Fußball-Oberliga

Jeffrey Malcherek: Im Höchsttempo in Rhynern angekommen

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Jeffrey Malcherek (links) ist schnell zu einer wichtigen Größe in Rhynern geworden.

Sich integrieren oder einfügen? Ankommen im neuen Team? Für Jeffrey Malcherek alles kein Problem.

Hamm - Der 23-Jährige, der im Sommer vom klassentieferen Lüner SV zum Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern gewechselt war, spielt in seiner neuen sportlichen Heimat so auf, als würde er schon seit Jahren am Papenloh auflaufen.

„Ich sage da ja nichts Neues. Aber die Atmosphäre in dem Verein ist schon eine ganz besondere. Dass man in einer Mannschaft so viele gute Charaktere trifft, ist eine Seltenheit. Und auch die Leute im Verein sind super hilfsbereit“, erklärt der Innenverteidiger, warum er sich beim SV Westfalia so schnell eingelebt hat.

Im ersten Saisonspiel beim 1:1 in Meinerzhagen hatte er noch 90 Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren müssen, weil er im Pokal zuvor die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und daher gesperrt war. Anschließend gehörte er aber in jeder Partie zur Anfangsformation, nur beim 2:0-Heimsieg über den SV Schermbeck am 15. September holte ihn Trainer Michael Kaminski schon nach 32 Minuten vom Platz, weil Malcherek nach seiner Gelben Karte vor einem Platzverweis stand. 

„Ich bin froh, dass so schnell alles geklappt hat. Wir haben in der Defensive aber auch einen extremen Konkurrenzkampf mit Leuten wie Patrick Polk, Tim Neumann und Marvin Joswig. Da muss man immer Vollgas geben. Und das hilft einem dann, um sich weiter zu entwickeln“, erklärt er. „Ich habe das Vertrauen von unserem Trainer bekommen. Und das versuche ich zurückzuzahlen.“

Absoluter Teamplayer

Entsprechend positiv äußerst sich Kaminski über seinen Schützling. „Ich bin in der glücklichen Lage, über Top-Innenverteidiger zu verfügen. Jeffrey ist sehr ehrgeizig und zweikampfstark mit seiner körperlichen Präsenz. Er gibt bei jeder Trainingseinheit alles. Er ist ein absoluter Teamplayer“, findet der Coach nur lobende Worte, fügt aber auch hinzu: „Dass er fußballerisch noch zulegen kann und wird, weiß Jeff auch. “

Malcherek, der auf dem Platz sehr viel mit seinen Mitspielern redet, hat in seiner noch jungen Karriere schon für verschiedene Vereine gespielt. Von Dortmund war er in der Jugend nach Ahlen gewechselt und von dort weiter zu RW Oberhausen. Im Seniorenbereich unternahm er seine ersten Schritte bei Mengede 08/20, ehe es ihn über die Stationen SV Schalding (Regionalliga Bayern), ASC 09 Dortmund und Lüner SV in diesem Sommer zum SV Westfalia verschlug. 

Doch vor dieser Saison buhlten auch noch andere Klubs um die Dienste des zweikampfstarken Abwehrspezialisten, unter anderem auch zwei weitere Oberligisten. „Ich habe mich intensiv mit Mathieu Bengsch, der jahrelang für Rhynern gespielt hat und den ich von der Uni in Bochum kenne, unterhalten. Und als dann auch Yasin Acar, mit dem ich zusammen beim Lüner SV gespielt habe, ebenfalls ein Angebot bekommen hat, habe ich zugesagt“, berichtet Malcherek, den zudem die sportliche Perspektive bei der Westfalia beeindruckt hat: „Rhynern spielt in der Oberliga immer oben mit, hatte sogar einmal den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Die jungen Leute bekommen immer viele Einsatzzeiten. Und jetzt will man dort wieder eine Mannschaft für die nächsten Jahre aufbauen, das ist schon alles sehr gut.“

Nur drei Punkte Rückstand auf die Spitze

Sehr gut sind auch die Auftritte von Malcherek, der als Quereinsteiger als Lehrer an einer Gesamtschule arbeitet, im bisherigen Saisonverlauf. Damit hat er seinen Teil dazu beigetragen, dass Rhynern nur drei Zähler Rückstand auf das Führungsduo aus Ennepetal und Meinerzhagen hat. Wobei er nur bedingt mit der Ausbeute zufrieden ist. „13 Punkte aus acht Spielen ist nicht überragend. Aber wenn man sieht, wie ausgeglichen die Liga ist, dann sind wir im Soll. Man muss in jedem Spiel Vollgas geben. Das funktioniert auswärts leider noch nicht so gut wie zuhause“, betont er.

Das soll sich am Sonntag bei der zweiten Mannschaft von Preußen Münster ändern. So hofft es zumindest Malcherek. „Diese U23-Teams versuchen immer alles spielerisch zu lösen. Da muss man mit gesunder Härte gegen halten“, sagt der Innenverteidiger, dessen Stärke gerade diese Spielweise ist. „Ich komme sehr über die Physis.“ Und das sollen am Sonntag auch die Münsteraner Talente zu spüren bekommen. Damit es mit dem ersten Auswärtssieg für die Westfalia klappt.

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