Platz fünf für Schornberg beim Weltcup-Auftakt in London

Jasmin Schornberg

LONDON - Mit unterschiedlichen Gefühlen verließen die beiden Weltklasse-Kanuten vom Kanu-Ring Hamm, Sebastian Schubert und Jasmin Schornberg, das Weltcup-Auftakt-Wochenende in London. Während Schubert als Titelverteidiger nach einem Fahrfehler schon im Halbfinale als 20. die Segel streichen musste, zog Schornberg souverän ins Finale ein, wo sie als Fünfte den Podestplatz knapp verpasste.

Immerhin: Den Psychokampf mit Rivalin Cindy Pöschel um einen möglichen Ausscheid bei den folgenden zwei Weltcuprennen für die WM-Qualifikation braucht die gebürtige Lippstädterin nicht mehr zu fürchten. Pöschel hatte die Vorgabe, das Finale von London zu erreichen, nicht geschafft und Schornberg die WM-Teilnahme in Deep Creek, Maryland (USA) zum Saisonhöhepunkt damit sicher. „Man hatte diese Sache schon noch ein bisschen im Hinterkopf, aber das hatte sich ja gleich am ersten Tag in London erledigt gehabt“, gab Schornberg zu, dass sie noch an den Zweikampf mit ihrer Konkurrentin aus Leipzig gedacht hatte. „Aber meine Fahrfehler aus dem Finale haben nichts mehr damit zu tun gehabt. Ich habe das Boot an einem Punkt nicht gut gestellt, und wenn man tief ins Kehrwasser kommt, verliert man halt die Zeit.“ Unterstützung erhielt sie auch von ihrem Heimtrainer Jürgen Schuber: „Wenn wir hart mit uns umgehen, war sicher mehr drin gewesen“, sagte der Coach. „Aber es ist nun einmal so, dass nur der Erste mit seinem Lauf zufrieden sein kann – alle anderen haben immer etwas zu bemängeln.“ Zufrieden war in diesem Fall die Chinesin Li Lu, die knapp fünf Sekunden schneller war als Schornberg, die beste Deutsche wurde.

Trotz des erneut verpassten Treppchenplatzes bleibt Schornberg für die kommenden Aufgaben zuversichtlich. „Ich bin ja gut gefahren“, sagts sie. „Ich hatte leider nur einen Fehler, der viel Zeit gekostet hat. Aber auf jeden Fall weiß ich, dass ich schnell bin.“ Was sie schon beim zweiten Weltcuprennen des Jahres im slowenischen Tacen am kommenden Wochenende beweisen möchte, zu dem sie nach einem entspannenden Pfingstmontag bereits heute morgen aufbricht. - güna

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