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A-Jugend-Keeper überzeugt im Tor des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg

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Von: Günter Thomas

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Will seine Chance im Tor des Oberliga-Teams  der Hammer SpVg nutzen: Jonas Trebing.
Will seine Chance im Tor des Oberliga-Teams der Hammer SpVg nutzen: Jonas Trebing. © Retajski

Dreimal hat Jonas Trebing bislang im Tor des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg gestanden - wenn es nach dem 18-jährigen Nachwuchsmann aus Kamen geht, dürfen es noch viele weitere Einsätze werden.

Hamm – Als die Hammer SpVg am 13. März zum ersten Mal in dieser Saison der Fußball-Oberliga bei der SpVgg Vreden antrat, standen gerade einmal vier der Spieler auf dem Feld, die am Sonntag erneut im Vredener Hamaland-Stadion ihr Glück versuchten. Das Bild, das die Mannschaft von Trainer Steven Degelmann abgab, war ähnlich. Das Ergebnis sogar gleich. 1:0 hieß es nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Timo Gansloweit für die Gastgeber. Dass sich das Hammer Oberligateam auch dieses Mal nur einen Gegentreffer einfing, hatte es vor allem einem Spieler zu verdanken: Torhüter Jonas Trebing.

Gerade einmal 18 Jahre alt, strahlte der A-Jugendliche auf dem Platz eine enorme Souveränität aus und war bei drei Großchancen der Gastgeber durch Felix Mensing und zweimal Maximilian Hinkelmann zur Stelle. Als die 97 Minuten von Vreden abgepfiffen waren, saß Trebing dennoch maßlos enttäuscht auf dem Rasen des Strafraums, den er zuvor so gut bewacht hatte. „Leider schießt man als Torwart keine Tore sondern verhindert sie. Das ist mir dann relativ gut gelungen. Aber man ist dennoch enttäuscht, hier zu verlieren. Die lange Anreise hat sich nicht gelohnt“, sagte Trebing, der in Kamen-Methler geboren ist.

Zumindest eine weitere Partie wohl sicher

Nach dem 3:0-Sieg gegen den TuS Haltern zum Abschluss der Hauptrunde und dem 4:2-Erfolg am Gründonnerstag gegen die SG Finnentrop/Bamenohl war es gerade einmal der dritte Einsatz für Trebing im HSV-Oberligateam. Ob er nun auch in den verbleibenden sieben Spielen bis zum Saisonende im Tor bleiben darf, weiß der 1,92-Meter-Mann noch nicht, der im Sommer von Westfalia Soest zur Westfalenliga-A-Jugend der HSV gewechselt war und in der Winterpause in den Oberliga-Kader nachrückte, weil Kevin Scierski aus beruflichen Gründe um die Auflösung seines Vertrags gebeten hatte. „Ich denke, das wird Steven uns in der Woche sagen.“

Mitten drin statt nur dabei: Jonas Trebing (vorne rechts, nach dem 3:0-Sieg in Haltern) nutzt seine Chance im Tor.
Mitten drin statt nur dabei: Jonas Trebing (vorne rechts, nach dem 3:0-Sieg in Haltern) nutzt seine Chance im Tor. © Rainer Gudra

Ein weiterer Einsatz dürfte mindestens folgen – nicht nur aufgrund der starken Vorstellung des Nachwuchsmanns in Vreden. „Tim Oberwahrenbrock wird wohl auch am Sonntag gegen Haltern noch krankheitsbedingt ausfallen“, sagt Steven Degelmann. „Wir haben noch sieben Spiele, daher müssen wir schauen, ob wir dann tatsächlich noch einmal in diesen Torwarttausch gehen. Zu viel hin und her ist auch nicht gut für die Abstimmung zwischen Abwehrreihe und Torwart. Von daher bin ich kein Freund davon, dann automatisch wieder zu wechseln, wenn Jonas weiter auf einem guten Niveau hält. Er macht es gut, bei ihm liegt auch die Zukunft.“

„Sehr reflektiert in der Spielanalyse“

Neben seinen starken Leistungen spricht auch die Tatsache für Trebing, dass er im Gegensatz zu Oberwahrenbrock auch in der kommenden Saison bei der HSV unter Vertrag stehen wird. „Er hat für nächstes Jahr zugesagt. Da sind wir froh drum“, versichert Degelmann, der aber auch noch Defizite bei dem jungen Keeper sieht, der in der Jugend vor seinem Jahr in Soest unter anderem für RW Essen und Eintracht Dortmund das Tor gehütet hat. „Dass ein junger Torwart bei ein, zwei hohen Bällen vielleicht noch rauskommen könnte und das auch selbst von sich erwartet – Jonas ist da sehr reflektiert in der Spielanalyse – das wissen wir, daran muss er weiter arbeiten. Trotzdem ist er ein super Rückhalt, spielt gute lange Bälle, hat einen guten Touch im Fuß.“

Einen Unterschied zwischen A-Jugend-Westfalenliga und Senioren-Oberliga hat der Kamener bereits festgestellt: „Hier ist sehr viel mehr Feuer auf dem Platz, es gibt mehr Zuschauer“, sagt Trebing. „Das Tempo ist ein anderes. Aber A-Jugend-Westfalenliga ist auch schon ganz ordentlich. Letztlich ist das auch nur Fußball.“

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