Rollhockey

Improvisierte Meisterfeier des SK Germania Herringen mit Pokal-Übergabe

Meisterehrung in Eigenregie: SKG-Vorsitzender Michael Brandt (links) übergab gestern Abend im Restaurant Plaka die Bundesliga-Trophäe an Kapitän Lucas Karschau.
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Meisterehrung in Eigenregie: SKG-Vorsitzender Michael Brandt (links) übergab gestern Abend im Restaurant Plaka die Bundesliga-Trophäe an Kapitän Lucas Karschau.

Eine Meisterschaft ohne Pokal-Übergabe? Nicht mit dem SK Germania Herringen. Der Rollhockey-Bundesligist ließ es sich nicht nehmen, seine erfolgreiche Mannschaft zu ehren.

Hamm - Die Meisterfeier hätten sich die Beteiligten zweifellos auf eine andere Art und Weise gewünscht, am liebsten natürlich mit allen Fans nach einem erfolgreichen Playoff-Finale in der Glückauf-Halle. Doch so ganz wollte Michael Brandt, der Vorsitzende des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen, nach dem Titel-Hattrick nicht auf die Würdigung der insgesamt fünften nationalen Meisterschaft verzichten. Deshalb ergriff Brandt die Initiative und überreichte am Donnerstagabend im Restaurant Plaka den Pokal höchstpersönlich an Kapitän Lucas Karschau.

„Wir wollten wenigstens ein bisschen mit der Mannschaft feiern, zumindest mit einem gemeinsamen Abendessen. Das hat sie sich auch verdient“, erklärte Brandt. So wurde das Team in einem größeren Saal des Restaurants in zwei Gruppen aufgeteilt und mit Abstand an den Tischen platziert. „Wir haben die Corona-Regeln eingehalten“, versicherte der SKG-Chef.

Saisonstart soll am 12. September erfolgen

Der konnte dem Team um Erfolgstrainer Christian Zarod auch gleich eine Neuigkeit mitteilen. Denn geht es nach dem Willen des Deutschen Rollsport- und Inlineverbands (DRIV), soll die neue Bundesliga-Saison am 12. September beginnen. Erneut mit neun Vereinen, denn den Platz des Absteigers Blue Devils Chemnitz wird die Spielgemeinschaft Eldagsen Falcons (früher Bison Calenberg) einnehmen.

Die Herringer werden dann an diesem Samstag um 16 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei der IGR Remscheid starten. Im ersten Heimspiel eine Woche später (19. September) trifft der SK Germania ab 18 Uhr in der Glückauf-Halle im Westfalenderby auf den alten Rivalen ERGI Iserlohn. „Hoffentlich können wir dann auch vor Zuschauern spielen. Geisterspiele im Rollhockey kann ich mir nicht vorstellen. Das können wir uns schon aus finanziellen Gründen überhaupt nicht leisten, weil wir die Saison in erster Linie aus Zuschauereinnahmen finanzieren“, beteuerte Brandt. Der bestätigte erneut, dass schon der Abbruch der Saison den Verein in wirtschaftlicher Hinsicht empfindlich getroffen hat, weil die einkalkulierten Einnahmen aus der lukrativen Playoff-Runde wegen Covid-19 nicht generiert werden konnten.

Tagung im Juli in Gera

Deshalb sieht er den vom Verband veröffentlichten Spielplan zunächst einmal als reinen Vorschlag an. Ob die Bundesliga dann wirklich gestartet werden kann, ist nach Meinung des Herringer Vorsitzenden längst noch nicht sicher. Die Vorrunde soll am 10. April beendet werden, anschließend würden direkt die Playoff-Halbfinals der besten vier Vereine folgen. Das Endspiel ist für den 16. Mai vorgesehen.

Brandt geht davon aus, dass alle Rahmenbedingungen bei der Bundesligatagung Anfang Juli in Gera besprochen werden. Ursprünglich sollte dieses Treffen der Vereine mit den Verbandsvertretern bereits im April stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie in die Sommerferien verschoben.

Personell wird der SK Germania mit einem fast unveränderten Kader in die Saison gehen. Lediglich Milan Brandt verlässt die Herringer in Richtung Eldagsen, weil für ihn in beruflicher Hinsicht vorerst keine Großprojekte mehr im Westen Deutschlands anstehen und er eher im Norden und Osten tätig sein wird. Ob seine Position neu besetzt wird, lässt der SK-Vorsitzende erst einmal offen. „Wichtig ist, dass ansonsten alle bei uns bleiben werden“, beteuerte Brandt, der sich auch in fortgeschrittenen Gesprächen mit Erfolgs-Trainer Christian Zarod befindet. „Die Tendenz ist positiv“, erklärte Brandt. „Ich denke, dass wir schon sehr zeitnah eine Einigung erzielen werden.“

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