SG-Bundesligateam muss um den Klassenerhalt bangen

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Inken Plengemeyer kämpft mit der SG Hamm in Paderborn um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Hamm  In der Geschichte der Luftgewehr-Bundesliga hat sich in der Abstiegsfrage der Gruppe Nord vor dem letzten Wettkampfwochenende noch nie so eine spannende Situation ergeben wie in dieser Saison. Alleine sechs Teams sind noch in akuter Gefahr und können bis auf Platz elf abrutschen.

Der vorletzte Rang bietet den Mannschaften – wie sonst über die Relegation üblich – keinen Rettungsanker mehr, sondern führt erstmals direkt zum Abstieg. Während das Schlusslicht Braunschweiger SG bereits keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat, müssen die Akteure von SSG Kevelaer, SV Wieckenberg, Post SV Düsseldorf und BSV Buer-Bülse, vier Vereine mit jeweils 6:12 Punkten und nur durch die Einzelbilanz getrennt, mit dem Schlimmsten rechnen. Aber auch der KKS Nordstemmen und die Schießgesellschaft Hamm – zwei Punkte besser gestellt – auf Rang sechs und sieben sind noch nicht gesichert.

Hoffen und Bangen dürfte daher am Wochenende bei den meisten Teams und deren Anhängern im Vordergrund stehen, während in den einzelnen Partien sicherlich auch das Nervenkostüm des einen oder anderen der Aktiven eine tragende Rolle zukommt. Allein schon deshalb kann damit gerechnet werden, dass es bei den Veranstaltungen in Nordstemmen (Sporthalle, Jahnstraße 2, 31171 Nordstemmen) sowie in Elsen (Dreifachturnhalle, Nesthauserstraße. 8, 33106 Paderborn) es mehr als hitzig hergehen wird. Für die Verantwortlichen der Schießgesellschaft Hamm ergibt sich vor dem Wochenende der Wahrheit zudem noch eine sehr schwierige personelle Situation. Aufgrund einer verpflichtenden Nominierung durch den französischen Verband müssen Pierre-Edmond Piasecki (395,60) und Etienne Germond (394,0) am internationalen Turnier in Fleury les Aubrais teilnehmen und somit auf ihren Bundesligastart verzichten. Erschwerend kommt hinzu, dass Julia Budde (391,0) nach einem Unfall mit einer Knieverletzung kurzfristig ausfällt und somit die Personaldiskussion für die verantwortlichen Trainer Rudolf Jendrzejewski und Dominik Biehn vor den beiden Begegnungen gegen die SGi Mengshausen und die SSG Kevelaer im Vordergrund steht. Den Kader für Paderborn werden Inken Plengemeyer (393,0), Dana Prüfe (392,0), Rike Furmannek (388,67), Moritz Brunnenberg (387,20) und Veronique Münster (383,50) bilden. Alternativ könnte das Trainerduo auf Jan Brodda und Anna Steinhoff aus der Reserve zurückgreifen.

Die Erfolgsaussichten für die SG Hamm am Wochenende sind eher bescheiden. Gerade das Mengshausener Team wird gegen die SG Hamm (17.30 Uhr) am Samstag alle Kräfte mobilisieren, um mit einem weiteren Sieg endlich der Finalrundenteilnahme nach drei vergeblichen Anläufen als Ausrichter selbst einen Schritt näher zu kommen. Bei den Hessen werden Nazar Louginets (397,25), Patrick Seyfarth (393,14), Jaqueline Orth (391,67), Elena Roth (391,0) und Michelle Horst (389,67) erwartet. Bessere Siegchancen dürften sich für die Schießgesellschaft am Sonntag (11.30 Uhr) im Duell mit der SSG Kevelaer ergeben. Je nach Ausgang der Samstags-Partie der Rheinländer gegen den Tabellenführer und Gastgeber St. Hubertus Elsen könnte die SSG bereits unter erheblichem Erfolgsdruck stehen, da nur ein klarer Sieg gegen die SG Hamm zum Klassenerhalt führen würde. Bei der SSG Kevelaer dürften der Israeli Sergy Richter (395,80), Alexander Thomas (392,0), Jana Erstfeld (390,67), Josefin Weber (390,60), Patricia Seipel (390,17) und Katharina Kösters (388,13) im Kader stehen.

Noch hat das Bundesligateam der Schießgesellschaft alles selbst in der Hand. Einzelpunkte könnten am Ende bei Punktgleichheit allerdings ausschlaggebend sein. Daher wird für die SGH jeder direkte Vergleich besonders im Fokus stehen. Betreuer und Fans in den Hallen werden sicherlich mit einem Ohr am Ergebnisticker hängen – der Rechenschieber wird dabei wohl nicht aus der Hand gelegt werden.

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