahren war der Hammer, der neben seinem Studium noch bei Kaufland arbeitet, aus der Jugend von SuS Kaiserau nach Bockum-Hövel gewechselt, wo er auf Anhieb eine nicht mehr wegzudenkenden Kraft in der Mannschaft geworden ist und sicherlich auch Potenzial für mehr hat. „Ich bin derzeit einfach nur froh, dass es für mich in der Landesliga so gut läuft. Ich fühle mich bei der SG sehr wohl und will hier in den nächsten ein oder zwei Jahren noch weiter Fuß fassen“, sagt er.

Trainer traut Krausch höherklassigen Fußball zu

Sein Trainer traut Justin Krausch jedenfalls zu, dass er in zwei, drei Jähren höherklassig unterwegs sein wird. „Justin hat sich super entwickelt, sowohl im taktischen als auch im spielerischen Bereich hat er sich enorm verbessert“, sagt David Schmidt. „Ich denke, eine weitere Saison bei uns würde ihm noch sehr gut tun, um seine Leistung zu bestätigen und um dann den nächsten Schritt zu machen.“

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