Fußball

Jonas Michler setzt in Rhynern auf den zweiten Versuch

+
Jonas Michler hofft nach seiner Rückkehr auf viel Spielzeit im Trikot des SV Westfalia Rhynern.

Jonas Michler will sich nach seiner Rückkehr vom Westfalenligisten SC Neheim zu seinem Stammverein SV Westfalia Rhynern nicht verstecken

Hamm - Als das Testspiel des SV Westfalia Rhynern beim TuS Germania Lohauserholz abgepfiffen worden war, da hockte sich Jonas Michler gemeinsam mit Tim Neumann sowie Lennard und Jan Kleine an einen Tisch. Die vier Spieler unterhielten sich, tauschten sich aus und hatten viel zu lachen – so, als hätten sie einiges nachzuholen. „Es war wie immer, ganz entspannt eben“, sagt Michler, der nach zweieinhalb Jahren beim Westfalenligisten SC Neheim wieder an den Papenloh zum Oberligisten zurückgekehrt ist und dort nun seine Kumpels, mit denen er seit der Kindheit befreundet ist, wiedergetroffen hat. „Das ist jetzt wie Kicken mit Freunden.“

Mit vier Jahren hatte Michler bei den Rhyneraner Minis mit dem Fußballspielen begonnen und am Papenloh alle Jugendteams durchlaufen. Als er das Seniorenalter erreicht hatte, zog er sich einen Kreuzbandriss zu und musste rund ein Jahr pausieren. Über das Bezirksliga-Team schaffte das Mittelfeldtalent mit ein wenig Verzögerung den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft, wo Michler zuerst noch einige Einsatzminuten feierte, in der Regionalliga aber nicht mehr berücksichtigt wurde. Daher zog er im Winter 17/18 die Reißleine, verließ seinen Heimatverein sowie seine Freunde und wechselte in die Westfalenliga zum SC Neheim. „Es gab auch noch andere Anfragen. Aber Neheim ist von uns aus schnell zu erreichten“, sagt der in Rhynern geborene und lebende Michler, der im Sauerland „auf gutem Niveau“ unbedingt wieder Spielpraxis sammeln wollte. „Das war damals die absolut richtige Entscheidung. Ich habe in diesen zweieinhalb Jahren viel gespielt, war in der vergangenen Saison zweiter Kapitän und gehörte zum Mannschaftsrat. Das war eine gute Truppe, in der ich mich gut entwickelt habe.“ Schon zu Schulzeiten hatte er mit einem Wechsel ähnlich gute Erfahrungen gemacht, als er nach der zehnten Klasse das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium verließ und anschließend sein Abitur am Märkischen Gymnasium baute.

Da er aber den Kontakt nach Rhynern nie verlor – so besuchte er ab und an die Heimspiele der Westfalia und tauschte sich regelmäßig mit Andreas Kersting aus, dem Sportlichen Leiter, – stand im Frühjahr die mögliche Rückholaktion auf dem Besprechungsprogramm. „Und da ich auch mit Kami (Anm. der Redaktion: Michael Kaminski, Trainer der Rhyneraner) gut auskomme und wir uns gut unterhalten haben, bin ich dann zurückgekommen“, sagt Michler, der bei seinem zweiten Versuch, in der Oberliga Fuß zu fassen, nun auf deutlich mehr Einsätze spekuliert als vor seinem Wechsel nach Neheim. „Ich will so viel wie möglich spielen“, stellt er klar und setzt dabei auf seine Vielseitigkeit. Denn Michler, der an der Hochschule Hamm/Lippstadt Sport- und Gesundheitstechnik studiert, kann sowohl auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung auflaufen, ist also variabel einsetzbar.

Zudem ist er mit seinen 26 Jahren einer der älteren Akteure im Kader der Westfalia und möchte gerne seine Erfahrung an die jungen Akteure weitergeben, die gerade von den A-Junioren in den Seniorenbereich gewechselt sind. „Ich kann sicherlich eine andere Rolle ausfüllen als vor meiner Zeit in Neheim, indem ich auf und neben dem Platz ein bisschen was mitgestalte“, sagt er. „Wir werden mal schauen, wie sich das alles entwickelt. Aber ich brauche mich sicherlich nicht zu verstecken und werde meine Spielzeit bekommen.“

Neben den Nachwuchsakteuren hat Kaminski mit Tim Neumann, Marvin Joswig, Christopher Stöhr, Sezer Toy, Robin Ploczicki sowie eben Michler sechs erfahrene Kräfte für die vier Positionen in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld. „Es ist sicherlich der Vorteil von Jonas, dass er flexibel ist und beide Positionen spielen kann. Angesichts der vielen Begegnungen in dieser Saison wird jeder Spieler schon seine Minuten sammeln“,

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare