HSV-Trainer Barjaktarevic verlangt Wiedergutmachung

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Mission Wiedergutmachung: Luc Ndjock (links) empfängt mit der Hammer SpVg die TSG Sprockhövel.

HAMM -  Den 15. Februar 2014 würde Trainer Goran Barjaktarevic am liebsten aus seinem Gedächtnis löschen. 0:3 verlor seine Hammer SpVg nach teils katastrophaler Leistung den Pflichtspielauftakt beim TuS Erndtebrück. Zu allem Überfluss brach sich Torwart Trifon Gioudas dabei noch die Hand. Gegen die TSG Sprockhövel am Sonntag (15 Uhr/Evora Arena) und darüber hinaus wird Christoph Hunnewinkel das Tor hüten.

Ausgerechnet Gioudas. Wenige Tage vor seinem 21. Geburtstag war der gebürtige Berliner in der ersten Halbzeit gegen Erndtebrück der einzig Wache in einer schlafmützigen HSV-Elf gewesen. Schon vor der Pause zog er sich bei einem Zweikampf den Handbruch zu, spielte aber durch. Und das fehlerfrei. Nach dem Schlusspfiff wurden die Schmerzen langsam größer. Eine Untersuchung im Krankenhaus offenbarte, warum. Noch am Montag wurde er operiert. Mindestens vier Wochen muss das Team ohne ihn auskommen. Auf der Bank wird in dieser Zeit Robin Schimmig aus dem Kreisliga-B-Team sitzen, der bereits bei Hallenturnieren im Kader stand.

Damit nicht genug: Am Donnerstag fiel Ersin Kusakci im Training unglücklich auf die Hand. Diagnose: Fingerbruch. „Das ist der dritte Spieler, der mit einer Handverletzung ausfällt. Ich habe den Eindruck, ich bin Trainer einer Handball- oder Volleyballmannschaft“, flüchtete sich Barjaktarevic in Galgenhumor.

Ferhat Cerci steht nach seiner Hand-OP wieder vor der Rückkehr in den Kader. Ob er bereits gegen Sprockhövel dabei sein wird, entscheidet sich kurzfristig. Fraglich ist auch der Einsatz von Innenverteidiger Pascal Harder, der im Training umknickte und über Probleme mit dem Sprunggelenk klagte. Weiter nicht dabei sind Sefa Arslan, Rouven Meschede, Eymen Brahim und Thanh-Tan Tran.

Ungeachtet der Ausfälle soll die Mannschaft im ersten Oberliga-Heimspiel des Jahres vor allem eines zeigen: Einsatz. „Ich erwarte, dass die Spieler auf dem Platz Fußball arbeiten und Fußball spielen, aber nicht schauspielen“, sagte Barjaktarevic, der über die Torwart-Position hinaus personelle Veränderungen ankündigte. „Was wir in Erndtebrück in der ersten Halbzeit gezeigt haben, hat mir in den Augen weh getan. Wir haben gekickt wie in einem Trainingsspielchen. Ich bin mir sicher, dass die Jungs verstanden haben, was ich von ihnen will. Sie werden die Partie gegen Sprockhövel ernster und intensiver angehen als die in Erndtebrück. Das kann ich garantieren“, so Barjaktarevic.

Im Hinspiel am Sprockhöveler Baumhof setzte sich die HSV dank eines späten Tores von Jochen Höfler mit 1:0 durch. - sst

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