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HSV-Trainer Heiko Hofmann verspürt keinen besonderen Druck

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Von: Günter Thomas

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Ein Sieg würde helfen: HSV-Coach Heiko Hofmann.
Ein Sieg würde helfen: HSV-Coach Heiko Hofmann. © Reiner Mroß

Das 0:5 beim Lüner SV sitzt noch in den Beinen, die Ansage vom Sportlichen Leiter Holger Wortmann im Kopf: Heiko Hofmann, Trainer des Fußball-Westfalenligisten Hammer SpVg, steht mit seiner Mannschaft am Freitag gegen Grün-Weiß Nottuln (19.30 Uhr/24nexx Arena) vor der wohl schwersten Prüfung seiner kurzen Amtszeit im Hammer Osten.

Hamm – „Schwierig ist jedes andere Spiel in der Liga auch. Es gibt halt Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Wenn das so gesehen wird, muss ich das zur Kenntnis nehmen. Aber es gibt für alles Gründe“, sagt Hofmann, der sich durch die Aussagen Wortmanns unter der Woche im WA-Interview nicht unter Druck gesetzt fühlt. „Wir reden ja auch Klartext miteinander – die Situation wird von außen dramatischer dargestellt, als sie ist. Natürlich sind wir in der Kabine auch nicht zufrieden, speziell mit dem letzten Heimspiel. Aber wir befinden uns in einem Findungsjahr, haben eine sehr junge Mannschaft. Die Vorgabe war ein guter Mittelfeldplatz – und der ist nach wie vor umsetzbar.“

Die Aussagen Wortmanns dürften dennoch bei Mannschaft und Trainer Wirkung hinterlassen haben. „Was ich in Lünen gesehen habe, hat mich schockiert“, hatte der Sportliche Leiter im WA-Interview gesagt und den uninspirierten Auftritt der Mannschaft kritisiert, während Hofmann die Leistung als „gar nicht so blutleer“ empfunden hatte.

Fakt ist: Die Mannschaft läuft nach dem Geschmack der Sportlichen Leitung den in sie gesetzten Erwartungen hinterher. Nur drei Siege und elf Punkte aus den ersten neun Spielen sind nicht das, was sich die Vereinsverantwortlichen erhofft hatten.

„Ich sehe unser Gesamtergebnis“

Auch da relativiert Hofmann: „Ich sehe unser Gesamtergebnis, und da sind fünf von neun Spielen nicht verloren gegangen, weitere, wie gegen Peckeloh, haben wir unglücklich verloren. Ich will immer gewinnen, muss aber auch das große Ganze sehen: In der Liga gibt es auch andere gute Mannschaften, und auf eine solche treffen wir am Freitag. Und wir haben neun Spieler im Kader, die wir wegen Krankheit oder Verletzung nicht aufstellen können.“ Lamine Kourouma, Patrick Schmidt, Sebastian Stroemer, Dario Markovski, Barbaros Inan und Leon Benning fehlen wohl sicher, der Einsatz von Julius Woitaschek, David Loheider und Jannis Ritter ist fraglich.

Anders sieht es beim Gast aus Nottuln aus, der mit vier Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage als Tabellenfünfter am HSV-Stadion vorfährt und das entsprechende Selbstbewusstsein im Gepäck haben dürfte.

Einer, der sich bestens bei der HSV auskennt, könnte sie besonders ärgern: Semih Daglar, GW-Offensivkraft mit Profi-Vergangenheit, spielte 2017 für ein halbes Jahr bei der Hammer SpVg, ehe es ihn im Winter weiter zu RW Ahlen zog. Hofmann: „Aber Nottuln hat auch andere Spieler, die für Gefahr sorgen können. Das ist eben ein schweres Spiel – nicht nur aus der Situation heraus.“

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