Handball

Julian Possehl trifft mit Nordhorn auf seinen alten Verein ASV Hamm-Westfalen

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Julian Possehl - hier im Duell mit Markus Fuchs (rechts) vom ASV.

Wenn der ASV Hamm-Westfalen am Samstag zum Verfolgerduell der 2. Handball-Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen antritt (19.30 Uhr), sind mit Georg Pöhle und Julian Possehl gleich zwei Spieler auf dem Feld, die bereits das Trikot des ASV getragen haben.

Hamm – Wetten? Julian Possehl muss lachen. „Ne“, sagt der Rückraumspieler der HSG Nordhorn-Lingen etwas zurückhaltend. „Die habe ich nicht abgeschlossen. Aber wenn wir am Ende mit einem Tor gewinnen, bin ich zufrieden.“ 

Das „Wir“ in Verbindung mit der HSG Nordhorn-Lingen kommt dem Linkshänder mittlerweile gut über die Lippen. Obwohl er erst im vergangenen Sommer zu den Nordlichtern gewechselt ist – nach vier Jahren im Trikot des ASV Hamm-Westfalen. 

Dass der Kontakt zu den Ex-Kollegen zuletzt ein wenig zurückgegangen ist, ist für Possehl aber nur damit zu begründen, dass sich beide Mannschaften auf das anstehende Duell im Nordhorner Euregium konzentrieren. „In den letzten Tagen war es ruhig“, sagt Possehl. „Aber sonst stehe ich schon regelmäßig in Kontakt. Und ich habe ja in der Hammer Zeit auch viele Freunde außerhalb des Sports gefunden.“

In Nordhorn ist der 26-Jährige dennoch längst angekommen. Auch sportlich, wie sein Trainer versichert. „Das, was ich von ihm erhofft habe, liefert er ab“, lobt Heiner Bültmann. „Julian passt super in die Mannschaft und ist auch gleich voll in der Verantwortung gewesen, weil Philipp Vorlicek lange verletzt war.“ 

91 Tore gelangen dem gebürtigen Osnabrücker im bisherigen Saisonverlauf, und natürlich möchte er auch im zweiten Spiel gegen seinen Ex-Verein glänzen. Wobei sein Trainer nicht glaubt, dass der Linkshänder überdrehen wird: „Für ihn ist es etwas ganz Besonderes, gegen den ASV zu spielen. Aber ich glaube, das erste Spiel in der Hinrunde in Hamm war da schon spezieller für ihn – jetzt ist ja schon eine halbe Saison ins Land gezogen.“

Mit acht Toren Sieggarant im Hinspiel

Im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften war Possehl einer der Garanten für den 25:22-Erfolg der Gäste. Mit acht Toren war er treffsicherster Schütze der Partie und hatte damit entscheidenden Anteil daran, dass die HSG trotz sechs verletzter Akteure am Ende als Sieger aus der Halle ging. 

„Spiele gegen den Ex-Klub sind immer etwas Besonderes, und als Team sind wir damals in dieser schwierigen Situation enger zusammengerückt und haben die Situation gut gelöst“, bestätigt Possehl, der die Bedeutung des Verfolgerduells am Samstag nicht zu hoch hängen will. 

Zwar geht es für Nordhorn, das mit 42:16 Punkten drei Zähler hinter dem Liga-Zweite HSC Coburg (45:13) in Lauerstellung liegt, darum, mit dem ASV (4./40:18) einen direkten Konkurrenten aus dem Rennen zu kegeln und den Rückstand auf die Aufstiegsränge nicht weiter anwachsen zu lassen. Doch Possehl sagt: „Wir fahren eine eher bescheidene Art und Weise und damit recht gut. Wir lassen die Tabelle außen vor. Es sind noch neun Spiele, und jedes ist ein Brocken – egal, ob das gegen Hamm oder auswärts kommende Woche in Dessau ist. Das wird genauso ein Brett.“

Die Tabelle ist tabu

Zumindest in diesem Punkt liegen die HSG Nordhorn und der ASV auf einer Welle. „Die Tabelle ist tabu“ lautet die Vorgabe für die restlichen Saisonbegegnungen in beiden Lagern. 

Überhaupt gibt es für Possehl viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Klubs, auch wenn er keinen direkten Vergleich anstellen mag. „Vom Trainings- und Spielbetrieb und auch vom Umfeld her kann man aber sagen, dass es beides Topvereine sind, die sich auf höchstem Zweitliganiveau bewegen“, ist er sich sicher, mit dem Wechsel zur HSG keinen Schritt zurück gemacht zu haben.

Einen Tipp für seinen Trainer kann sich der 26-Jährige übrigens sparen. „Er bereitet uns auf jedes Spiel bestmöglich vor. Auch für den ASV haben wir damit schon angefangen“, sagt Possehl, der sich in seiner neuen Umgebung mit seiner Frau schon sehr gut eingelebt hat und sehr wohl fühlt. „Unser Trainer ist so lange im Geschäft – dem muss ich gar nichts dazu sagen.“ Er konzentriert sich lieber auf seine Aufgabe: Tore zu werfen gegen die Ex-Kollegen.

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