HSV holt in Heessen den zehnten Turniersieg

Und wieder die HSV: Die Hammer SpVg (dunkle Trikots) besiegte im Finale den TuS Wiescherhöfen (weiße Trikots). Foto: Szkudlarek

Hamm - Die Hammer SpVg hat ihren Rekord ausgebaut. Mit einem 8:2 (3:0)-Sieg über den TuS Wiescherhöfen im Finale des 38. Anton-Rehbein-Turniers des SVE Heessen sicherte sich die HSV ihren insgesamt zehnten Titel beim größten Hammer Hallenturnier. Der TSC Hamm wurde nach Elfmeterschießen gegen Westfalia Rhynern Dritter.

Halbfinale: TSC Hamm – TuS Wiescherhöfen 2:4 (2:1). Zwischen den beiden Bezirksligisten entwickelte sich eine spannende Partie, die zum Ende hin immer hitziger wurde. Bereits nach wenigen Sekunden stand Abdullah Sahin nach Pass von Ismail Uysal frei vor TuS-Schlussmann Marco Behrend, der das erste Mal eingreifen musste. Kurz darauf lag der Ball allerdings auf der anderen Seite im Netz, Tobias Fahle hatte TSC-Keeper Fatih Tas aus kurzer Distanz überwunden (1.). Nach vier Minuten glich Tamer Saglam aus, Emir Bajric drehte das Spiel vor dem Halbzeitpfiff mit seinem Treffer zum 2:1 (10.). Weil aus dem Spiel heraus gegen aggressive TSC-Spieler wenig ging, fasste sich Eduard Lorengel ein Herz und zimmerte den Ball zum 2:2 ins Netz (12.). Als Ümit Marankoz wegen eines Einsatzes gegen Fahle Gelb sah, brachte Jan Behnke die Grün-Weißen nach indirektem Freistoß erneut in Front (17.). Das Spiel wurde im Anschluss zunehmend ruppiger. Rachid Souita sorgte sechs Sekunden vor dem Ende mit dem 4:2 für den Finaleinzug der Wiescherhöfener.

Halbfinale: Hammer SpVg – SV Westfalia Rhynern 7:4 (5:2). Während die SpVg fast komplett mit Oberliga-Spielern angetreten war, spielten beim SVW bis auf Tim Neumann, Andrei Lorengel sowie Torhüter Alexander Hahnemann nur drei Akteure aus der ersten Mannschaft. Das machte sich schnell bemerkbar, denn Yasin Tirgil brachte die HSV bereits in der ersten Minute in Führung. Dank eines Abprallers von Robin Schimmig im Kasten der HSV, der einen Schuss von Lorengel abwehrte, besorgte der lauernde Marius Michler das zwischenzeitliche 1:1 (2.). Mit drei schnellen Toren innerhalb von zwei Minuten stellte die HSV allerdings auf 4:1. Zunächst erzielte Kisker seinen zweiten Treffer, bevor Asis Kukavica sowie Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares erhöhten (6./7.). Beim Versuch das Spiel schnell zu machen, passte Hahnemann direkt auf Danny Radke, der keine Mühe hatte das 5:1 zu markieren (8.). Mit einem platzierten Schuss erzielte Lorengel jedoch den 2:5-Pausenstand und hielt die Blau-Weißen in der Partie (10.). Nach dem Seitenwechsel ließ die HSV Rhynern mit der sicheren Führung im Rücken gewähren, doch die Mannschaft vom Papenloh schaffte es bis zur 16. Minute nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Erneut war es Lorengel der das Spiel wieder spannend machte. Kevin Thume legte kurz vor Schluss nach einem Ballverlust von Michler das 6:3 nach, sodass Jaokobs 4:6 zu spät kam (19./20.). Kurtovic setzte aus der Distanz den Schlusspunkt (20.).

Spiel um Platz drei: TSC Hamm – Westfalia Rhynern 7:6 n.E. Im Spiel um Platz drei setzte sich der TSC nach zweimaligem Rückstand am Ende im Neun-Meter-Schießen gegen Rhynern durch. Die erste Möglichkeit hatte Patrick Knörnschild, dessen Schuss Uysal von der Torlinie kratzte (2.). Wenig später bugsierte Marcel Scholtysik den Futsal nach einem Versuch von Lorengel mit der Hacke zum 0:1 ins Tor und Neumann erhöhte von der rechten Seite auf 2:0 (4./5.). Nachdem Ahmet Göksen zum 1:2-Anschluss traf (11.), stellte Michler umgehend den alten Abstand wieder her (12.). Danach übernahm der TSC das Spiel. Zunächst setzte Bajric einen Schuss nur an den Pfosten (15.), ehe Sahin per Doppelpack den Ausgleich erzielte (15./17.). Tamer Saglam brachte den TSC das erste Mal in Führung, doch kurz vor dem Abpfiff rettete Jakob den SVW ins Neun-Meter-Schießen (19./20.). Im Duell vom Punkt setzte sich der TSC letztlich mit drei sicheren Toren durch.

Finale: TuS Wiescherhöfen – Hammer SpVg 2:8 (0:3). Den besseren Start hatte der Oberligist, denn Tirgil erzielte in der dritten Minute das 1:0. Behrend klärte daraufhin einen strammen Schuss von Radke zur Ecke (4.). Ein Freistoß von Jonas Stoffer landete daraufhin direkt bei Kukavica, der zum 2:0 einschob (6.). Als Kisker alleine auf Behrend zulief, bewahrte der starke Rückhalt der Wiescherhöfener sein Team vor einem höheren Rückstand. Defensiv gebunden, übte der TuS in der Offensive kaum Gefahr aus, ein Schuss von Lorengel landete neben dem Tor (11.). Drei Minuten vor der Pause stellte Radke schließlich auf 3:0 und brachte den Rekordsieger endgültig auf die Siegerstraße. Durch das 1:3 von Jan Greitemeier wurde in den Reihen der Grün-Weißen nochmal leise Hoffnung auf eine Aufholjagd geweckt (19.), doch Tirgil und Radke erhöhte schnell auf 5:1 (20./22.). Danach fielen die Treffer im Minutentakt. Erst machten es Kisker und Radke noch deutlicher für den Oberligisten, bevor Jan-Philipp Faros Ergebniskosmetik betrieb (26./27./28.). Den 8:2-Schlusspunkt setzte der starke Kisker (29.). „Wir sind auch mit dem zweiten Platz zufrieden, weil wir ein gutes Turnier gespielt haben und gerade im Halbfinale gegen den TSC Moral bewiesen haben“, resümierte TuS-Co Trainer Frank Degelmann, der im Endspiel „das schlechteste Spiel meiner Mannschaft gesehen hatte“. Karl-Heinz Zielinski, der die HSV an der Seitenlinie unterstützte, freute sich besonders, dass „wir im Finale nicht den Faden verloren haben und nicht in Hektik verfallen sind.“

Bei den Alten Herren setzte sich der TuS hingegen deutlich mit 10:3 im Finale gegen den TSC durch, Westfalia Rhynern belegte Rang drei.

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