Fußball

Jugend forscht: Erdal Akyüz setzt beim TSC Hamm auf den Nachwuchs

Erdal Akyüz, Trainer des TSC Hamm.
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Erdal Akyüz, Trainer des TSC Hamm.

Der Türkische SC Hamm hatte vor dem Corona-Abbruch stetig besser in die Spur gefunden. Der Lohn für das Team von Trainer Erdal Akyüz: Rang drei in der Fußball-Kreisliga A.

Hamm - Dennoch fällt es dem Coach schwer, an die kommende Spielzeit zu denken. „Wir hoffen zunächst alle, dass diese Pandemie gestoppt wird und die Menschen ihr gewohntes Leben fortführen können“, sagt er.

Der Fußball fehlt dem erfahrenen Trainer allerdings sehr, sodass er hofft, die Vorbereitung Anfang Juli starten zu können: „Dafür muss das Social Distancing allerdings noch weiter gelockert werden. Denn ansonsten wird es im Amateurbereich schwierig sein, wettkampfähnliche Trainingsabläufe oder auch Vorbereitungsspiele auf die Beine stellen zu können“, sagt Akyüz.

Namhafte Abgänge im Sommer

In der vergangenen Saison kam es dem TSC bei vielen verletzungsbedingten Ausfällen entgegen, einen breiten Kader aufweisen zu können. Das hilft nun auch nach einigen namhaften Abgängen. Ibrahim Saadouni (Eintracht Werne), Görkem Gülpinar (SG Gahmen), Mücahit Tunc, Fatih Tas (beide ASK Ahlen) und Musa Usta (Karrierende) werden die Mannschaft verlassen. Besonders bedauernswert ist für Akyüz aber der Abgang von Abwehrchef Haris Kahric: „Mit ihm verlieren wir einen der besten Abwehrspieler der gesamten Kreisliga. Dennoch hoffen wir, dass diese Lücke zum Beispiel durch Sezer Canikli schnell gefüllt werden kann.“

Auch der Verlust von Außenspieler Saadouni soll durch erfahrene Akteure aufgefangen werden. „Hätten wir die gesamte Truppe zusammengehalten, wäre es einfacher gewesen, oben in der Tabelle mitzumischen. Aber wir können finanziell nicht mit anderen Vereinen mithalten, sodass uns nichts anderes übrig bleibt, als die Jungs ziehen zu lassen“, bedauert der Coach, der in seine 15. Saison als TSC-Trainer geht.

Ausbildungsverein - die Bezirksliga aber im Blick

Den Abgängen stehen Anes Maleski (Yunus Emre) und Hasan Öztürk (eigene A-Jugend) als neue Gesichter entgegen. Viel mehr plant Akyüz nicht, er möchte mit einem 22-Mann-Kader arbeiten. Der TSC soll weiter ein Ausbildungsverein sein. „Wir hatten schon in der vergangenen Spielzeit teilweise einen Altersdurchschnitt von unter 22 Jahren. Und genau das ist weiterhin unser Ziel. Unsere Jugendarbeit soll unsere Grundsäule für eine starke Seniorenmannschaft darstellen. Daher werden wir unser Geld in unsere tolle Anlage investieren, um diesem Projekt optimale Voraussetzungen bieten zu können“, betont Akyüz.

Der Aufstieg in die Bezirksliga soll als mittelfristiges Projekt angelegt werden. Zudem fühlt sich der erfahrene Trainer wohl in der Kreisliga A: „In der Bezirksliga sind im Endeffekt nur drei Hammer Mannschaften.“

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