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Hofmann bittet weiter um Geduld - HSV am Sonntag in Rödinghausen

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Von: Rainer Gudra

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HSV-Spieler Mika Oxe in einem Zweikampf
Mika Oxe (rechts, gegen RW Deuten) muss auch in Rödinghausen wegen einer Verletzung zuschauen. © Reiner Mroß/Digitalbild

Ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden - das ist die Bilanz der Hammer SpVg vor dem Westfalenliga-Spiel beim SV Rödinghausen II.

Hamm - Es ist alles noch unstet im Rahmen des Neuaufbaus bei der Hammer SpVg. „Ich arbeite mit vielen jungen Menschen, wir haben 15, 16 Neuzugänge, das muss sich alles finden“, sagt Trainer Heiko Hofmann vor der Partie in der Fußball-Westfalenliga (1) am Sonntag beim SV Rödinghausen II (15 Uhr, Kunstrasen Häcker Wiehenstadion). Wer da nach drei Spieltagen schon eine gewisse Konstanz erwarte, müsse sich vor Augen halten, dass es halt „seine Zeit braucht auf dem Weg, den wir vorgegeben haben.“

Appell des Trainers

Offenbar gibt es im Umfeld aber Erwartungen, die der Oberliga-Absteiger nicht erfüllt hat und auch nicht erfüllen kann. Denn der Trainer appelliert vor dem Spiel bei der Regionalliga-Reserve: „Gebt den Jungs und dem Verein mal die Möglichkeit, diesen Weg zu gehen.“

Vielleicht, mutmaßt der HSV-Trainer, habe das Vorbereitungsfinale mit den Siegen gegen Preußen Münster II und Gievenbeck (jeweils 2:0) sowie der Erfolg beim Ligaauftakt gegen Deuten (5:2) zu viel Euphorie entfacht. „Aber dann gab es Afferde im Pokal und das 0:3 in Haltern“, sagt Hofmann, für den das torlose Remis jüngst gegen Hiltrup nach der Gelb-Roten Karte für Ismail Icen (59.) „schon eher wieder ein positives Ergebnis“ war, denn: „Wir haben ja nicht gegen irgendeine Kirmestruppe gespielt.“

20 bis 22 Spieler im Training

Das stete Auf und Ab auf stabilem Niveau in eine lange Gerade zu verwandeln, daran wird gearbeitet im Hammer Osten. Hofmann: „Volle Rückendeckung für die Jungs. Hin und wieder muss man ihnen eine schlechte Phase gönnen. Alle hauen sich voll rein. Wir haben in jedem Training 20 bis 22 Spieler, es herrscht eine gute Stimmung.“

Die Konstanz werden sich die Hammer auf diesem Weg recht schnell erarbeiten, da ist Hofmann sich sicher. „Es geht in die richtige Richtung, aber wir schießen nun einmal nicht jede Woche jeden Gegner aus dem Stadion.“ Und nicht jeder Spieler sei schon bei 100 Prozent: „Beispiel Julius Woitaschek, der hat einen Großteil der Vorbereitung nicht mitgemacht.“

Team will „alles rausknallen“

Auch für das Spiel in Rödinghausen verspricht Hofmann, dass sein Team „alles rausknallen“ wird: „Der Plan ist, drei Punkte mitzunehmen“, betont er. Was er sehen möchte: „Vollgas-Mentalität, Lust am Fußball, einfach mal Mut haben.“

Wer den Platz von Icen bekommen wird, ist noch offen. „Wir werden sicher ein bisschen umstellen“, sagt der Trainer, der zudem auf Mentalitätsspieler wie Patrick Schmidt und Mika Oxe verzichten muss. Neuzugang Almin Spahic muss sich gedulden, Lamine Kourouma wegen seiner Verletzung auch.

Beim Gegner erwartet er eine junge und gut ausgebildete Mannschaft mit „dem einen oder anderen Spieler, der schon auffällt. Sie werden mit einer gewissen Euphorie und Lust spielen.“

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