1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Elfmeterkrimi: HSV im Pokalglück bei Bezirksligisten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Boris Baur

Kommentare

Das Führungstor von Hosan Ahmed reichte für die HSV in Kamen nicht.
Das Führungstor von Hosan Ahmed reichte für die HSV in Kamen nicht. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die Hammer SpVg hat nicht unverdient, aber mit einer gehörigen Portion Glücke eine Schlappe im Kreispokal verhindert. In der dritten Runde setzte sich der Fußball-Oberligist erst mit 7:6 im Elfmeterschießen beim TSC Kamen durch, der in der Bezirksliga 8 auf einem Abstiegsplatz steht.

Kamen – Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Aber wichtig war, dass wir durchgekommen sind“, meinte daher HSV-Coach Steven Degelmann nach einem unerwartet aufregenden Dienstagabend, an dem Keeper Kevin Scierski für die Gäste die Stimmung rettete.

Dabei lief für den Favoriten zunächst alles nach Plan. Auf dem Kunstrasen im Kamener Schulzentrum bestimmten die Hammer die Begegnung und gingen auch nach 18 Minuten mit 1:0 in Führung. Hosan Ahmed hatte getroffen. Doch in der 28. Minute leistete sich die HSV ein Foul auf der halbrechten Seite 19 Meter vor dem von Kevin Scierski gehüteten Tor. Der Ball landete unhaltbar im Netz und Degelmann konstatierte: „unser klassisches Pokalgegentor“. Bis zur Pause passierte nichts mehr. Degelmann musste jedoch den angeschlagenen Sebastian Stroemer in der Halbzeit rausnehmen.

Viele Chancen, aber keine Tore

Nach dem Wechsel war die HSV weiter bemüht, die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen. Die Hammer erspielten sich auch einige Möglichkeiten, doch die Kugel wollte nicht über die Linie. „Wir hatten viele Chancen, haben uns jedoch nicht belohnt. Wir hatten aber auch keine Stürmer an Bord und hintenraus noch Philip Grodowski nach vorne gestellt“, sagte Degelmann, der Nico Kodzon und Okan Özkara aus der zweiten Mannschaft als Offensivkräfte mit nach Kamen genommen und gleich in die Startelf beordert hatte.

Im direkt nach Abpfiff folgenden Elfmeterschießen besaß die HSV dann das Glück des Tüchtigen – und Scierski im Tor. Der hielt zwei der sieben TSC-Versuche. Auf Hammer Seite hatte Patrick Nemec verschossen.

Im Viertelfinale wird die HSV in Wiescherhöfen antreten. Der in der Landesliga noch punktlose TuS hatte in der Runde zuvor überraschend Westfalia Rhynern aus dem Wettbewerb geworfen.

HSV: Scierski – Oxe, Nemec, Stroemer (46. Cakir) – Latifaj, Radojcic, Lorengel, Saraman – Kozdon (65. Woitaschek), Ahmed, Özkara (60. Grodowski)

Auch interessant

Kommentare