Handball

Jahres-Schlussspurt für den ASV Hamm-Westfalen

Fabian Huesmann ASV Hamm-Westfalen 2. Handball-Bundesliga
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Einsatz fraglich Fabian Huesmann.

Nach zuletzt 0:8 Punkten in der 2. Handball-Bundesliga will der ASV Hamm-Westfalen in den letzten drei Spielen des Jahres zurück in die Erfolgsspur - am liebsten schon mit einem Sieg beim TV Hüttenberg.

Hamm – Den Weihnachtsbaum hat Michael Lerscht bereits am Dienstag mit den Kindern geschmückt – am Mittwoch würde sich der Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gerne noch selbst beschenken: mit einem Sieg beim TV Hüttenberg (19.30 Uhr/Rittal Arena). „Das war das letzte Zeitfenster, das wir noch hatten“, steht Lerscht mit dem ASV über die Feiertage ein straffes Programm bevor. Dem Spiel am Mittwoch folgen Trainingseinheiten an Heiligabend und 1. Weihnachtstag, das Heimspiel am 2. Weihnachtstag gegen die HSG Konstanz, zwei weitere Trainingstage und die Auswärtstour zum EHV Aue.

Neben allem Stress bieten sich damit auch drei Möglichkeiten, um nach zuletzt vier Niederlagen in Folge noch vor dem Jahreswechsel in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ein Lichtblick ohne Punkte war für alle Beteiligten zumindest das 28:30 gegen den TuS N-Lübbecke. „Wir haben drei Partien lang nicht an unserem Limit gearbeitet. Aber gegen Nettelstedt – das ist unser Gesicht gewesen“, sagt Lerscht und fügt mit Blick auf die nächste Aufgabe am Mittwoch beim TV Hüttenberg (19.30 Uhr/Rittal Arena) an. „Jetzt müssen wir diese Power und das Invest auch am Mittwoch leisten.“

Was für Jo Gerrit Genz selbstverständlich ist: „Wenn wir wieder diese Emotionalität auf die Platte bringen, uns so pushen, kann das Spiel für uns ein Schlüsselerlebnis werden, um den Bock umzustoßen und wieder Erfolg zu haben“, sagt der Rückraumrechte.

Aus Sicht von Thomas Lammers macht die jüngste Entwicklung einiger Spieler Hoffnung, dass der angedeutete Aufwärtstrend aus dem Lübbecke-Spiel erfolgreich fortgesetzt wird. Das sagt der Geschäftsführer zu...

Spielmacher Merten Krings: „Er war gegen den TuS wesentlich besser im Spiel als nach seiner Rückkehr aus der Verletzung im Spiel gegen Dormagen. Das war sein zweites Pflichtspiel nach einem gefühlten halben Jahr – ich gehe davon aus, dass es bei ihm stetig besser wird.“

Linksaußen Alex Rubino Fernandez: „Er hat absolut super gespielt. Obwohl er in der ersten Halbzeit zwei richtige Fahrkaten geschossen hat, war er ein Lichtblick.“

Torhüter Felix Storbeck: „Auch Störte hält super. Er hatte in den letzten drei, vier Begegnungen extreme Probleme, ins Spiel zu kommen.“

Dass gegen den Tabellendritten am Ende trotzdem keine Punkte für die Hammer heraussprangen und die Pleitenserie weiter anhält, erhöht den Druck auf das Team immens. „Das Topspiel gegen Nettelstedt kann man verlieren“, sagt Genz. „Bei uns kommt dazu, dass es das vierte Spiel in Folge war. Aber wenn wir so auftreten, mache ich mir für Hüttenberg überhaupt keine Gedanken.“

Was sein Trainer ähnlich sieht. „Das waren ja nicht wir in den Spielen davor und unbefriedigend für alle, die mit dem ASV zu tun haben“, sagt Lerscht, der die positiven Ansätze aus dem Nettelstedt-Spiel mitnehmen will. „Ich habe großes Vertrauen zu den Jungs. Gegen den TuS gab es keine Punkte, aber ich habe das Gefühl, wir haben uns frei geschwommen.“

Enge Personalsituation bleibt

An der engen personellen Situation wird sich bei den Hammern allerdings nichts ändern. Spielmacher Sören Südmeier ist aufgrund seiner Knieprobleme ohnehin in diesem Jahr nicht mehr einsatzfähig. Und auch für Kreisläufer Jakob Schwabe kommt ein Einsatz nach seinem grippalen Infekt noch zu früh. „Bei ihm hoffen wir, dass er am 2. Weihnachtstag wieder eine Option ist“, sagt Lerscht, der zudem bei Linksaußen Fabian Huesmann auf das Prinzip Hoffnung setzen muss. „Bei Fabi wird es eng. Wir versuchen, ihn langsam heranzuführen und müssen dann sehen, wie der Körper reagiert. Muskuläre Verletzugen sind gefährlich. Aber ich denke, ihn werden wir dieses Jahr nochmal sehen Ob das schon in Hüttenberg ist, müssen wir gucken, wie es beim Aufwärmen funktioniert.“

Allen anderen Akteure ist „jetzt schon anzumerken, dass sie zuletzt sehr viel Spielzeit hatten“, sagt Lerscht. „Aber das geht allen anderen Mannschaften in der Liga ja auch so.“

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