Fußball

HSV-Spieler Lorengel fiebert Duell mit seinem Ex-Verein Westfalia Rhynern entgegen

+
Andrei Lorengel

Der äußere Rahmen wird ein anderer sein als sonst. Lediglich 150 Zuschauer werden wegen des Coronavirus das Derby zwischen der Hammer SpVg und dem SV Westfalia Rhynern verfolgen können. Auf dem Spielfeld wird es trotzdem heiß hergehen – davon ist Andrei Lorengel fest überzeugt.

Hamm - Ein einziges Mal hat Andrei Lorengel bislang ein bisschen Derbyluft schnuppern dürfen, als es um Oberliga-Punkte zwischen der HSV und Rhynern ging. In der Saison 2015/16 stand der mittlerweile 26-Jährige bei einem Ortsduell im Kader des SV Westfalia, lief sich 45 Minuten lang warm – und kam am Ende nicht zum Einsatz. „Das war schon schade, dass ich da selbst nicht mitgewirkt habe“, sagt Lorengel und freut sich umso mehr darauf, dass sich dies am Donnerstagabend ändern wird.

Denn nach seinem Wechsel im Sommer vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen in den Hammer Osten hat er sich bei seinem neuen Verein auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft und wird auch heute von Anfang an auf dem Platz stehen. „Ich komme ja aus Hamm und weiß daher nur zu gut, wie es in den Derbys zur Sache geht. Die Spiele sind immer von viel Brisanz und Hektik geprägt. Ich habe jedenfalls viel Bock auf diese Partie und werde alles versuchen, dass wir gegen Rhynern unseren ersten Saisonsieg einfahren“, sagt er.

Er gibt sogar offen zu, dass die Begegnung für ihn persönlich eine besondere Bedeutung hat. Denn in seiner Zeit in Rhynern spielte er meist nur in der zweiten Mannschaft oder saß beim Oberliga-Team auf der Ersatzbank. Lediglich zwei Ein- und zwei Auswechslungen hatte er in der Spielzeit 2015/16 in Rhynerns Erster zu verzeichnen, kam nur auf 152 Spielminuten: „Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht, warum ich es damals nicht gepackt habe. Aber klar, gegen Rhynern heißt es für mich: Jetzt erst recht.“

Bei der HSV ist er innerhalb kürzester Zeit zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil geworden. Im Mittelfeld gewinnt er die Zweikämpfe, fordert die Bälle und ordnet das Spiel – so wie er es in den vergangenen fünf Jahren wie selbstverständlich im Trikot des TuS Wiescherhöfen gemacht hat. Doch Lorengel will nicht nur seine persönlichen Ziele verfolgen, ihm geht es vor allem darum, mit der Hammer SpVg erfolgreich zu sein. Bislang wartet er mit seinem neuen Klub noch auf den ersten Punktgewinn in der Oberliga, das soll sich nun ausgerechnet im Derby gegen die Westfalia ändern. Im Kreispokal-Halbfinale hatte die HSV die Westfalia nach Elfmeterschießen bereits ausgeschaltet. Aber nicht nur diese Partie macht den Platzherren Mut. „Wir haben trotz der fünf Niederlagen in allen Spielen gezeigt, dass wir jedem Oberliga-Team Paroli bieten und dass wir die nötige Qualität aufbieten können“, betont Lorengel. „Wir müssen es nur schaffen, unsere dummen individuellen Fehler zu minimieren.“

An dem nötigen Willen hat es der HSV bei den bisherigen Punktspielen nicht gemangelt, das soll auch gegen die Westfalia nicht anders sein. „Wir werden dieses Derby von der ersten Minute an annehmen und in den Zweikämpfen präsent sein“, meint der Mittelfeldspieler, der zudem auf den Teamgeist und die taktischen Möglichkeiten seiner Mannschaft setzt. „Im Pokal haben selbst die Jungs, die auf der Tribüne saßen, eine unfassbare Stimmung gemacht. Und wir haben im Pokal in der Halbzeit einige Sachen verändert und in einer anderen Formation gespielt. Das kann jetzt auch wieder ein Werkzeug sein, das das Derby entscheidet.“

Lorengel fiebert dem Duell jedenfalls voller Vorfreude und Ungeduld entgegen. Dabei ist es ihm auch egal, dass er nicht vor voll besetzten Rängen, sondern vor lediglich 150 Zuschauern auflaufen wird. „Das hat uns nicht zu interessieren. Für uns geht es darum zu punkten und den ersten Saisonsieg einzufahren“, stellt er klar. „Natürlich hat Rhynern eine richtig gute Oberliga-Mannschaft. Aber in so einem Derby ist alles möglich. Ich fahre jedenfalls mit viel Bock zum Spiel und werde alles dafür tun, dass wir diese Partie positiv gestalten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare