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HSV will sich mit einem Dreier in die Winterpause verabschieden

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Von: Rainer Gudra

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Halil Dogan (rechts, gegen Joschka Brüggemann) profitierte gegen Rheine vom Wechsel auf das Kunstgrün, was ihm auch in Sprockhövel zugute kommen wird. 
Halil Dogan (rechts, gegen Joschka Brüggemann) profitierte gegen Rheine vom Wechsel auf das Kunstgrün, was ihm auch in Sprockhövel zugute kommen wird.  © Reiner Mroß / Digitalfoto

Noch einmal 90 Minuten Vollgas geben, danach relativ entspannt in die lange Winterpause gehen: Fußball-Oberligist Hammer SpVg bestreitet am Freitag bei der TSG Sprockhövel (19.30 Uhr) das letzte Spiel des Jahres.

Hamm - Dabei hat die HSV sogar die große Chance, an den Gastgebern vorbei vorübergehend sogar auf Platz elf der Tabelle zu klettern. Das jüngste 2:1 daheim gegen den FC Eintracht Rheine macht Steven Degelmann und seinen Mannen durchaus Hoffnung.

„Die Winterpause ist sehr lang. Da wird man immer mal wieder auf die Tabelle schauen. Es wäre natürlich für alle im Verein schön, dann über dem Strich zu stehen“, sagt der HSV-Trainer, der mit seinem Team erst am 6. März mit der Heimpartie gegen die Sportfreunde Siegen wieder in den Abstiegskampf einsteigen wird. Zwar wird die Spielzeit schon am 20. Februar fortgesetzt, doch der freie Tag in der 21er-Liga und das Karnevals-Wochenende verhindern einen früheren Start.

Durch Corona aus dem Rhythmus gekommen

„Schön, dass wir uns die Gelegenheit erarbeitet haben, mit einem Sieg an ihnen vorbeiziehen zu können“, sagt Degelmann, weiß aber auch: „Sprockhövel ist eine spielstarke Mannschaft und hat mit Nazzareno Ciccarelli (ein Kurzzeit-HSVer in 2020, d. Red.) einen super Spieler im vorderen Offensivbereich.“ Die Gastgeber kamen nach einem starken Saisonstart und Tabellenplatz drei auch durch Spielausfälle aufgrund von Corona-Infektionen aus dem Rhythmus – mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Begegnungen rutschte das Team von Andrius Balaika auf den zwölften Tabellenplatz ab.

Das letzte Pflichtspiel (0:2 gegen Schermbeck) liegt fast einen Monat zurück, am vergangenen Sonntag verlor die TSG, die drei Spiele weniger ausgetragen hat als die HSV, einen Test gegen Cronenberg aus der Oberliga Niederrhein mit 0:1. Degelmann: „Es ist kaum vorauszusehen, wie sie das verkraftet haben und wie sie auflaufen werden. Es ist schwer, sich da direkt auf den Gegner einzustellen.“

Gespielt wird erneut auf Kunstgrün

Der HSV-Trainer freut sich auf die Sprockhöveler Arena – weil es „Spaß macht, dort zu spielen“, aber auch, weil erneut auf Kunstgrün gekickt wird, was seinen Spielern durchaus entgegenkommt. „Unsere Jungs haben alle eine gut Grundtechnik. Einem wie Hosan Ahmet ist es egal, worauf er unterwegs ist, aber gerade bei Halil Dogan hat man gemerkt, dass er auf dem Belag mit einem ganz anderen Selbstverständnis spielt. Und auch Andrei Lorengel als Sechser war gegen Rheine technisch ansprechend unterwegs und sehr ballsicher.“

Aber, sagt Degelmann, da Sprockhövel weitaus mehr Fußball auf Kunst- als auf Naturrasen gewohnt sei, „werden wir da sicher auf Augenhöhe spielen“.

Nemec übernimmt für gesperrten Woitaschek

Einzig die Rote Karte für Julius Woitaschek nimmt die HSV als Hypothek mit in das Sprockhövel-Spiel. „Aber die Wechsel gegen Rheine machen mich optimistisch, dass wir das auch ohne ihn hinkriegen werden, auch wenn er uns mit seiner Passqualität fehlt und fast ohne Fouls spielt – zumindest nur mit den ganz notwendigen“, sagt Degelmann in Anspielung an die Notbremse seines Innenverteidigers in der Nachspielzeit gegen Rheines Scherping. Für Woitaschek wird Patrick Nemec in die Mitte der Dreier-Abwehrkette rücken. „Er soll aus der Zentrale das Spiel organisieren und die Bälle verteilen“, gibt sein Trainer vor. „Dafür haben wir ihn ja geholt.“ Nemec sei zwar nicht immer ganz konstant in seinen Leistsungen gewesen, aber: „Ich bin mir sicher, dass er das meistert.“

Fehlen werden weiterhin Stroemer und Fuest mit muskulären Problemen. Latifaj scheint hingegen von seiner schweren Erkältung erholt und steht wohl im Kader.

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