Handball

Hop-oder-Top-Spiel für den ASV gegen die Eulen

+
Augen zu und durch: Jan von Boenigk und der ASV brauchen gegen Ludwigshafen einen Sahnetag.

Die erste Pleite der Saison, erlitten am Samstag beim ThSV Eisenach, tat weh. Keine Frage. Zeit, um sich großartig damit zu beschäftigen, bleibt den Spielern des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen aber nicht.

Hamm - Schließlich trifft das Team am Mittwoch im Achtelfinale um den DHB-Pokal auf Erstligist Eulen Ludwigshafen. Als Außenseiter, aber zumindest mit der heimlichen Hoffnung auf eine Überraschung.

Nüchterne Analyse? Ja. Doch nachkarten war nicht erwünscht nach der ersten Saisonniederlage des ASV Hamm-Westfalen beim ThSV Eisenach (24:29). Der Fokus liegt auf dem Pokal-Achtelfinale gegen die Eulen Ludwigshafen (19.15 Uhr/Westpress-Arena). Ein Hop-oder-Top-Spiel, in dem die Hammer zu gerne für eine Überraschung sorgen würden. „In Eisenach haben wir uns in den ersten 20 Minuten abkochen lassen“, räumt ASV-Trainer Kay Rothenpieler ein. „Wir haben in der Nachbesprechung jetzt nicht jede einzelne Aktion auseinander genommen. Fest steht jedoch: Wir müssen gegen Ludwigshafen wieder mehr dahin gehen, wo es weh tut.“ Soll heißen: In die Nahtstellen, den Bereich, wo ein aussichtsreicher Torabschluss möglich ist.

Allerdings werden es die Eulen den Gastgebern nicht leichter machen, als es Eisenach getan hat. „Die spielen zwei Deckungsvarianten – mit einer 5:1 als Priorität und einer 6:0, die sehr robust und hart ist. Darauf müssen wir uns einstellen“, warnt der ASV-Trainer.

Nicht unschlagbar

Dass die Gäste Erstligist sind, macht sie zwar zum Favoriten, als übermächtig und entsprechend unschlagbar werden sie im Hammer Lager allerdings nicht angesehen. „Erst einmal muss man dem Verein Respekt zollen, dass er schon zwei Jahre die 1. Liga gehalten hat“, lobt Rothenpieler. „Das haben andere nicht geschafft. Gegen große Mannschaften haben sie oft nur knapp verloren. Aber das ist ein K.o.-Spiel in unserer Halle. Wenn wir alles auf die Platte bringen, können wir so einen Kontrahenten vielleicht schlagen.“

Die personelle Lage könnte vor dem Pokal-Höhepunkt allerdings besser sein. So wird Spielmacher Merten Krings weiter wegen eines Anrisses des Syndesmosebandes fehlen. Stefan Lex ist angeschlagen, dürfte nachdem er in Eisenach einen Schlag auf die Nase bekommen hat, aber wohl zumindest im Kader stehen. „Das ist gerade vor den wichtigen Spielen, die jetzt kommen, eine blöde Situation“, ärgert sich Rothenpieler über den Ausfall von Krings, will im Hinblick auf die Zweitligabegegnung gegen Lübeck-Schwartau am Samstag aber nicht mit gebremstem Schaum in die Partie gehen. „Wir haben nichts zu verlieren. Und wenn es der Gegner zulässt, dann müssen wir da sein.“

Den Fokus auf die Eulen legen

Vor allem bei denjenigen, die in Eisenach von der Rolle waren, hofft der Trainer, dass sie wieder zu alter Stärke finden. „Jan von Boenigk hat sicher keinen guten Tag erwischt, aber wir wissen, was er kann. Bei Oli Milde darf man nicht vergessen, dass er lange verletzt war. Aber wir hoffen, dass er bald sein Potenzial abrufen kann“, sagt der Coach und ergänzt: „Eine gute und reife Mannschaft zeichnet es aus, nach so einer Niederlage den Fokus direkt auf die nächste Partie zu legen.“

Dressel hofft auf 2000 Zuschauer

1 650 Karten sind für das Pokalspiel bereits verkauft, und Franz Dressel hofft, dass es am Abend noch deutlich mehr werden. „In so einen Match spielen die Zuschauer eine wichtige Rolle“, sagt der ASV-Geschäftsführer. „Ich hoffe, dass wir die 2 000er Marke noch knacken können, damit der Lärm in der Halle ähnlich ohrenbetäubend wird, wie in Eisenach.“

Dann ist er auch sicher, dass die Mannschaft den Kampf um den Viertelfinaleinzug annehmen wird. „Darüber, dass die Niederlage in Eisenach der Mannschaft einen Knacks gegeben haben könnte, mache ich mir jedenfalls keine Gedanken“, versichert er. „Das war nur ein Spiel. Ansonsten bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare