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HSV weckt bei Rückkehrer David Loheider gleich Heimatgefühle

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Von: Patrick Droste

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David Loheider (links) im ersten Test mit der HSV beim SVF Herringen.
David Loheider (links) im ersten Test mit der HSV beim SVF Herringen. © Reiner Mroß/Digitalbild

2018 hatte er den ersten Anlauf unternommen. 2020 den zweiten. Und in diesem Jahr ist David Loheider zum dritten Mal zur Hammer SpVg gewechselt und will mit seiner Erfahrung helfen, dass sich die HSV nach dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga in der Westfalenliga schnell zurecht findet.

Hamm - „Es war vom ersten Tag an so, als wäre ich nach Hause gekommen“, sagt der mittlerweile 31 Jahre Offensivspieler, der keine große Eingewöhnungszeit benötigte, um sich im Hammer Osten wieder zurecht zu finden. Schon als er in der vergangenen Saison mit dem TuS Haltern gegen die Hammer SpVg spielte, war er von Verantwortlichen und Zuschauern der HSV gefragt worden, wann er wieder zurückkommen würde.

Sofort Feuer und Flamme

Als es dann zum Kontakt mit Holger Wortmann, dem Sportlichen Leiter kam, war der in Erkenschwick lebende Loheider sofort Feuer und Flamme. „Die HSV ist für mich ein ganz besonderer Verein. Nicht nur, dass das ein Traditionsklub ist, was im Fußball-Ruhrpott einen hohen Stellenwert hat. Sondern auch, weil die HSV mich immer genommen hat, wenn mich kein anderer Verein haben wollte“, stellt der Angreifer klar. „Hinzu kommt natürlich, dass man bei der HSV einfach top Bedingungen vorfindet, sodass man sich da auf den Sport, was ja das Wesentliche ist, konzentrieren kann.“

Mit 31 Jahren erfahrenster Akteur

Bei der HSV ist er nun ein über aus wichtiges Puzzleteil, damit die Mannschaft nach dem Abstieg wieder in die Erfolgsspur zurückfinden kann. Denn Loheider ist mit seinen 31 Jahren der erfahrenste Akteur – und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Die HSV hat in den vergangenen drei Jahren viel an Kredit verloren. Ich habe ja mitbekommen, wie in den Fußball-Kreisen über den Verein geredet worden ist. Dagegen wollen wir jetzt ankämpfen“, sagt er und fügt hinzu: „Die Jungs sollen sich auf Fußball konzentrieren und Spaß haben, den Rest erledige ich.“

Testergebnisse richtig einordnen

In den Testspielen, vor allem in den Partien gegen die beiden Oberligisten Preußen Münster II und 1. FC Gievenbeck (beide 2:0), haben Loheider und seine Teamkollegen bereits gezeigt, dass die HSV den Blick wieder nach oben richten kann – auch wenn der frühere deutsche U17-Nationalspieler diese Partien nicht überbewerten will. „Diese Ergebnisse aus der Vorbereitung darf man nicht zu hoch hängen. Wenn die Meisterschaft los geht, müssen wir noch eine Schüppe drauf legen“, macht er klar. Das gilt vor allem nach dem blamablen Pokal-Aus am Sonntag beim B-Kreisligisten SV Afferde (2:3). „Wir haben da den Gegner klassisch unterschätzt und es nicht mehr geschafft, den Schalter umzulegen. Aber vielleicht kam dieser Dämpfer genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Mit Zuversicht in die Saison

Dennoch ist er angesichts des neuen Kaders, der Arbeit von Trainer Heiko Hofmann und den individuellen Stärken seiner Mitspieler zuversichtlich, dass es eine gute Saison für die HSV werden kann. „Wir haben viele Mentalitätsspieler. Wenn die ihr Herz auf dem Platz lassen, wir also die Basics wie Kampf, Leidenschaft und Teamgeist einbringen, und darüber hinaus noch fußballerisch auftrumpfen, dann können wir viel Spaß haben“, sagt Loheider. Und da ist es ihm auch egal, ob er von Hofmann im offensiven Mittelfeld oder als Sturmspitze aufgestellt wird. „Ich kann als Zehner oder Neuner spielen. Das wird sicherlich vom Gegner und von den taktischen Plänen unseres Trainers abhängen. Letztlich wird das dafür sorgen, dass wir für den Gegner nicht so leicht ausrechenbar sind“, meint Loheider und hofft einfach, dass aller guten Dinge drei sind und er mit der HSV eine erfolgreiche Saison spielen kann.

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