Handball

Jó-Gerrit Genz kommt - ASV Hamm-Westfalen erfüllt Wunsch des baldigen Trainers

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In das Trikot muss er noch reinwachsen: ASV-Manager Thomas Lammers (links) und Geschäftsführer Franz Dressel (rechts) präsentieren Neuzugang Jó-Gerrit Genz.

Die Winterpause ist gerade erst beendet, da melden die Verantwortlichen des ASV Hamm-Westfalen bereits die nächste Personal-Entscheidung für die kommende Saison.

Hamm - Jó-Gerrit Genz wird ab dem Sommer das ASV-Trikot überstreifen. „Wir freuen uns, dass das geklappt hat. Gerrit ist ein Wunschspieler von Michael Lerscht, der ab dem kommenden Jahr die Mannschaft trainieren wird“, sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Einer, den auch andere Vereine gern gehabt hätten.“

Als der erste Anruf von Lerscht bei Genz einging, war der Rückraumrechte des TuS N-Lübbecke durchaus interessiert. Nach dem ersten unverbindlichen Treffen stand für den 24-Jährigen fest, dass er in den Hammer Osten wechseln will. „Ich habe mich mit Michael in Gummersbach getroffen“, erinnert sich der Neu-ASVer. „Da haben wir uns knapp zwei Stunden unterhalten. Und er hat mir sein Konzept vorgestellt, mit dem ich mich absolut identifizieren kann. Nicht nur die Art, wie er spielen will, hat mir gefallen, sondern auch der Ort, der Verein, wo er das spielen möchte. Denn der ASV ist für mich mittlerweile ein Topklub in der zweiten Liga. Daher habe ich sportlich die besten Chancen gesehen, um möglichst hoch zu spielen.“ 

Denn eines war für den Rückraumrechten nach vier Jahren beim TuS N-Lübbecke klar: Dahin, wo er mit den Ostwestfalen schon war, will er möglichst schnell zurück: in die 1. Bundesliga. Ob die Hammer das in diesem Jahr ohne ihn oder danach mit ihm schaffen, weiß er nicht. Dass es gelingen, kann, steht für den knapp eine halbe Stunde von Gummersbach in Waldbröl geborenen Genz fest. „Ich habe einen Vertrag für die erste und zweite Liga unterschrieben“, sagt er.

"Ich kann das erst einmal nur von Außen verfolgen"

„Natürlich wäre es das Geilste, wenn sie es jetzt schon schaffen. Aber ich kann das erst einmal nur von Außen verfolgen. Und am Ende wäre ich auch nicht unfassbar traurig, wenn wir nächstes Jahr noch in der 2. Liga spielen würden, weil ich davon überzeugt bin, dass Hamm weiter oben mitspielt.“ Dass auch sein aktueller Verein dem ASV noch einen Strich durch die Aufstiegs-Rechnung machen kann, sieht der 24-Jährige ganz pragmatisch. „Ich bin gerade noch zu 100 Prozent in Lübbecke“, betont er. „Im Sommer sind es vier Jahre, was eine sehr lange Zeit für mich ist. Deswegen ist es eine Verpflichtung für mich, bis zum Schluss alles für den TuS zu geben.“

Dass die Empfehlung seines aktuellen und kommenden Teamkollegen Marian Orlowski bei der Entscheidung, nach Hamm zu wechseln, eine Rolle gespielt hat, gibt Genz gerne zu. „Wir sind gut befreundet, und er hat nur Positives über den Verein und die Mannschaft erzählt. Das Umfeld, die Fans, die Halle, die immer gut besucht ist – das Gesamtkonzept war stimmig.“

Abschied von Stefan Lex steht fest

Im rechten Rückraum soll Genz, der aktuell 50 Saisontore in der 2. Liga erzielt hat, seine Shooter-Qualitäten zeigen, aber auch dabei helfen, die Deckung auf der Halbposition weiter zu verdichten. „Wobei ich mich nicht als reinen Shooter sehe“, sagt er. „Ich versuche auch, über das Zusammenspiel mit dem Kreis oder in 1:1-Situationen zum Erfolg zu kommen – obwohl es auch Spaß macht, aus zehn Metern einfach draufzuballern.“ Mit der Genz-Verpflichtung ist allerdings auch klar, dass die ASV-Zusammenarbeit mit Stefan Lex im Sommer nach zwei Jahren endet. „Stefan hat die Entscheidung professionell aufgenommen“, sagt Dressel. „Der Trainer wollte einfach einen etwas anderen Spielertypen als Ergänzung zu Jan von Boenigk haben.“

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