Interview mit ASV-Trainer

Kay Rothenpieler: „Können eine gute Rolle spielen“

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Kay Rothenpieler ist seit 14 Jahren als Trainer beim ASV. Der Vertrag des 43-Jährigen läuft bis zum Saisonende.

HAMM - Am Samstag beginnt für den ASV Hamm-Westfalen die Saison in der 2. Handball-Bundesliga – und das gleich mit einem „Kracher“: dem brisanten westfälischen Derby beim Erstliga-Absteiger TV Emsdetten (19 Uhr, Ems-Halle).

Vor dem Auftakt sprach Frank Heidenreich mit Trainer-Manager Kay Rothenpieler (43) über die Ziele, die Vorbereitung und die verpatzte Generalprobe.

Herr Rothenpieler, die Vorbereitung verlief gut, nun kam das Aus in der ersten Runde des DHB-Pokals beim Wilhelmshavener HV. Drückt das auf die Stimmung?

Kay Rothenpieler: Ein bisschen enttäuscht sind wir, gar keine Frage. Wir wollten unbedingt gewinnen. Daher waren wir schon alle etwas niedergeschlagen. Auf der anderen Seite kann ich der Mannschaft keinen Riesen-Vorwurf machen. Wir haben gekämpft, haben eine sehr gute Deckung gespielt mit einem überragenden Torhüter (Dennis Doden kam auf 22 Paraden, Anm. d. Red.). Was man kritisieren muss, ist, dass wir etwas überdreht haben, zu überhastet waren und vorne die Bälle liegen gelassen haben. Aber vielleicht war es ein Dämpfer zur rechten Zeit nach der großen Euphorie in der Vorbereitung.

Bleibt trotzdem der positive Eindruck der Vorbereitung haften mit den guten Resultaten, darunter der Sieg gegen Erstligist Minden?

Rothenpieler: Auf alle Fälle. Dass so ein Spiel wie gegen Wilhelmshaven mal kommen kann, ist normal, das wird in der Liga wahrscheinlich auch so sein. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und wir haben gesehen, dass wir in kritischen Situationen noch nicht so die Ruhe haben. Wir machen sehr viel mit einer hohen Emotionalität und einer hohen Motivation. Wenn es eng wird, dann müssen die erfahrenen Spieler Verantwortung übernehmen. Und wenn die einen nicht so guten Tag haben, wird es schwer gegen eine starke Mannschaft wie Wilhelmshaven, die sehr erfahren und cool ist. Die Vorbereitung war gut, aber man sieht, dass es etwas anderes ist, wenn der Druck eines Pflichtspiels dazu kommt. Wir müssen auch mit solchen Niederlagen umgehen können, das ist auch eine Erfahrung.

Das Durchschnittsalter der Mannschaft liegt bei rund 24 Jahren. Ist es auch ein „Problem“, dass viele Spieler im Team noch nicht so viel Erfahrung haben?

Rothenpieler: Das Wort „Problem“ ist mir zu negativ. Wir sind froh, dass die jungen Spieler hier sind. Wir haben uns für diesen Weg entschieden. Und es ist erstmal unsere Aufgabe, diese Jungs in ihrer Entwicklung weiterzubringen. Dass so etwas auch immer eine Gefahr birgt, weil eben die Erfahrung fehlt, ist normal. Wichtig ist, den Jungs Zeit zu geben und Dinge immer wieder anzusprechen. Dann werden wir irgendwann die Früchte ernten. Es macht sehr viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten, weil alle sehr motiviert sind. Aber sie sind eben auch noch nicht am Ende ihrer Entwicklung.

Wer sind denn die Favoriten für die Saison?

Rothenpieler: Leipzig muss man auf der Rechnung haben. Bittenfeld auch. Emsdetten und Eisenach als Absteiger können ebenfalls eine Rolle spielen. Generell aber wird die Liga wieder sehr ausgeglichen sein, es wird eine Menge Überraschungen geben. Wer aufsteigen will, darf sich keine größeren Schwächen leisten.

Das komplette Interview lesen Sie am Freitag im Westfälischen Anzeiger.

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